F.A.Q. – Häufig gestellte Fragen zu Elektroautos

Elektromobilität, Elektroautos sowie andere Fahrzeuge mit elektrifiziertem Antrieb erfreuen sich immer mehr Beliebtheit in der Gesellschaft. Dennoch scheint es einige Fragen zu geben die im Zusammenhang mit Elektroautos immer wieder Auftauchen. Aus diesem Grund habe ich die Elektroauto F.A.Q. ins Leben gerufen. Eine Übersichtsseite, die sich mit häufigen Fragen rund um das Elektroauto auseinandersetzt. Gegliedert nach Schwerpunkten kannst du dir über das nachfolgende Inhaltsverzeichnis genau die Fragen aufrufen, zu denen du eine Antwort benötigst.

Inhaltsverzeichnis


Grundlagen zum Elektroauto

Beschäftigt man sich zum allerersten Mal mit dem Thema Elektroautos tauchen viele Begriffe auf, die einen wahrscheinlich mehr verwirren, als das diese zum besseren Verständnis beitragen. Daher soll dieser Abschnitt über Grundlagen des Elektroautos aufklären.

Battery Electric Vehicle (BEV)

Battery Electric Vehicle (BEV) bezeichnen den Typ Fahrzeug, der umgangssprachlich als Elektroauto bei uns bekannt ist. Diese können an der heimischen Steckdose oder am öffentlichen Stromnetz sowie an speziellen E-Tankstellen geladen werden. Seine Energie bezieht das Fahrzeug alleine aus der Batterie, die genutzt wird, um den Elektromotor anzutreiben. Zudem machen sich Elektroautos die Bremsenergie via Rekuperation zunutze, um diese in die Batterie einzuspeisen. Im Gegensatz zu Autos mit Verbrennungsmotor benötigen Battery Electric Vehicle kein Getriebe und haben keinen Gangwahlhebel für verschiedene Vorwärtsgänge.

Lokal betrachtet fährt das Elektroauto emissionsfrei, weiterhin ist der Wirkungsgrad des Elektromotors weit höher als der von Verbrennungsmotoren. Elektroautos sind leiser und schon beim Anfahren steht das volle Drehmoment zur Verfügung. Gegen reine Elektroautos spricht die bisher geringe Reichweite, die dadurch bedingt ist, dass Lithium-Ionen-Akkus noch sehr teuer und schwergewichtig sind. Ebenfalls ist der eher überschaubare Ausbau der Ladeinfrastruktur ein begrenzender Faktor. Dies sind jedoch beides Punkte, an denen stetig optimiert wird.

Range-Extended EV (E-REV)

Von einem Range-Extended EV spricht man, wenn ein herkömmliches Elektroauto zusätzlich zu den Elektro-Komponenten noch einen kleinen Verbrennungsmotor verbaut hat. Dieser ist der ausschlaggebende Faktor für die verlängerte Reichweite (Range Extender). Dieser Zusatzmotor treibt jedoch nicht das Fahrzeug selbst an, sondern einen Generator, der seinerseits die Batterie des Elektroautos auflädt.

Hierdurch ist eine Erhöhung der eigentlichen Reichweite möglich, der Verbrennungsmotor läuft im effizientesten Wirkungsgrad, da kein direkter Eingriff in den Antrieb notwendig ist. Als Nachteil kann man die Tatsache ansehen, dass Ottomotor und Benzintank das Fahrzeuggewicht erhöhen. Die erhöhte Reichweite in Form des Range Extender ist zudem mit zusätzlichen Kosten durch notwendige Komponenten versehen. Weiterhin ist das Elektroauto mit Range Extender nicht mehr emissionsfrei unterwegs.

Hybrid Electric Vehicle (HEV)

Das Hybrid Electric Vehicle (HEV) bezeichnet das Hybridauto, welches durch einen konventionellen Verbrennungsmotor, in Verbindung mit einem zusätzlichen Elektromotor, angetrieben wird. Hierbei unterstützt der zusätzliche Elektromotor den Verbrennungsmotor in bestimmten Belastungssituationen (Anfahren, Beschleunigen etc.) und ermöglicht einen verstärkten Betrieb des Verbrennungsmotors im optimalen Leistungsbereich.

