Volkswagen Softwarechaos: Audi Landjet folgt erst auf VW Trinity

Volkswagen Softwarechaos: Audi Landjet folgt erst auf VW Trinity

Copyright Abbildung(en): Volkswagen

Es gebe Verzögerungen beim Ausbau der konzernweiten IT-Tochter Cariad, die noch einige Jahre andauern könnten, so VW-Chef Herbert Diess gegenüber dem Manager-Magazin. Wie weitreichend diese Verzögerungen sind, waren bei dieser Äußerung der breiten Masse noch nicht bekannt. Nun steht fest, dass das „Softwarechaos“ die Modellplanung innerhalb des Konzerns durcheinander bringt.

Kurz zusammengefasst verschiebt dies unter anderem Audis Leuchtturmmodell Artemis nach hinten. So soll der Stromer erst 2027 anlaufen, drei Jahre später als ursprünglich geplant. Bei Bentley wackelt der Zeitplan für den Umbau zur reinen E-Marke bis 2030. Artemis sollte 2025 den Erstaufschlag liefern. Ebenfalls davon betroffen seien der E-Macan von Porsche, als auch der Audi Q6 e-tron. Beide sollen eigentlich 2023 anlaufen. Könnten sich aber nun auch verzögern. Denn VW gibt Trinity, dem Leitstern der vollelektrischen Fahrzeugflotte von Volkswagen und der Kristallisationspunkt der Markenstrategie ACCELERATE, den Vorrang.

Zum größten Teil sei die Software an dieser Verschiebung der Zeitpläne schuld. Was dazu führt, dass VW seine Pläne in diesem Bereich neu ordnet. Die Entwicklung der Zwischenlösung 1.2 für Porsche und Audi und der Einheitssoftware 2.0 für alle Marken wird wieder getrennt. Audi behält die Führung bei 1.2, VW übernimmt sie bei 2.0. Ersteinsatz: 2026 beim Prestigemodell Trinity.

Wie Medien aus Konzernkreisen erfahren haben, plant Audi 2025 zumindest eine abgespeckte Version mit höherer Karosserieform, aber ohne die angekündigten „Killerapplikationen“ beim autonomen Fahren an den Start zu bringen. Um zumindest den Zeitplan einigermaßen zu halten. Projektname: Landyacht. Statt der Software 2.0 soll eine Weiterentwicklung der Zwischenvariante 1.2 aufgespielt werden. Doch auch diese liegt weit hinterm Zeitplan zurück. Eigentlich sollte 1.2 schon 2021 vollendet sein.

Für den Q6 e-tron und den Porsche Macan müsse ebenfalls Strom gegeben werden. Denn zumindest die Hardware beim Zuffenhausener Stromer laufe rund. Doch die Software fehle noch. Ob sie bis Jahresende fertig wird, da sei man nicht so ganz zuversichtlich, wie es aus Konzernkreisen heiße.

Quelle: Automobilwoche – Cariad-Chaos blockiert Volkswagen

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Solch ein Softwareprojekt ist eine harte Nuss. Welches Projekt dieser Größenordnung hat es jemals termingerecht, bugarm und mit allen Features geschafft?
Tesla hat trotz Frühstartk seine Software nicht ansatzweise im Griff und selbst das Massenprodukt Android schlepp mit jeder Release neue Fehler rein.

die jetzige Software-Release von VW für MEB wird offenkundig eine ganz runde Sache und vor diesem Hintergrund kann man sich mit den Folgeversionen ruhig etwas Zeit lassen. Dann müssen die Nobelkunden von Audi und Porsche eben noch etwas warten.

DANN hat VW einen Riesen-Vorteil gegenüber den Blechbiegern, die sich alles zusammenkaufen und deren Schicksal die verlängerte Werkbank von Google und Apple ist.

Zwei Fragen an Egon:

1.) Wo genau hat Tesla seine Software nicht genau im Griff?
Und jetzt bitte nicht die Nummer mit den Verkehrsschildern (oder glaubst Du wirklich Tesla bekommt das nicht besser hin, wenn es das wirklich wollte – ist halt offensichtlich keine Priorität – wird es aber in Kürze sein)

2.) wo bleiben denn die von VW versprochenen Software Updates im 3 Monats Takt seit 12 Monaten?

@ egon_meier:

„[Das] jetzige Software-Release von VW für MEB wird offenkundig eine ganz runde Sache und vor diesem Hintergrund kann man sich mit den Folgeversionen ruhig etwas Zeit lassen.“

<lach>, über die benötigten Zeiträume ist Herbert Dies da offenkundig anderer Meinung:
–> kleinezeitung.at/auto/autoaufmacher/6157213/VWChef-Herbert-Diess-im-Interview_Wer-einmal-elektrisch-gefahren

„Wir glauben, dass wir [Software] selber können müssen, auch wenn wir nicht aus dem Softwarebereich kommen. […] Das wird sicher ein Jahrzehnt dauern, bis wir da ganz vorne mitspielen.

Du glaubst, dass Fertigung auf MEB-Plattform dann noch eine wesentliche Rolle spielen wird? :)

Last edited 1 Monat zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Wenn die Probleme mit der Software so groß sind, dann muss man die „…„Killerapplikationen“ beim autonomen Fahren...“ wohl wörtlich nehmen…

Ich fahre selber Tesla und kenne die Software von VW nur von Berichten im Internet. VW ist der einzige Deutsche Konzern der bisher vollumfänglich begriffen hat was gerade in der Automobilen Szene vor sich geht.

Sie versuchen mit allen Mitteln den Wandel aufzuholen den Andere bereits angetrieben haben. Ich finde das bewundernswert auch wenn ich mir momentan wohl keinen VW zulegen werde. Mal sehen was die Zukunft bringen wird. Ich wünsche VW auf jeden Fall das Sie die Probleme gelöst bekommen.

Eine Autowelt ohne Deutsche Qualitätsfahrzeuge und Ingenieurskunst möchte ich mir lieber nicht vorstellen.

@ egon_meier:

„Lies einfach mal Teslamag und die Klagen der Tesla-community, dass …“

Mit einer solchen Billigantwort habe ich gerechnet – nichts als unbelegte Behauptungen!

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