Taycan-Nachfrage führt zu drastischen Maßnahmen – Audi gibt Mitarbeiter an Porsche ab

Taycan-Nachfrage führt zu drastischen Maßnahmen – Audi gibt Mitarbeiter an Porsche ab
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Porsche AG

Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Porsche-Chef Blume gab noch Ende Mai 2020 zu verstehen: „Umweltschutz kann wirtschaftlich sein“. Der Beweis folgte Mitte August, als Porsche Spitzenreiter und zugleich einziger deutscher Hersteller mit positiver Halbjahresbilanz wurde. Demnach erzielte Porsche ein Plus von 9.853 Euro pro verkauftem Auto. Elektroauto-Primus Tesla auf Platz 2 kommt auf 2890 Euro Gewinn pro Modell. Wobei natürlich nicht kommuniziert wurde, wie der Gewinn beim Taycan ausfällt. Zumindest scheint es in puncto Nachfrage gut zu stehen.

Zu gut, könnte man meinen. Denn weil Porsche wegen der hohen Nachfrage nach dem Taycan mit der Produktion kaum hinterher kommt, holt man sich bei Konzernschwester Audi Verstärkung. 400 Mitarbeiter aus Neckarsulm werden kurzfristig für zwei Jahre bei Porsche am Band stehen, um bei der Fertigung des Taycan auszuhelfen. So die Aussage eines Audi-Sprechers gegenüber der Automobilwoche. Erste Mitarbeiter sind in Zuffenhausen bereits seit Juni im Einsatz, weitere folgen in den kommenden Monaten – über alle Fertigungsbereiche hinweg.

Von der Präsentation der Konzeptstudie Mission E auf der IAA 2015 bis zum Produktionsstart der ersten Kundenfahrzeuge des Taycan waren weniger als 48 Monate vergangen. Zwischenzeitlich ging dort alles ganz schnell. Von 30.000 Vorbestellungen „überrumpelt“ musste Porsche seine Produktionskapazitäten von ursprünglich 20.000 auf 40.000 Einheiten im Jahr steigern. Was zumindest zwischenzeitlich zu Verzögerungen im Fertigungsablauf führte. Mittlerweile sei diese aber am laufen. Zeigt sich daran, dass derzeit mehr als 150 Taycan pro Tag gefertigt werden, wohlgemerkt in der Hochlaufphase, wie ein Porsche-Sprecher zu verstehen gibt.

Erst vor kurzem wurde mitgeteilt, dass der Porsche Mission E Cross Turismo erst 2021 auf die Straße kommen wird. Ausschlaggebend sei die Corona-Pandemie. Denn durch die Einschränkungen im Produktionsalltag und der dennoch hohen Nachfrage nach dem Porsche Taycan war es nicht möglich den Cross Turismo Serienreif fertigzustellen. Eigentlich war geplant diesen noch 2020 auf der Straße zu sehen.

Nach Ablauf der zwei Jahre sollen die Audi-Mitarbeiter wieder nach Neckarsulm zurückkehren. Dann mit dem notwendigen Fachwissen und der Erfahrung aus dem Bau von Elektroautos, welche sicherlich bei der Produktion des Audi e-tron GT von Vorteil sein können.

Quelle: Electrive.net – Porsche leiht 400 Audi-Mitarbeiter für Taycan-Produktion aus

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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