Besonders im Stadtverkehr sowie im Stop-and-Go-Modus im Stau trägt die Kombination aus Elektro- und Verbrennermotor dazu bei den Kraftstoffverbrauch zu senken. Rein elektrisch können Mikro- und Mild-Hybridfahrzeug nicht fahren, einem Vollhybrid ist dies zumindest auf kurzer Strecke möglich. Die drei Arten des Hybridautos unterscheiden sich durch die Stärke der einzelnen Komponenten. Durch den verbauten Verbrennermotor ist das Hybrid Electriv Vehicle nicht emissionsfrei unterwegs.

Plug-In Hybrid Electric Vehicle (PHEV)

Die sogenannten Plug-In Hybrid Electric Vehicle (PHEV) gelten als Erweiterung der Hybrid-Technik. Hier wird der Kraftstoffverbrauch weiter gesenkt, indem die Akkus nicht mehr ausschließlich durch den Verbrennungsmotor, sondern zusätzlich auch am Stromnetz aufgeladen werden können. Das Konzept des Plug-In Hybrid legt gesteigerten Wert auf eine Vergrößerung der Akkukapazität, um auch längere Strecken emissionsfrei zurücklegen zu können.

Gerade im alltäglichen Stadtverkehr reichen die etwa 60 bis 80 Kilometer reine elektrische Reichweite vollkommen aus, um Kurzstrecken und Fahrten des alltäglichen Bedarfs zurückzulegen. Neben reinen Elektroautos sind Plug-In Hybride zumindest kurz- bis mittelfristig eine Alternative zum klassischen Verbrennungsmotor, da über 80% aller im Alltag gefahrenen Strecken innerhalb der Batterien-Reichweite liegen. Im Gegensatz zum reinen Hybridfahrzeug sind die PHEV der Klasse der E-Autos zugeordnet und profitieren von der KFZ-Steuerbefreiung.

Fuel-Cell Electric Vehicle (FCEV)

Als Sonderklasse bei den Elektroautos gelten die sogenannten Brennstoffzellen Fahrzeuge - Fuel-Cell Electric Vehicle (FCEV). Die namensgebende Brennstoffzelle wandelt einen Brennstoff in elektrische Energie um. Mit dem aus dieser Reaktion gewonnenen Strom kann ein Elektromotor angetrieben werden. Die Energie entsteht in der Brennstoffzelle durch eine Reaktion von Sauerstoff mit Wasserstoff. Alternativ können auch organische Verbindungen (z.B. Methan und Methanol) auf diese Weise umgewandelt werden.

Brennstoffzellenfahrzeuge sind absolut klimaneutral und emissionsfrei – als Abfallprodukt (Emission) der chemischen Reaktion entsteht lediglich Wasser. Allerdings sind die Möglichkeiten Wasserstoff zu tanken sehr begrenzt. Dem Erfolg des Brennstoffzellenfahrzeugs steht die fehlende Ladeinfrastruktur entgegen, die im direkten Vergleich zum Elektroauto noch schlechter ausgebaut ist. Auch der teure Preis von Brennstoffzellen selbst dämmt das Interesse an FCEV ein.

Vor- und Nachteile von Elektroautos

Vor- und Nachteile von Elektroautos an sich habe ich bereits in zwei ausführlichen Beiträgen hier auf Elektroauto-News.net betrachtet und möchte daher auf diese zur Beantwortung der Frage verweisen. Die Beiträge findest du einmal hier: Vorteile von Elektroautos sowie hier Nachteile von Elektroautos. Nachfolgend eine kurze Gegenüberstellung.

