e.GO Mobile steigt überraschend aus NRW-Batteriezell-Konsortium aus

e.GO Mobile Team beim ersten Design-Entwurf

Copyright Abbildung(en): e.GO Mobile AG

Vier Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen wollten eigentlich gemeinsam die erste deutsche Zellfabrik im Rheinland ansiedeln: Das Elektroauto-Start-up e.GO Mobile, die Deutsche-Post-Tochter Streetscooter, der Batteriehersteller BMZ-Group und das Start-up TerraE. Nun hat Streetscooter-Gründer und Chef von Ego Mobile Günther Schuh kurz vor Abgabefrist der Förderanträge das Projekt überraschend verlassen, wie das Handelsblatt berichtet. „Wir hatten gehofft, dass den Vorankündigungen verschiedener Partner auch Taten folgen. Aber leider ist es bislang bei unverbindlichen Zusagen geblieben“, sagte Schuh dem Wirtschaftsmagazin.

Die Zusagen Seitens der Privatwirtschaft, etwa von Ford, Volkswagen und Bosch, hätten nicht dem entsprochen, was man sich erhofft habe, begründet Schuh seine Entscheidung. „Ego ist ein kleines Unternehmen, das die Risiken der anderen Partner nicht übernehmen könnte“, sagte er dem Handelsblatt. Die Gründe für die Absagen seien unterschiedlich gewesen, zudem hätten sich einige der Gesprächspartner erst dann verpflichten wollen, wenn es Fördergelder gebe.

Dem Vorhaben, eine Zellfertigung in NRW aufzubauen, stehe Schuh dennoch positiv gegenüber, so das Wirtschaftsmagazin. Die BMZ-Group teilte dem Handelsblatt mit, dass man trotz der Absage von e.GO Mobile zusammen mit Streetscooter und TerraE an dem Plan festhalte und einen Förderantrag einreichen werde. Und auch Schuh scheint sich ein Hintertürchen offenhalten zu wollen: „Ich würde das Vorhaben nach wie vor unterstützen, wenn sich noch starke Partner finden“, sagte er dem Handelsblatt.

Bislang haben sich nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums sechs Konsortien um die Fördergelder beworben. Bis zu eine Milliarde Euro stellt der Staat für eine Zellfertigung in Deutschland zur Verfügung. Die Abgabefrist für die Förderanträge endet am Freitag, neben NRW wollen unter anderem auch Baden-Württemberg, Bayern und Brandenburg eine Batteriezellenfertigung ins Land holen.

Quelle: Handelsblatt – Streetscooter-Erfinder Günther Schuh steigt aus Batterieprojekt aus

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Warum tritt Schuh aus dem Konsorzium aus ? Hat etwa VW dagegen gefunkt. Batterien hier in Europa zu bauen mit
Staatshilfe ist zwingend. Sonst werden wir von China überrennt. Die Letzteren versuchen z. Zt. sich mit ihrer Brieftasche alles unter den Nagel zu reissen.

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