Diese 7 deutschen E-Autos haben besonders hohe Reichweiten

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Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 3 min

Für viele Autokäufer hierzulande ist es wichtig, möglichst ein deutsches Fahrzeug zu fahren. Bei der Elektromobilität machen viele asiatische Hersteller den deutschen Automobilbauern mächtig Dampf, doch es gibt inzwischen auch eine ganze Reihe sehr gute deutsche Modelle. Auch wenn E-Auto-Profis wissen, dass Reichweite gar nicht mal entscheidend auf der Langstrecke ist, sondern nur ein Faktor von mehreren, gilt die Reichweite nach wie vor mit als härteste Währung.

Für diese Topliste wollten wir wissen: Welche deutschen Elektroautos, die derzeit oder in Kürze erhältlich sind, haben denn aktuell die höchsten Reichweiten? Es fällt auf: Wirklich günstig ist davon keines, denn die großen Batterien haben ihren Preis – doch das ist bis auf einzelne Ausnahmen auch bei den asiatischen Modellen der Fall. Wer sind denn nun die deutschen Reichweiten-Könige? Berücksichtigt wurde jeweils nur die Modellausführung mit der höchsten Reichweite (WLTP) sowie die deutschen Marken Audi, BMW, Mercedes-Benz, Opel und Volkswagen.

7. Platz: Porsche Macan

Den Anfang in unserer Topliste macht das neue Elektromodell von der sportlichen VW-Luxusmarke Porsche. Ab 84.000 Euro ist der Macan bestellbar, der eine Reichweite von 613 Kilometern liefert.

6. Platz: Mercedes EQE

Die Limousine aus Stuttgart schafft noch ein paar Kilometer mehr. In der Ausführung 300 sind laut WLTP-Messung 621 Kilometer drin, die Preise starten dabei um die 67.000 Euro.

5. Platz: BMW iX

Nicht mehr der Jüngste, aber dank seines großen Akkus in Sachen Reichweite immer noch weit vorne dabei ist das SUV aus München. Als xDrive 50 schafft es laut WLTP 630 Kilometer, die Preise starten bei etwa 100.000 Euro.

4. Platz: Porsche Taycan

Noch ein Porsche schafft es in die Topliste, für das Treppchen reicht es aber nicht. Der überarbeitete Taycan in der Ausführung Plus schafft offiziell 678 Kilometer, seine Preise starten bei knapp 108.000 Euro.

3. Platz: VW ID.7

Volkswagen

Bronze geht nach Wolfsburg. Die vollelektrische Limousine schafft in der demnächst verfügbaren Variante Pro S etwa 700 Kilometer, wobei die exakte WLTP-Bestimmung jedoch noch aussteht. Mit Preisen ab etwa 60.000 Euro ist der VW zudem das günstigste Fahrzeug in dieser Auflistung.

2. Platz: Mercedes EQS SUV

Mercedes-Benz

Mit seinem 118 kWh fassenden Akku schafft das große SUV aus Stuttgart in der Ausführung 450+ sogar 720 Kilometer, knapp 111.000 Euro kostet dieses Langstreckenvergnügen jedoch.

1. Platz: Mercedes EQS

Mercedes-Benz

Ebenfalls mit dem riesigen Akku ausgestattet ist die Oberklasse-Limousine EQS 450+, die weniger massiv im Wind steht, dadurch weniger Energie verbraucht – und mit der gleichen Batterie 780 Kilometer am Stück zurücklegen kann. Auch hier starten die Preise etwa bei 110.000 Euro.

Quelle: Datenquelle: EV Database, Abrufdatum 5. März 2024

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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Michael Jahrens:

Gerade Tesla mogelt mit den Reichweitenangaben, selbst bei der Anzeige im Auto, was mir auch ein Teslafahrer bestätigen „musste“ – er war nach anfänglicher Euphorie mit dem Model Y bereits kurz nach Kauf des Tesla erstaunlich still geworden …

Selbst wenn man berücksichtigt, das es auf das Verhalten des Fahrers ankommt sind die Reichweiten doch beträchtlich gestiegen in den letzten Jahren, wo 500 km eine Grenze waren. Selbst Langstrecken sind dadurch in Deutschland mit ein zwei Ladestopps zu bewältigen, das ist völlig in Ordnung.