  • Energieeffizienter als herkömmliche Antriebe
  • Vor Ort ist der Elektroantrieb emissionsfrei
  • Abhängigkeit von Öl oder Benzin adé
  • Hohes Drehmoment ab den ersten Umdrehungen
  • Keine Lärmbelästigung im Alltag
  • Elektromotoren sind leichter, kompakter und weitestgehend wartungsfrei
  • Trotz Steuerersparnis und Umweltbonus hohe Anschaffungskosten
  • Technik von Elektrofahrzeugen befindet sich im Vergleich mit Verbrenner noch in Kinderschuhen
  • Langstrecken stellen E-Autos vor Herausforderung

Vorteile des Elektroantriebs

Das Elektroauto mit seinen Vor- und Nachteilen wurde bereits unter dem vorherigen Punkt im Detail betrachtet. Nachfolgend möchte ich im Speziellen auf die Vorteile des Elektroantriebs eingehen.

  • unterbrechungsfreie Drehmomentabgaben die einen hohen Fahrkomfort gewährleisten
  • hohe Wirkungsgrade
  • eine geringere Masse im Vergleich zu Verbrennungsmotoren
  • Emissionsfreiheit im Betrieb
  • kaum Betriebs- und Wartungskosten bei langer Lebensdauer
  • weniger aufwendig gestaltetes Kühlsystem
  • ebenso sind die Bremssysteme einfacher, weil sie elektromotorisch konzipiert werden

 

Nachteile des Elektroantriebs

Wo Licht ist, ist auch Schatten, daher möchte ich nachfolgend im Speziellen auf die Nachteile des Elektroantriebs eingehen.

  • hoher Anschaffungspreis für Fahrzeuge mit Elektroantrieb
  • eingeschränkte Reichweite
  • lange Ladedauer des Akkus der Energie zur Verfügung stellt

WLTP-Testverfahren, die Grundlagen

Am 1. September 2017 wurde ein neues Verfahren für Verbrauchs- und Abgastests in der Automobilindustrie eingeführt. Der neue WLTP-Zyklus (Worldwide Harmonized Light Vehicle Test Procedure) soll das Testverfahren weltweit harmonisieren. Er soll näher am realen Fahrgeschehen orientierte Testergebnisse liefern als das bisherige NEFZ-Verfahren (Neuer Europäischer Fahrzyklus).

  • Testzeit: 30 Minuten
  • Testlänge: 23,25 Kilometer
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 46,5 km/h
  • Maximalgeschwindigkeit: 131 km/h
  • Anteil Standzeit: 13 Prozent
  • Mittlere Antriebsleistung: 7 kW
  • Maximale Antriebsleistung: 47 kW

Der WLTP ist näher am realen Fahrverhalten eines Fahrzeuglenkers und bietet eine genauere Testmethode als der NEFZ. Er definiert eindeutige Testbedingungen und schafft dadurch genauere, konsistentere und wiederholbarere Ergebnisse. Die nach WLTP ermittelten CO2-Werte sind zunächst seit dem 1. September 2017 bei der Genehmigung neuer Fahrzeugtypen verbindlich. Alte daraus errechnete Werte nach NEFZ werden noch in Fahrzeugpapieren zusätzlich ausgewiesen.


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Anschaffungskosten, Unterhalt und Förderung von E-Autos

Wenn man mit dem Gedanken spielt ein neues Fahrzeug, ob nun Elektroauto oder nicht, zuzulegen spielen vor allem Anschaffungskosten und Unterhalt eine wichtige Rolle. Im Bezug auf das Elektroauto versuche ich daher einen Überblick zu geben mit welchen Anschaffungskosten, Unterhalt und Förderung von E-Autos zu rechnen ist und worauf man beim Kauf eines Elektroautos achten muss.

Was kostet ein Elektroauto in der Anschaffung?

Was kostet ein Pullover? Auch diese Frage kann man stellen und bekommt von hundert Menschen, die man fragt sicherlich neunzig verschiedene Antworten. Eine pauschale Aussage was ein Elektroauto in der Anschaffung kostent, kann man so eben nicht sagen. Denn kein E-Auto gleicht dem Nächsten. Eine grobe Orientierung kann dir diese Übersicht bieten.

