Volkswagen startet in Emden zweite deutsche E-Auto-Fertigung

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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
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Volkswagen treibt die Ausrichtung seiner Werke in Richtung Elektromobilität voran. Mit dem Produktionsstart des vollelektrischen ID.4 in Emden erweitert Volkswagen sein globales Produktionsnetzwerk für E-Autos. Nach Zwickau und den chinesischen Werken in Anting und Foshan folgt Emden nun als zweiter deutscher E-Standort. Noch dieses Jahr sollen auch Chattanooga (ID.4) und Hannover an den Start gehen.

Damit will Volkswagen bereits 2022 die Voraussetzungen dafür schaffen, perspektivisch an ihren Standorten in Europa, USA und China 1,2 Millionen vollelektrische Fahrzeuge auf MEB-Basis zu bauen. In Emden hat Volkswagen rund eine Milliarde Euro in den Umbau des Werks mit seinen 8000 Beschäftigen investiert. Emden ist damit der erste High-Tech-Standort für Elektromobilität in Niedersachsen. Bis 2026 investiert der Volkswagen Konzern insgesamt 21 Milliarden Euro im Bundesland und will Niedersachsen zu Deutschlands Zentrum für Elektromobilität machen.

Der zügige Ausbau der Fertigungskapazitäten für unser Erfolgsmodell ID.4 ist ein wichtiger Baustein unsere Strategie. Wir beschleunigen damit die Transformation in Richtung CO2-freier Mobilität und schaffen weitere Kapazitäten, um die hohe Nachfrage nach Elektroautos zu bedienen“, sagt Volkswagen CEO Ralf Brandstätter. „Mit unserem klaren Bekenntnis zum Standort wollen wir zeigen, dass Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit in der Region nicht nur möglich sind, sondern wir diese auch nachhaltig steigern können.“

Niedersachsen soll mit 21 Milliarden Euro ein Zentrum der Elektromobilität werden

Volkswagen macht Niedersachsen mit unseren 130.000 Beschäftigten in der Region zu Deutschlands Zentrum für Elektromobilität“, so VW-Chef Brandstätter weiter. Neben dem ID.4 werde Emden mit dem AERO B, einem vollelektrischen Modell im Passat-Format, im kommenden Jahr ein weiteres E-Modell fertigen. Zudem läuft bei Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover in diesem Jahr die Produktion des ID. Buzz an, ab 2023 kommen ID.3 auch aus Wolfsburg und ab 2026 soll am Standort dann mit Trinity ein weiteres Elektro-Fahrzeug vom Band.

Darüber hinaus investiert der Konzern in Braunschweig, Salzgitter und Kassel unter anderem in den weiteren Ausbau der bestehenden MEB-Fertigung von Batteriesystem, Rotor/Stator und E-Motor. Der Standort Salzgitter soll weiter zum europäischen Batterie-Hub ausgebaut werden. Mit insgesamt 21 Milliarden Euro bis 2026 werden die Investitionen in Niedersachsen – auch im internationalen Vergleich – dabei auf ein bisher unerreichtes Niveau gehoben.

Der konsequente Ausbau des Produktionsnetzwerkes ist entscheidend für den Erfolg unserer globalen E-Offensive. Mit den Erkenntnissen und Erfahrungen, die wir in Emden gesammelt haben, können wir die Transformation auch in weiteren Werken schnell und effizient vorantreiben“, sagt Christian Vollmer, Produktions- und Logistikvorstand der Marke Volkswagen. Die Grundlage dafür seien innovative Produktionskonzepte und hochqualifizierte Teams.

Der ID.4 ist unser erfolgreicher Start in die elektrische Mobilität. Folgen wird im nächsten und übernächsten Jahr der AERO B als Limousine und Variant. Emden spielt nun ganz vorne mit bei der Elektromobilität“, sagt Manfred Wulff, Betriebsratsvorsitzender Werk Emden. So sichere VW nachhaltig Arbeitsplätze in der Region mit drei vollelektrischen Autos aus ostfriesischer Produktion.

Trotz der globalen Herausforderungen während der zweijährigen Umbauphase startet der Anlauf des Fahrzeugs im Zeitplan. Die maximale Produktions-Kapazität in Emden soll Ende 2022 – abhängig von der Versorgungslage – bei bis zu 800 ID.4 pro Werktag liegen.

Im Zuge des Werkumbaus sind sechs neue Fertigungshallen und Logistikgebäude sowie fünf neue Förderbrücken mit insgesamt rund 125.000 Quadratmetern entstanden. Grundstein für die gelungene Transformation ist das Qualifizierungskonzept am Standort Emden, das aus fertigungsnahen und virtuellen Trainings am Produkt sowie dem Austausch mit dem Volkswagen Standort Zwickau besteht. Seit dem Frühjahr 2020 waren mehr als 400 Mitarbeitende aus Emden in Zwickau im Einsatz, um sich auf die Fertigung von E-Fahrzeugen vorzubereiten.

ID.4 Produktion bereits vier Standorten

Der ID.4 wird damit nun an den Standorten Emden, Zwickau sowie in den chinesischen Werken Anting und Foshan produziert. Und der Ausbau geht noch weiter: Ab Herbst startet in Chattanooga die Fertigung für den US-Markt. Das weltweite Produktionsnetzwerk wird dann auf fünf Standorte wachsen. Der ID.4 hat sich nach seinem Marktstart im Frühjahr 2021 schnell zum Erfolgsmodell entwickelt: Allein im ersten Quartal 2022 lieferte Volkswagen mehr als 30.000 Fahrzeuge dieses Modells aus – jedes zweite vollelektrische Fahrzeug von Volkswagen ist somit ein ID.4.

Insgesamt wurden seit Marktstart im Jahr 2021 weltweit 163.000 Fahrzeuge ausgeliefert; wobei der ID.4 das meist verkaufte E-Fahrzeug sowohl der Marke Volkswagen als auch des Volkswagen Konzerns ist. In vielen Märkten sprang der Elektro-SUV bereits im ersten Jahr aus dem Stand an die Spitze der Verkaufscharts und war etwa in Dänemark, Finnland, Irland oder Schweden das meist verkaufte vollelektrische Fahrzeug. Weltweit liegen aktuell rund 73.000 Bestellungen für das Erfolgsmodell vor.

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung vom 20.05.2022

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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