Diese 7 E-Autos wurden 2023 weltweit am häufigsten verkauft

Diese 7 E-Autos wurden 2023 weltweit am häufigsten verkauft
Copyright:

canadianPhotographer56 / Shutterstock / 1486199459

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 4 min

Welche Elektroautos auf deutschen Straßen am häufigsten anzutreffen sind, das wissen die meisten interessierten EAN-Leser. Doch weltweit ist das Bild in weiten Teilen ein völlig anderes. Wie die Statistik von EVvolumes.com zeigt, spielen die deutschen Hersteller international kaum eine Rolle. Mit 192.686 verkauften Fahrzeugen im vergangenen Jahr ist der VW ID.4/ID.5 als bestplatziertes deutsches Modell immerhin auf dem neunten Rang zu finden.

Die weltweiten Verkaufszahlen haben im vergangenen Jahr andere Hersteller dominiert, wie unsere Liste zeigt. Berücksichtigt wurden dabei nur vollelektrische Modelle und keine Plug-in-Hybride, die in der Statistik ebenfalls geführt werden.

7. Platz: GAC Aion Y

Das kompakte SUV des chinesischen Herstellers ist in der Heimat sehr beliebt. 235.861 Mal wurde das in Deutschland quasi unbekannte Fahrzeug im vergangenen Jahr zugelassen. Es gibt dabei Ausführungen mit 70 bis 150 kW Leistung, die verbauten Batterien sind von etwa 52 bis 77 kWh groß.

6. Platz: Wuling HongGuang Mini EV

Wuling

Die chinesische Antwort auf japanische Kei-Cars gehört ebenfalls zu den vollelektrischen Beststellern des vergangenen Jahres, vor allem in chinesischen Großstädten ist der Kleinstwagen häufig anzutreffen. Er leistet maximal 30 kW und hat eine maximale Akkugröße von 26,5 kWh – und schafft damit bis zu 100 Stundenkilometer. In der Stadt sind angeblich bis zu 300 Kilometer Reichweite drin. Knapp 238.000 Mal wurde das Fahrzeug im vergangenen Jahr zugelassen.

5. Platz: BYD Seagull

Auch auf dem fünften Rang landet ein Kleinstwagen Made in China – und zwar vom mittlerweile auch hierzulande bekannten Hersteller BYD. Mit 55 kW Leistung und einem maximal 39 kWh großen Akku ist der Seagull ein wendiges Leichtgewicht für die Stadt. Gut 254.000 Mal wurde der kleinste BYD 2023 zugelassen. Auch in Deutschland könnte das Modell bald erhältlich sein, dann aber womöglich mit dem Namen „Dolphin Mini“.

4. Platz: BYD Dolphin

Der größere Bruder des Seagull verkaufte sich mit fast 355.000 Zulassungen weltweit noch besser. BYD hat das Fahrzeug inzwischen auch in Deutschland eingeführt. Mit 60 kWh großem Akku und ähnlichen Fahrzeugdaten greift er direkt den VW ID.3 an, der sich übrigens 2023 weltweit immerhin 139.000 Mal verkaufte.

3. Platz: BYD Atto 3

Daniel Krenzer

Auf das Treppchen schafft es ein weiteres BYD-Modell – und somit das fünfte chinesische Modell in dieser siebenstelligen Topliste und das dritte von BYD. Das Kompakt-SUV verkaufte sich 2023 weltweit 419.000 Mal. In China heißt er übrigens Yuan Plus. Mit dem Han, dem Tang und mehreren Plug-in-Hybriden ist BYD zudem mit einigen weiteren Modellen in der erweiterten Liste der meistverkauften Modelle des Vorjahres vertreten.

2. Platz: Tesla Model 3

Tesla

Die ersten beiden Plätze gehen aber auch 2023 nicht an die aufstrebenden Chinesen. Rang zwei sichert sich die Limousine des US-amerikanischen Elektroauto-Pioniers Tesla. Gut 529.000 Mal verkaufte sich der auch hierzulande wohlbekannte Stromer auf allen Märkten insgesamt. Das ist jedoch nicht einmal die Hälfte des Wertes, auf die der Spitzenreiter kommt.

1. Platz: Tesla Model Y

Tesla

Denn auch 2023 ist das Model Y das meistverkaufte Elektroauto der Welt. Und nicht nur das: Mit 1,2 Millionen verkauften Fahrzeugen ist das Model Y das insgesamt über alle Antriebsformen meistverkaufte Fahrzeug des vergangenen Jahres. Auch wenn die chinesischen Hersteller in der Breite stark aufgeholt haben, kommt bei den Spitzenplatzierungen weiterhin (noch?) nichts an die Amerikaner heran. Es wird spannend, wie dies für 2024 aussehen wird. Ob sich vielleicht doch auch ein deutsches Modell mal wieder auf die vorderen Plätze schieben kann? Leicht wird das auf jeden Fall nicht.

Datenquelle: EVvolumes.com

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

Obrist pleite: Aus für HyperHybrid und Methanol-Pläne

Obrist pleite: Aus für HyperHybrid und Methanol-Pläne

Sebastian Henßler  —  

Ein Tesla mit Methanol-Motor und 1000 Kilometern Reichweite war das Aushängeschild. Nun sind Obrist Powertrain und Obrist Technologies im Konkurs.

Afrikanische Union will stärker auf E-Autos setzen

Afrikanische Union will stärker auf E-Autos setzen

Michael Neißendorfer  —  

Die Afrikanische Union hat große Pläne für den Ausbau der Elektromobilität – als Chance für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Auch für Europa.

Upgrade statt Neukauf: So soll das E-Auto 50 Jahre fahren

Upgrade statt Neukauf: So soll das E-Auto 50 Jahre fahren

Sebastian Henßler  —  

Prof. Dr. Günther Schuh denkt das E-Auto neu: Das Chassis hält 50 Jahre, während Design, Technik und Batterie in festen Abständen erneuert werden.

Europas Automobilregionen fordern klaren Fokus auf E-Autos

Europas Automobilregionen fordern klaren Fokus auf E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

Die Automobilregionen der EU fordern gezieltere Investitionen zur Unterstützung des Übergangs zu Elektroautos und eine klare Richtung.

LFP-Akkus: China hält mehr als die Hälfte der Patente

LFP-Akkus: China hält mehr als die Hälfte der Patente

Sebastian Henßler  —  

Mehr als die Hälfte aller LFP-Patente stammt aus China. Europa kommt 2024 auf knapp sieben Prozent, obwohl die Grundlagen in den USA und Kanada entstanden.

Neue OECD-Studie: Autojobs verlagern sich nach Mittel- und Osteuropa

Neue OECD-Studie: Autojobs verlagern sich nach Mittel- und Osteuropa

Arun Niemann  —  

Eine neue OECD-Studie zeigt, wie Elektrifizierung, Digitalisierung und die Konkurrenz aus China Europas Autojobs verändern.

Wo Europas Autoindustrie 3 Milliarden Euro liegen lässt

Wo Europas Autoindustrie 3 Milliarden Euro liegen lässt

Michael Neißendorfer  —  

Die Krise von Europas Automobilindustrie ist nicht nur eine Folge schwacher Nachfrage, chinesischer Konkurrenz oder des Übergangs zur Elektromobilität.