Generell lässt sich allerdings festhalten, dass Elektroautos Stand 2017 noch deutlich teurer sind als vergleichbare Verbrenner-Modelle. Verantwortlich für diesen Preis-Unterschied sind die höheren Produktionskosten durch geringere Produktionszahlen sowie die Kosten der Batterien. Wobei zumindest bei den Kosten der E-Batterien ein Abwärtstrend zu erkennen ist. Zwischen 2010 und 2016 sind deren Kosten um 80 Prozent gesunken. Ein Gesamtbatteriepaket schlägt derzeit etwa mit 230 US-Dollar pro Kilowattstunde (kWh) zu Buche.

Bei einer typischen Batteriegröße von 60 kWh bedeutet dies Mehrkosten von knapp 14.000 Dollar gegenüber einem herkömmlichen Auto, da die Kosten für Motor, Getriebe und Tank (bei einem Auto mit Verbrennungsmotor) beziehungsweise für Elektromotor und Steuerungselektronik (E-Fahrzeug) vergleichbar hoch sind. Vertiefende Informationen findet man in dieser Studie von McKinsey.

Was kostet ein Elektroauto im Unterhalt?

Eine grundsätzliche Aussage über Unterhaltskosten eines Elektroautos im Alltag lassen sich ebenso wenig treffen wie die über die Anschaffungskosten. Eine Vielzahl von Faktoren spielen hierbei eine Rolle. Dennoch lässt sich festhalten, dass der Unterhalt eines Elektroautos günstiger ist als ein vergleichbarer Verbrenner.

  • zehn Jahre von KFZ-Steuer befreit
  • Verbrauchskosten von Strom liegen deutlich unter Benzinkosten
  • Wartungskosten durchschnittlich 35 Prozent unter denen eines Benziners

Was spart man durch den Umweltbonus (Elektroauto-Kaufprämie)?

Seit Mai 2016 erhalten Käufer von rein batteriebetriebenen Fahrzeugen einen Zuschuss von 4.000 Euro, Fahrer eines Hybridfahrzeug mit Elektro- und Verbrennungsmotor erhalten eine Prämie in Höhe von 3.000 €. Bei den Hybridfahrzeugen ist ausschlaggebend, ob sich diese an der Steckdose laden lassen. Gezahlt wird die Kaufprämie zu je 50% vom Staat und von der Automobilindustrie. Die Förderung erfolgt bis zur vollständigen Auszahlung der hierfür vorgesehenen Bundesmittel in Höhe von 600 Mio. Euro, längstens jedoch bis 2019. Weitere Informationen findet man in dieser Übersicht zum Umweltbonus.

Welche steuerlichen Vorteile gibt es für Elektroautos?

Neben dem Umweltbonus (Elektroauto-Kaufprämie) gilt derzeit eine zehnjährige Befreiung von der KFZ-Steuer für das erworbene Elektroauto. Je nach Fahrzeugtyp spart man gegenüber der Verbrenner Alternative 500,00 € und mehr. Im Rahmen der Verabschiedung des Umweltbonus wurde die Befreiung von damals fünf auf derzeit zehn Jahre verdoppelt.

Förderung im Rahmen des KfW-Umweltprogramm für Unternehmen

Die KfW fördert im KfW-Umweltprogramm den Kauf von gewerblich genutzten Elektro-, Hybrid- und Brennstoffzellenfahrzeugen sowie von biomethan- oder erdgasbetriebenen leichten Fahrzeugen. Auch die Errichtung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge und Betankungsanlagen für Wasserstoff kann durch dieses Programm finanziert werden. Wenn man sich für das KfW-Umweltprogramm qualifiziert ist dies deutlich besser als Finanzierungsangebote anderer Bank / Autohäuser:

  • ab 1,00 % effektiver Jahreszins
  • für Unternehmen jeder Größe und Freiberufler
  • Kredit bis zu 10 Mio. Euro pro Vorhaben im In- und Ausland
  • günstige Zinsen mit langfristiger Zinsbindung

Ausführliche Informationen zum KfW-Umweltprogramm findet man auf dieser Webseite, inklusive Beispielrechnungen und Rahmenbedingungen für einen solchen Kredit.


