Nutzung von Lithium-Ionen-Batterien steigt bis 2025 spürbar an

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Geht es nach einem aktuellen Expertenbericht des Metal Bulletin, wird die Nutzung von Lithium-Ionen-Batterien bis 2025 um das Siebenfache steigen. Hierfür sprechen auf der einen Seite vor allem sinkende Kosten aber auch Subventionen und Kaufanreize in vielen Ländern.

Gerade die spürbare Subvention von E-Fahrzeugen, dürften dann die Nachfrage explodieren lassen. Geht man davon aus, dass die Experten recht behalten, wird die Nachfrage nach Lithiumbatterien 2025 bei 650 GWh liegen nach nur 70 GWh im vergangenen Jahr. Des Weiteren wird auch die Notwendigkeit, mit Erneuerbaren Energiequellen wie Windkraft und Solarzellen erzeugte Elektrizität zu speichern, die Nachfrage befeuern.

2018 seien die Kosten für Batteriepackungen auf rund 200 USD pro kWh gefallen, nachdem sie noch 2010 rund 1.000 USD pro kWh kosteten. Kosten einzelner Batteriezellen sollen bis Ende des Jahres auf 100 USD pro kWh sinken und Batteriepackungen dieses Niveau 2020 erreichen. Wird diese „magische“ Grenze erreicht, dann sind die Kosten von Elektromobilen und Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren auf einem ähnlichen Niveau angelangt.

Man geht allerdings bereits heute davon aus, dass E-Autos vor diesem Zeitpunkt den Durchbruch erfahren. Was mit der Gefahr verbunden ist, dass das Rohstoffangebot möglicherweise nicht rechtzeitig hochgefahren werden kann.

Sieben bis zehn Jahre sind in der Regel notwendig, bis eine komplett neue Mine in Produktion gehen könne, sodass die Notwendigkeit, die aktuelle Lithiumproduktion zu verdoppeln, verdreifachen oder gar zu vervierfachen in diesem Zeitraum eine große Herausforderung darstelle. Und der Preis für die Batterierohstoffe müsse hoch bleiben, damit die massiven Investitionen, die nötig seien, um rechtzeitig neues Angebot auf den Lithiummarkt zu bringen, auch getätigt würden.

Mehrere neue Lithiumprojekte sind mittlerweile in Produktion gegangen oder diesem Ziel zumindest nähergekommen, während gleichzeitig die traditionellen Lieferanten, vor allem Südamerika und Australien, ihren Ausstoß stetig erhöhen. Daher kann man davon ausgehen, dass der Lithiummarkt 2018 einen Überschuss von 7.000 Tonne ausbilden wird, der 2019 dann auf 29.000 Tonnen steigen dürfte. Ebenso dürfte es zu einem Kobalt-Überschuss kommen. Dieser wird 2018 voraussichtlich bei 4.000 und kommendes Jahr bei 9.000 Tonnen liegen. In den Jahren danach schaut es aber anders aus.

Ende Juni berichteten wir über eine aktuelle Studie von McKinsey. Diese geht davon aus, dass die zwei Rohstoffe Kobalt und Lithium rar werden. McKinsey. Gerade die Kobalt-Versorgung steht auf wackligen Beinen. Panasonic geht soweit, dass zukünftig ein „Nullverbrauch“ von Kobalt zur Produktion der Akkus angestrebt sei.

Quelle: Goldinvest.de – Lithium: Experten erwarten bis 2025 beispiellosen Nachfrageanstieg

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