Volkswagen baut E-Fahrzeuge ab heute wieder in drei Schichten

Volkswagen baut E-Fahrzeuge ab heute wieder in drei Schichten
Copyright:

Volkswagen

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

In den vergangenen Woche wurde die Produktion von Elektroautos, als auch Verbrenner, weltweit bei verschiedensten Automobilhersteller zurückgefahren. Der Autohersteller Volkswagen spürte schon nach wenigen Tagen die Auswirkungen des von Russland begonnenen Krieges in der Ukraine. Im reinen Elektroauto-Werk in Zwickau, wo fast 10.000 Menschen beschäftigt sind, musste Arbeit ruhen. Nun startet man wieder voll durch.

Volkswagen nimmt am heutigen Montag wieder den 3-Schicht-Betrieb für die Fertigung seiner sechs E-Modelle in Zwickau auf. Mit Beginn des Ukraine-Kriegs war die Produktion im März infolge gestörter Lieferketten für rund drei Wochen unterbrochen worden. Am 29. März startete die Produktion in der Früh- und Spätschicht und rund 900 Fahrzeugen täglich. Hierzu äußerte sich Dr. Stefan Loth, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Volkswagen Sachsen, wie folgt: „Die Teileversorgung ist mittlerweile wieder so stabil, dass wir in Zwickau mit der dritten Schicht nun zusätzliche Kapazitäten haben, um den hohen Auftragsbestand abzuarbeiten.“

Auch in der Gläsernen Manufaktur Dresden wurde eine Fertigungspause eingelegt, welche in der aktuellen Meldung von VW allerdings nicht thematisiert wurde. Das Werk Zwickau ist von immenser Bedeutung für VWs Elektrostrategie. Ist es doch Volkswagens größter Standort für Elektrofahrzeuge in Europa. In Zwickau laufen die Modelle ID.3, ID.4, ID.5, Audi Q4 e-tron, Audi Q4 Sportback e-tron und Cupra Born vom Band. Die tägliche Produktion bei drei Schichten liegt bei rund 1.300 Fahrzeugen.

Darüber hinaus treibt der Hersteller die Ausrichtung seiner Werke in Richtung Elektromobilität voran. Mit dem Produktionsstart des vollelektrischen ID.4 in Emden erweitert Volkswagen sein globales Produktionsnetzwerk für E-Autos. Nach Zwickau und den chinesischen Werken in Anting und Foshan folgt Emden nun als zweiter deutscher E-Standort. Noch dieses Jahr sollen auch Chattanooga (ID.4) und Hannover an den Start gehen. Diese Fortschritte führen dazu, dass VW die Quotierung bei der Vergabe von E-Autos an Händler anpassen konnte.

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.