Elektroauto Laden/Ladeinfrastruktur - die Grundlagen

Nicht nur die verschiedenen Typen von Elektro- und Hybridfahrzeugen verlangen es, dass man sich mit diesen auseinandersetzt. Auch das Laden von Elektroautos sowie Plug-In Hybriden ist weit mehr als nur den Stecker einzustöpseln. Verschiedene Ladestandards, damit verbundene Ladevorgänge als auch offene Fragen werden unter diesem Unterpunkt näher betrachtet.

Wo kann man sein Elektroauto laden?

Elektroautos und auch Plug-In-Hybride können an einer Vielzahl von Ladestationen geladen werden. Je nach Fahrzeug wird ein anderer Ladestandard der Ladesäule vorausgesetzt. Die meisten Fahrzeuge teilen jedoch meist eine Gemeinsamkeit, so können diese an fast jeder üblichen Haushaltssteckdose geladen werden. Dies geht allerdings mit einer höheren Ladedauer daher. Zudem sollte man vorab die elektrische Eignung der eigenen Stromversorgung überprüfen, bevor man sein Fahrzeug daran anschließt.

Wie lange dauert das Laden eines Elektroautos?

Eine Frage, die sich pauschal nicht beantworten lässt. Denn beim Laden eines E-Fahrzeugs kommt es auf eine Vielzahl von Faktoren an. Beginnend bei der eigenen Ladeinfrastruktur über die verbaute Ladetechnik im Fahrzeug sowie die Größe der verbauten Fahrzeugbatterie. Stand heute kann man jedoch davon ausgehen, dass ein normales E-Fahrzeug in der Regel nach gut acht bis neun Stunden vollständig geladen sein sollte. Ist der Akku nicht komplett leer gefahren, verkürzt sich die Ladedauer entsprechend.

Elektroauto laden am Haushaltsstrom

Die Lademöglichkeit, die wohl wirklich jeder zur Verfügung hat, ist das Laden an der eigenen Steckdose. Hier ist eher das E-Auto der beschränkende Faktor, da nicht jedes eine Ladung mit Anschluss an Schukostecker gestattet. Weiterhin ist diese Art der Lademöglichkeit derzeit die langsamste. Dies liegt daran, dass die Leistung des Haushaltsstroms mit 2,4 kw begrenzt ist. Das Laden über Nacht bietet sich hier durchaus an, da die Ladedauer gut und gerne die zehn Stundengrenzen beim leeren Akku überschreitet.

Elektroauto laden über Mennekes oder Typ2-Stecker

Der Anschluss des Elektroautos an die Ladesäule über den Mennekes oder Typ2-Stecker gilt derzeit als die am häufigsten verwendete Form beim Laden eines elektrifizierten Fahrzeugs. Gegenüber dem Haushaltsstrom erreicht man eine Ladeleistung mit bis zu 22 kw, was fast zehnmal so hoch ist als die Alternative am heimischen Stromnetz. Das Kabel zum Laden wird im Fahrzeug selbst aufbewahrt und ist so immer und überall einsatzbereit. Es ist darauf zu achten das Kabel immer mit sich zu führen, denn ohne eigenes Kabel ist eine öffentliche Aufladung nicht möglich.

Beschränkt wird die Aufnahme der Ladeleistung durch viele Elektroautos selbst. Denn das Aufnahmepotenziale der gängigen Kleinautos endet schon bei 3,6 kw. Wobei man hier den Vorteil auf seiner Seite hat, dass ein „Volltank“ nicht länger als eine Stunde dauert. Die öffentliche Infrastruktur mit diesen Säulen ist jedenfalls für eine höhere und schnellere Inanspruchnahme durch steigende Absatzzahlen am E-Auto Markt vorbereitet.

Elektroauto laden mit Gleichstrom durch das Combined Charging System (CCS)

Von null auf 80 Prozent in gerade einmal einer halben Stunde heißt es beim Laden des Elektroautos mit Gleichstrom durch das Combined Charging System (CCS). Dieses System befindet sich derzeit Deutschlandweit in kontinuierlichem Aufbau, zudem wird es von einer Vielzahl von Elektroautos wie beispielsweise dem BMW i3 oder dem VW e-Up unterstützt.

