Foxconn stellt drei selbst entwickelte Elektroauto-Prototypen vor

Copyright Abbildung(en): Foxconn

Die Hon Hai Technology Group, besser bekannt als Foxconn, hat heute zum ersten Mal drei autonom entwickelte Elektrofahrzeuge vorgestellt: das SUV Model C, die Limousine Model E und den Elektrobus Model T. Alle Modelle tragen den Schriftzug „Foxtron“. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt „ein globaler Automobilhersteller der nächsten Generation“ zu werden.

Das Model C ist das erste Modell, das auf der offenen Elektro-Plattform namens MIH von Hon Hai aufgebaut ist und als ein von Grund auf optimierter Elektro-SUV mit reinem Elektroantrieb positioniert ist. Die vier Hauptmerkmale des Model C sind laut Foxconn „Form, Raum, Leistung und Energieverbrauch„. Mit einer Länge von 4,64 Metern und einem Radstand von 2,86 Metern biete das Modell C komfortable Sitzplätze für 5+2 Personen und reichlich Stauraum, so dass man sich problemlos in überfüllten Stadtgebieten bewegen und dennoch den Luxus eines größeren Autos genießen können soll. Das Model C haben einen niedrigen Luftwiderstandsbeiwertvon 0,27 – das ist wichtig für die Effizienz. Das Modell soll in nur 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen und biete trotz Performance eine maximale Reichweite von 700 Kilometern. Dank der offenen Plattform profitieren die Verbraucher laut Unternehmen von einem rein elektrischen SUV „mit hoher Leistung, hoher Effizienz, niedrigem Energieverbrauch und großem Platzangebot zu einem vernünftigen Preis“. All das sei mit einem kraftstoffbetriebenen Autos vergleichbar, so Foxconn weiter.

Hon Hai Technology Group / Foxconn

Das zweite vorgestellte Modell wurden gemeinsam mit der italienischen Design-Schmiede Pininfarina entwickelt: der Model E. Eine Luxuslimousine, die die Bedürfnisse von Verbrauchern der Mittel- und Oberklasse erfüllen soll. Zugleich sei es auch die erste Wahl für Unternehmen – weil der Rücksitz unter anderem in ein mobiles Büro verwandelt werden kann. Mobilgeräte können nahtlos mit dem Fahrzeug verbunden werden, darüber hinaus sollen eine Reihe intelligenter Anwendungen wie Türöffnung per Gesichtserkennung, intelligente Fenster und Fahrzeug- und sogar spezielle „Environment Interfaces“ schon bald kein Zukunftsgeflüster mehr sein. Neben Luxus und Komfort biete das Model E eine Leistung von rund 750 PS und erreiche damit eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in atemberaubenden 2,8 Sekunden, besser als vergleichbare Modelle auf dem Markt. Das ist fast so schnell wie ein Formel-1-Rennwagen. Das Model E habe außerdem eine Reichweite von 750 Kilometern. Dieser Wert soll die Reichweitenangst der Elektroauto-Newcomer überwinden.

Hon Hai Technology Group / Foxconn

Und zu guter Letzt wurde noch das Model T vorgestellt, ein vollelektrischer Stadtbus. Seine Karosserie und seine Sicherheit erfülle laut Foxconn die Vorschriften und Standards der Federal Transit Administration (FTA). Darüber hinaus habe das Model T einen 200.000 km langen Beschleunigungstest und mehr als 1.000 Stunden Festigkeitstests im Automotive Research & Testing Center (ARTC) absolviert, um die Sicherheit von Fahrern und Fahrgästen gleichermaßen zu gewährleisten. Was den Energieverbrauch und die Ausdauer betrifft, so könne die Batterie des Model T Temperaturen von bis zu 400 Grad über eine Reichweite von mehr als 400 Kilometern standhalten. Bei voller Beladung betrage die maximal fahrbare Steigung bis zu 25 Prozent, das alles bei einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 120 Stundenkilometern.

Chi-Sen Tso, stellvertretender Vorsitzender von Foxtron, beendete die Vormittagssitzung des Tech Days mit der Aussage, dass man im vergangenen Jahr „bedeutende Erfolge bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen erzielt habe, darunter strategische Partnerschaften, Forschung und Entwicklung von Schlüsseltechnologien sowie der Ausbau eines globalen Produktionsnetzwerks“. In den kommenden fünf Jahren sollen Elektrofahrzeuge im Einklang mit der strategischen Vision des Unternehmens, dem Aufbau eines globalen Netzwerks und dem gesammelten Wissen zu einem weiteren Billionen-Dollar-Geschäft der Hon Hai Technology Group werden.

Quellen: Hon Hai Technology Group / Foxconn

Über den Autor

Felix Katz liebt alles, was vier Räder und einen oder gleich mehrere Motoren hat. Nicht nur Verbrenner, sondern vor allem Elektroautos haben es ihm angetan. Als freiberuflicher Autojournalist stromert er nicht nur fast jeden Tag umher, sondern arbeitet seit über zehn Jahren für viele renommierte (Fach-)Medien und begleitet den Mobilitätswandel seit Tag eins mit.

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Interessante Zeiten, erinnert an die Anfänge des Automobils, als u.a. Fahrradhersteller plötzlich Autos bauten. Natürlich wird, wie damals, von den vielen neuen Produzenten nur ein Bruchteil überleben; aber was bleibt, sind die (erfolgreichen) Innovationen, die die Quereinsteiger angestoßen haben. 🙂

Innovatives Denken kann es in der Autoindustrie gut brauchen. Gerade die alteingesessenen ruhen sich noch viel zu sehr auf ihren Lorbeeren aus. Wer in den letzten 20 Jahren nichts Innovatives auf die Reihe gekriegt hat, kann leider den Hebel nicht einfach umlegen. Solche Unternehmen machen Dampf und das ist gut und nötig. Die Chance, dass solche Unternehmen überleben, war nie so gut wie heute. Investoren überlegen sich gut, ob sie in Dinos oder in Start-up investieren sollten. Meine Anlagen zeigen, dass ich mit Start-Up goldrichtig lag.

„die Limousine Model E“

Das können die ja wohl vergessen, der Name ist vermutlich weltweit geschützt.

War vorhersehbar, dass innovative, flexible Firmen an den trägen Dinosauriern vorbeipreschen…können…neue Technologien eröffnen neue Möglichkeiten und man braucht jetzt keine endlos komplexen mechanischen Verbrenner und sinnlose Stufengetriebe mehr, die nur von grossen Firmen mit viel Knowhow gebaut werden können.

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