Duell der kompakten E-SUV: Hyundai Kona gegen Volvo EX40

Duell der kompakten E-SUV: Hyundai Kona gegen Volvo EX40
Copyright:

Volvo

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 3 min

Das kompakte Elektro-SUV von Volvo hat nun einen neuen, an die weitere Modellbenennung angepassten Namen: Der Volvo EX40 (zuvor XC40) hat sich im Test der Auto Zeitung in Ausgabe 10/2024 mit dem überarbeiteten Hyundai Kona messen lassen müssen. Beide Modelle zeigten ihre eigenen Stärken und Schwächen, doch ein Problem teilten sie beide: Sie hatten Schwierigkeiten mit der kalten Witterung im Testzeitraum.

Konkret miteinander verglichen wurden der Hyundai Kona mit dem größeren 65,4 kWh nutzbare Energie fassenden Akku sowie der Volvo EX40 Single Motor Extended Range. Dieser hat mit 79 kWh die deutlich größere Batterie an Bord, ist fast zehn Zentimeter länger, 300 Kilo schwerer und mit etwas mehr als 55.000 Euro auch gut 10.000 Euro teurer als der Koreaner. Somit ist es nicht komplett ein Vergleich auf Augenhöhe.

Umso beachtlicher ist jedoch, dass der Volvo im Test mit 23,9 kWh auf den niedrigeren Verbrauchswert kam, der Hyundai Kona zog laut Testbericht 25,3 kWh aus dem Akku. Unserer Erfahrung nach ist das für den Kona jedoch ein vergleichsweise hoher Wert. Hier spielt neben der offenbar agilen Fahrweise sicher auch die bereits erwähnte kalte Witterung mit hinein.

Der Volvo lädt theoretisch doppelt so schnell

In den Kategorien der Eigenschaftswertung – das sind Karosserie, Fahrkomfort, Motor/Getriebe und Fahrdynamik liegt der EX40 aus Sicht der Tester überall vorne – wenn auch mitunter knapp. Beim Raumangebot schneidet der kleinere Hyundai aber interessanterweise besser ab. Und auch beim Handling und der Fahrsicherheit sehen die Tester den Koreaner vorne. Der Schweden-Chinese hingegen distanziert den Hyundai demnach unter anderem bei der Verarbeitungsqualität und dem Bremsweg. Und natürlich angesichts des großen Akkus und geringeren Verbrauchs bei der Reichweite.

Bei leichten Minusgraden hätten beide Fahrzeuge an der Ladesäule die maximalen Ladeleistungen klar verfehlt. Der Hyundai schafft auf dem Papier bis zu 102 kW, der Volvo ist da mit bis zu 200 kW deutlich besser aufgestellt. Wie hoch die Ladeleistung im Test war, schreiben die Autoren nicht. Allerdings sei bei beiden Fahrzeugen zumindest die Ladekurve einigermaßen gleichmäßig verlaufen.

Hyundai-Kona-Elektroauto-Vorne
Hyundai

Deutlich vorne liegt der Hyundai hingegen in der Abschlusskategorie Umwelt/Kosten – nicht zuletzt aufgrund des deutlich geringeren Anschaffungspreises. Das reicht aber nicht mehr, um den Sieg des Volvo EX40 zu gefährden. Dieser setzt sich am Ende mit 3040 zu 3008 von 5000 möglichen Punkten knapp gegen den Koreaner durch. Den Volvo bezeichnen die Tester als „fein gemachtes Elektro-SUV, das komfortabel, wenngleich auch wenig dynamisch fährt“. Der unterlegene Hyundai hingegen sei ebenfalls ein geeignetes Elektroauto für all diejenigen, die mit einer eingeschränkten Reichweite leben könnten.

Quelle: Auto Zeitung (10/2024, S. 58 bis 63) – „Elektro für Aufsteiger“

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Erfahrungsberichte

Citroën ë-C3 Van im Test: Kleinwagen wird zum Lastenträger

Citroën ë-C3 Van im Test: Kleinwagen wird zum Lastenträger

Sebastian Henßler  —  

Im Fahrbericht zeigt der Citroën ë-C3 Van, wie sich kompakte Elektromobilität auch für Lieferdienste und Handwerksbetriebe eignen kann, mit klaren Grenzen.

Test: Mercedes VLE ab 82.000 Euro – lohnt sich der Preis?

Test: Mercedes VLE ab 82.000 Euro – lohnt sich der Preis?

Stefan Grundhoff  —  

Mercedes löst die V-Klasse durch den VLE ab – einen Elektro-Van mit 710 km Reichweite, 300-kW-Schnellladen und Luxus auf S-Klasse-Niveau ab 82.000 Euro.

Leapmotor B10 REEV: Nicht Fisch, nicht Fleisch

Leapmotor B10 REEV: Nicht Fisch, nicht Fleisch

Stefan Grundhoff  —  

Der Range Extender ist an sich ein Relikt aus den Anfangszeiten des E-Antriebs: kleine Batterien, mäßige Akkutechnik. Wie schlägt sich der Leapmotor B10 REEV?

Alpine A390 GTS: Crossover mit Nordschleifen-Ambitionen

Alpine A390 GTS: Crossover mit Nordschleifen-Ambitionen

Wolfgang Plank  —  

Alpine A390 GTS: 345 kW, 3,9 Sekunden auf 100 km/h und ein Track-Mode, der das Heck tanzen lässt. Wir haben den bisher teuersten Alpine auf die Probe gestellt.

Warum der Nissan Micra der fast perfekte Eltern-Stromer ist

Warum der Nissan Micra der fast perfekte Eltern-Stromer ist

Sebastian Henßler  —  

Der Nissan Micra hat meine Eltern beim ersten Beschleunigen verblüfft und beim ersten Ladeversuch überfordert. Beides gehört zur Realität des Einstiegs.

Xpeng G9 im Test: Der Preis stimmt, die Ladekurve auch

Xpeng G9 im Test: Der Preis stimmt, die Ladekurve auch

Sebastian Henßler  —  

Der Xpeng G9 Long Range macht auf 1900 km klar, was ihn auszeichnet: Komfort auf Passstraßen und eine Ladekurve, die kaum ein Auto in der Klasse erreicht.

Denza Z9GT im Test: Starker Auftritt mit kleinen Schwächen

Denza Z9GT im Test: Starker Auftritt mit kleinen Schwächen

Wolfgang Gomoll  —  

BYD greift mit Denza den deutschen Premiummarkt an. Der Z9GT ist der erste Schritt – mit einem Preis, der die gesamte Konkurrenz spürbar unter Druck setzt.