Als weiterer Vorteil gilt die Kompatibilität mit dem zuvor aufgeführten Mennekes-Stecker. Sprich, das Versorgungsnetz selbst weist eine höhere Flexibilität auf und gilt daher als zukunftsträchtig. Wie sich die Schnellladung innerhalb von dreißig Minuten dauerhaft auf den Akku eines Elektrofahrzeugs auswirkt gilt, allerdings noch abzuwarten.

Laden mit dem CHAdeMO-System

Diese Form des Aufladens von E-Autos wird von Japanern häufig angeboten. Der Name drückt zugleich den Charakter aus: „auf eine Tasse Tee“, dies soll die Schnelligkeit unterstreichen, mit der sich dieser halbstündige Aufladevorgang auszeichnet. 80 Prozent werden in dieser Zeitspanne erreicht, wie beim CCS, wozu 50 kw erforderlich sind.

Die Kabel zum Aufladen des Fahrzeugs sind fest an der Station verankert, ein Mitführen im Fahrzeug selbst ist nicht notwendig. Unterstützt wird das System von bekannten Modellen, wie beispielsweise dem Nissan Leaf oder dem Mitsubishi Outlander PHEV.

Ist ein Diebstahl des Kabels beim Laden des E-Autos möglich?

Wer nun denkt, dass er beim Aufladen seines Fahrzeugs die gesamte Zeit in der Nähe bleiben muss, der kann beruhigt aufatmen. Denn ein angeschlossenes Ladekabel ist von der Zentralverriegelung mit umfasst und hierdurch bestens geschützt. Die Ladesäulen weisen allesamt einen beiderseitigen Schutz auf: ist es nicht ohnehin fest fixiert, so wird es beim Aufladen verriegelt. Abstöpseln und mit dem Kabel weglaufen ist somit keine Option für etwaige Kabel-Diebe.

Beeinträchtigen Wasser, Feuchtigkeit und Witterung den Ladevorgang?

Wasser, Feuchtigkeit und Witterung beeinträchtigen den Ladevorgang nich, denn die technische Ausstattung ist auf alle Eventualitäten vorbereitet, sodass keine bestimmte Temperatur notwendig ist und Wasser oder Feuchte ohnehin nicht eindringen kann. Weiterhin bietet sich durch das emissionsarme Fahrzeug nicht nur das Laden im Freien an, sondern auch in Tiefgaragen. Dies wird gerade von Hotels gerne genutzt, die selbst wenn keine Ladesäule zur Verfügung steht einen Zugang zum normalen Stromnetz über Schukostecker gestattet.


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E-Auto Akkus/Batterien - das sollte man wissen

Die benötigte Energie von Elektroautos wird in großen Akkupacks gespeichert, die im Fahrzeugunterbau vorzufinden sind. Diese dienen nicht nur der Speicherung der Energie, sondern beeinflussen durch ihr hohes Gewicht auch den Schwerpunkt des Fahrzeugs, was von Entwicklern beim Design der Elektroautos berücksichtigt werden muss. Alles was man sonst noch über Akkus für Elektroautos wissen muss erfährst du nachfolgend.

Akku und Batterie - meinen dasselbe, sind aber vollkommen unterschiedlich

Fahrzeuge benötigen Energie, um von A nach B zu kommen. Beim Verbrenner wird die Energie in Form von Benzin oder Diesel zur Verfügung gestellt. Bei Elektroautos in Form von Strom, der in einem Akkumulator - Akku - gespeichert wird. Die Energie aus dem Akku versorgt den Antriebsmotor mit elektrischer Energie, der dann diese in mechanische Antriebsenergie wandelt.

Häufig hört man anstatt Akku auch den Begriff Batterie, in der die Energie von Elektroautos gespeichert wird. Dies erklärt sich dadurch, dass es im englischsprachigen Raum nur den Begriff "battery" gibt, der den Speicherort für elektrische Energie beschreibt. Im deutschsprachigen Raum gibt es per Definition allerdings einen feinen Unterschied zwischen Akku und Batterie.

