Asahi Kasei und Honda planen Zusammenarbeit in Kanada

Asahi Kasei und Honda planen Zusammenarbeit in Kanada
Copyright:

Honda

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Der japanische Zulieferer Asahi Kasei hat angekündigt, in Ontario, Kanada, ein Werk zur Herstellung von Hipore-Separatoren für Lithium-Ionen-Batterien zu bauen. Die neue Anlage wird die Produktion und Beschichtung dieser Separatoren für Elektroautos abdecken. Asahi Kasei arbeitet hierbei mit Honda zusammen, um eine stabile Lieferkette für den nordamerikanischen Markt zu schaffen. Beide Unternehmen prüfen derzeit gemeinsame Investitionen, die ein langfristiges Wachstum im Bereich der Elektromobilität unterstützen sollen.

Bereits im Februar 2024 hatte Asahi Kasei angekündigt, sein Batterieseparatorengeschäft auf Asahi Kasei Battery Separator zu übertragen. Dieses neue Unternehmen soll im Oktober 2024 gegründet werden und werde von der Japanischen Entwicklungsbank (DBJ) durch die Ausgabe von Vorzugsaktien finanziell unterstützt. Zusätzlich wird erwartet, dass die kanadische Bundesregierung und die Provinzregierung von Ontario finanzielle Unterstützung für das Projekt bieten.

Asahi Kasei setzt bei seinem Energiespeichergeschäft auf den Hipore-Separator, der in Lithium-Ionen-Batterien verwendet wird. Dieses Produkt ist seit mehr als 40 Jahren auf dem Markt und hat in der Automobil- und Elektronikindustrie breite Anwendung gefunden. Die Zusammenarbeit mit Honda basiert auf einem gemeinsamen Verständnis der Notwendigkeit, eine stabile Lieferkette für den nordamerikanischen Markt zu schaffen, wo ein starkes Wachstum von Elektroautos erwartet wird.

Honda strebt an, bis 2040 100 Prozent des weltweiten Umsatzes mit Elektroautos und Brennstoffzellenfahrzeugen zu erzielen. Der Separator spielt dabei eine entscheidende Rolle, da er die Leistung und Haltbarkeit der Batterien beeinflusst. Manabu Ozawa von Honda betont, dass die Partnerschaft mit Asahi Kasei dazu beiträgt, leistungsfähigere Elektroautos zu entwickeln, um der steigenden Nachfrage auf dem nordamerikanischen Markt gerecht zu werden.

Hiroyoshi Matsuyama von Asahi Kasei ergänzt, dass das Hipore-Geschäft mittelfristig eine wichtige Rolle für das Wachstum von Asahi Kasei spielen wird. Die Partnerschaft mit Honda ermöglicht es dem Unternehmen, sich auf dem nordamerikanischen Markt zu etablieren, der eine große Wachstumschance darstellt. Die Finanzierung des neuen Werks erfolgt durch verschiedene Quellen. Die Japanische Entwicklungsbank (DBJ) stellt 28 Milliarden Yen (ca. 167 Mio. Euro) zur Verfügung, um das Projekt zu unterstützen und die Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der Lithium-Ionen-Batterieseparatoren zu verbessern.

Die kanadische Regierung und die Provinzregierung von Ontario bieten ebenfalls finanzielle Unterstützung an, um die Produktionskapazitäten in Kanada zu stärken. Diese Fördermittel sollen das Risiko für Investitionen reduzieren und das Wachstum im Bereich der Elektrofahrzeuge vorantreiben.

Quelle: Asahi Kasei – Pressemitteilung per Mail

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

35-Stunden-Woche, Urlaub, Zulagen: Was VW jetzt neu verhandeln will

35-Stunden-Woche, Urlaub, Zulagen: Was VW jetzt neu verhandeln will

Daniel Krenzer  —  

Volkswagen hat mehrere Tarifverträge zum Jahresende gekündigt. Es geht um Arbeitszeit, Zulagen, Urlaub und weitere zentrale Arbeitsbedingungen.

Jetzt droht die Eskalation: VW will Tarifverträge kündigen

Jetzt droht die Eskalation: VW will Tarifverträge kündigen

Daniel Krenzer  —  

Volkswagen will mehrere Haustarifverträge kündigen. Die IG Metall spricht von einem „üblen Foul“ und kündigt Widerstand an.

„Überall brennt gerade die Hütte“: Autoindustrie steuert auf harte Tarifrunde zu

„Überall brennt gerade die Hütte“: Autoindustrie steuert auf harte Tarifrunde zu

Tobias Stahl  —  

Kurz vor Beginn der Tarifrunde hat IG Metall 175.000 Beschäftigte mobilisiert. IG-Metall-Chefin Benner wirft den Auto-Vorständen strategisches Versagen vor.

Autoländer warnen vor „irreversiblen Schäden“ für die Automobilindustrie

Autoländer warnen vor „irreversiblen Schäden“ für die Automobilindustrie

Daniel Krenzer  —  

Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen fordern mehr Schutz für die Automobilindustrie, günstigeren Ladestrom und flexiblere CO₂-Vorgaben.

T&E: Chinesische und US-Hersteller könnten ein Viertel des europäischen E-Lkw-Markts erobern

T&E: Chinesische und US-Hersteller könnten ein Viertel des europäischen E-Lkw-Markts erobern

Tobias Stahl  —  

Europäische Hersteller könnten bis 2030 rund ein Viertel des hiesigen Markts für schwere E-Lkw an Hersteller aus China und den USA verlieren, warnt T&E.

350.000 Zuliefererjobs in Europa bis 2030 gefährdet

350.000 Zuliefererjobs in Europa bis 2030 gefährdet

Sebastian Henßler  —  

Der VDA erwartet bis 2035 den Verlust von 125.000 weiteren Autojobs in Deutschland und verweist auf hohe Energiekosten sowie fehlende Reformen.

USA: Öffnet Trump die Tür für chinesische Hersteller?

USA: Öffnet Trump die Tür für chinesische Hersteller?

Tobias Stahl  —  

Kurz vor einem geplanten Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping sorgt US-Präsident Trump mit überraschender Offenheit für Kritik aus Reihen der US-Hersteller.