Daniel W.:

Ich wohne nicht in der Stadt, weiß also nicht wie die Situation dort genau ist. Mein Wohnort liegt rund 30 km südwestlich von Stuttgart in einer Gemeinde mit rund 4.500 Einwohnern und hier haben viele Leute eine Garage, vor allen in den Neubaugebieten seit den 1970ern.

Ich habe keine Garage, könnte evtl. aussen am Haus eine (abschließbare) Wallbox installieren, falls ich ein E-Auto kaufen sollte, brauche aber kein Auto.

Die Nachbarn haben Garagen oder z.T. Scheunen, ein kleiner Teil sind Laternenparker, die bei Super-, Bau- oder Möbelmärkten nebenbei laden könnten.

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Aktuell führen wir 3 Standorte mit 6 Ladepunkten (6 x Typ 2 Dose) zum Laden von Elektroautos in (mein Wohnort) in unserem Ladesäulenverzeichnis auf.
(Quelle: goingelectric.de)
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Für Laternenparker gibt es 1 Ladesäule in der Ortsmitte und 2 weitere Ladesäulen im Abstand von 390m und 1250m, mit dem e-Scooter kein Problem.

Manfred:

Wie gesagt sind klein und lang schrumpfbare sowie auch dehnbare Begriffe. Ich kenne Deine konkreten Anforderungen nicht. Nur Du kannst selbst entscheiden, was für Dich die richtige Entscheidung ist. Im Zweifelsfall bin ich für das E-Auto. Dennoch kann ich mir im Einzelfall auch vorstellen das hin und wieder ein Verbrenner die bessere Lösung sein könnte. Solange die Akkutechnik keine größeren Reichweiten und häufig schnelles Laden ohne die bekannten Nebenwirkungen zu lässt.

Spiritogre:

Also bleibe ich beim Verbrenner?
Weil ich eben mit kleinem Akku und kleiner Reichweite absolut gar nichts anfangen kann… danke! Hast mich überzeugt – nicht!

Spiritogre:

Die übliche Arroganz. Wer nicht zu Hause oder auf der Arbeit laden kann, der soll halt gefälligst mehr zahlen? Die meisten Menschen werden in so einer Folge halt schlicht weiter beim Verbrenner bleiben. Damit erweist du also der E-Mobilität einen Bärendienst.

Spiritogre:

Vergleich mal mit Model S, das wäre fairer, das Model 3 ist schließlich eine ganze Ecke kleiner und Vergleiche damit sind letztlich Äpfel und Zitronen.

Matthias Geiger:

Dieser Vergleich zeigt wieder eindeutig, wie stark die deutschen Hersteller hinterher fahren. Selbst der ID.7 hat keine Chance gegen den Tesla Model 3 Long Range Highland (2024) insbesondere wenn man das Laden an den eigenen Ladeparks berücksichtigt. Dies zeigt der Praxistest siehe den Link. https://www.youtube.com/watch?v=y-f9mLCxgrw

Hans:

Aha, Außendienstmitarbeiter fahren Autos um 100.000€.

Smartino:

Allesamt Elefantenautos mit Einstiegspreis über 70’000 €, wenn man nicht nur die Minimalvariante kauft.
Mich interessieren aber kleinere, praktischere, verbrauchsgünstigere, handlichere, agilere Fahrzeuge, die auch bez. Design nicht unbedingt den althergebrachten Normen entsprechen müssen.
Hey, wir sind im Jahre 2024 angekommen! Ich vermisse den Mut zum Aufbruch zu mutigen, modernen, bahnbrechenden Innovationen.
Ich sehe viele verpasste Chancen. BEV in alten Schläuchen sind langweilig und begeistern mich nicht.

Manfred:

Länge ist ja relativ. Sie hängt auch vom Fahrstil ab. Das sehr große Akkus eine miserable Umweltbilanz haben und permanentes Schnellladen auch zum Schnellaltern führt hat nichts mit Überheblichkeit zu tun. Es sind simple Tatsachen und keine alternativen Wahrheiten. Natürlich kannst Du mit Deinem Geld und Deinem Auto tun und lassen was Du möchtest.

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