Akkus können elektrische Energie speichern, diese abgeben und wieder mit Strom geladen werden. Batterien können ebenfalls elektrische Energie speicher, diese abgeben aber im Anschluss nicht mehr geladen werden. Diese sind nach vollständigem Aufbrauchen der Energie nutzlos und müssen entsorgt werden. Im Bereich der Elektroautos werden die Begriffe Akku und Batterie der Einfachheit halber synonym verwendet.

Lithium-Ionen-Akkus - derzeitiger Standard bei E-Autos

Lithium-Ionen-Akkus gelten als derzeitiger Standard bei Elektroautos. Diese sind allerdings nicht aus "einem Guss" gefertigt, sondern bestehen aus einem Verbund mehrerer Batteriezellen. Hierbei wird unter andere auf Lithium-Ionen-Zellen gesetzt, die sich bereits im Alltag bewährt (Handy/Laptop) haben oder man nutzt spezielle, für diese Aufgabe entwickelte Zellen. Diese unterscheiden sich in der Regel von den herkömmlichen dadurch, dass sie großformatiger sind.

Die bekannten Vor- und Nachteile von Lithium-Ionen-Akkus habe ich nachfolgend dargestellt:

  • hohe Leistungs- und Energiedichte
  • kein Memoryeffekt - Akku kann aus jedem Ladezustand nachgeladen werden
  • weisen eine geringe Selbstentladung auf
  • besitzen einen hohen Wirkungsgrad
  • Zahl der Ladezyklen, daamit die Lebensdauer des Akkus ist begrenzt
  • Batterie muss klimatisiert werden, um bei idealen Arbeitstemperaturen optimal zu funktionieren
  • vertragen nur einen begrenzten Ladestrom, führt zu langer Ladedauer
  • dürfen nicht überladen werden, elektronische Überwachung ist notwendig
  • Tiefenentladung muss vermieden werden, da ansonsten Akku zerstört wird
  • Energiedichte geringer als bei Benzin oder Diesel

Vergleich der Energiedichte von Lithium-Ionen-Akkus zu Benzin oder Diesel

Im direkten Vergleich mit anderen Akkutechnologien ist die Energiedichte der Lithium-Ionen-Akkus deutlich größer. Dennoch schneiden diese im Vergleich mit Benzin oder Diesel nicht gut ab. Die Energiedichte ist hier deutlich geringer. Dies sieht man beispielsweise daran, dass in einem Kilogramm Benzin etwa 12 kWh chemisch gespeichert sind, in einer Lithium-Ionen-Zelle des gleichen Gewichts gerade einmal 0,13 kWh.

Auch im Vergleich zu Diesel ist zu sehen, dass der Faktor der Energiedichte annähernd 100 beträgt. Dies hat unmittelbaren Einfluss auf die Reichweite der Fahrzeuge, wobei das Zahlenverhältnis nicht eins zu eins auf die Reichweite zu übertragen ist. Dies liegt daran, dass der Verbrauch von E-Autos geringer als bei Verbrennern ist. Weiterhin spielt die Energierückgewinnung über Rekuperation eine wichtige Rolle.

Lebensdauer von Lithium-Ionen-Akkus

Die Lebensdauer von Lithium-Ionen-Akkus ist unterschiedlich, eine generelle Aussage kann hierbei nicht getroffen werden, da verschiedene Parameter Einfluss darauf haben. So spielt beispielsweise die rein zeitliche Alterung eine Rolle. Denn selbst bei Nichtbenutzung des Akkus verliert dieser Kapazität. Weiterhin trägt jeder Ladezyklus des Akkus dazu bei, dass sich die Kapazität verringert.

Nicht angemessene Umgebungstemperaturen beim Laden und während des Betriebs können die Alterung beschleunigen. Dies gilt für heiße Sommertage ebenso wie für eiskalte Nächte im Winter. Alles außerhalb des optimalen Temperaturbereichs 18°C bis 25°C kann dem Akku schaden.

Ein Akku erleidet jedoch keinen totalen Zusammenbruch, vielmehr gibt es Grenzwerte, ab dem der Akku als nicht mehr Leistungsfähig gilt. Diesen Grenzwert legen die Automobilhersteller noch selbst fest. Aktuell bewegt sich dieser bei der maximalen Kapazität von 70 bis 80% des Nennwerts.


Nachhaltigkeit der Elektromobilität / Grüner Gedanke

Neben der Bereitstellung einer Alternativen zum klassischen Verbrennermotor, in einem preislich interessanten Rahmen, spielt auch die Nachhaltigkeit beim Thema Elektromobilität eine große Rolle sowie der damit verbundene grüne Gedanke. Hierbei ist es allerdings wichtig darauf zu achten, dass eine Vielzahl von Faktoren ihre Auswirkung darauf haben.

Öko-Bilanz von Hybrid- und Elektroautos

Das Umweltbundesamt in Österreich durchleuchtete im Juni 2016 alternative Antriebe eingehend und unterzog sämtliche Antriebstypen einem detaillierten Vergleich. Die Experten zogen dabei die gesamte Lebensdauer eines Fahrzeugs inklusive der Produktion in diese Bilanzierung mit ein und kamen zu dem Ergebnis das Elektroautos am umweltfreundlichsten für die Öko-Bilanz seien. Den kompletten Beitrag dazu findest du hier: Was ist besser: Hybrid- oder Elektroauto?

Elektroautos nehmen allerdings lediglich den ersten Platz ein, wenn der Strombezug aus Quellen erneuerbarer Energie stammt. Aber nicht nur hinsichtlich Luftschadstoff-Emissionen sind die Werte bei E-Autos am geringsten. Auch hinsichtlich der Lärmentwicklung haben diese die Nase vorn: ab etwa 35 km/h ist das Geräusch der Reifen die einzige „Emission“, welche sich in Geräuschen niederschlägt.

Elektroautos und Lärm im Alltagsverkehr

Unbestreitbar ist die Tatsache, dass der Straßenverkehr eine der dominierenden Lärmquellen in unserem Alltag ist. Insbesondere im innerstädtischen Verkehr spielt das Motorengeräusch von Verbrennern eine prägende Rolle. Hier bieten Elektroautos eine deutliche Verbesserung, da deren Antrieb hörbar leiser ist. So leise, dass mittlerweile Warnsignale künstlich vom Fahrzeug erzeugt werden, um andere Verkehrsteilnehmer auf sich aufmerksam zu machen. Sicherlich für die Anfangsphase der Elektrifizierung sinnvoll. Aber zig Elektrofahrzeuge, die wild durcheinander Piepsen hören sich sicherlich auch nicht besser an als herkömmliche Verbrenner. Hier muss sicherlich noch an einer besseren Lösung gearbeitet werden.

Im Verkehr außerhalb der Stadt, wo auch höhere Geschwindigkeit gefahren werden, wird der Unterschied der Lärmerzeugung zwischen Verbrenner und Elektrofahrzeugen geringer. Dies liegt an der Tatsache, dass beide Fahrzeugtypen Reifen-Fahrbahngeräusche erzeugen. Egal ob man nun rein elektrisch oder mit dem Verbrenner unterwegs ist.

Potenzial vorhanden, um Schadstoffbelastung zu verringern


Elektroautos sind nicht komplett emissionsfrei. Dessen muss man sich bewusst sein. Von einem emissionsfreien Elektroauto kann nur die Rede sein, wenn der verwendete Strom für die Produktion zu 100% regenerativ ist. Dies ist in der Regel nicht der Fall. Daher kann man "nur" von einem emissionsfreien Elektroauto vor Ort sprechen. Wobei sich allein diese Tatsache schon positiv auf die Schadstoffbelastung auswirken kann.

Der Feinstaub bei Autos geht zum Großteil auf den Verbrennungsmotor zurück, aber auch Abrieb von Kupplung und Bremsbelägen tragen ihren Teil dazu bei. Dank Elektromotor sowie Rekuperation stehen elektrifizierte Fahrzeuge besser da. Der Feinstaub, der auf Reifenabrieb sowie Aufwirbelungen von Straßenstaub zurückgeht, betrifft Elektroauto und Verbrenner gleichermaßen.


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Stand vom 01.11.2017