Produktion des Kia EV5 für den Export startet

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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Der koreanische Autobauer Kia hat mit dem Bau des kompakten Elektro-SUV EV5 über den chinesischen Markt hinaus begonnen. Wie CarNewsChina schreibt, werden seit einigen Tagen Export-Fahrzeuge sowohl mit Rechts- als auch mit Linkslenkern hergestellt. Offenbar sind die Fahrzeuge zunächst vor allem für den australischen und die asiatischen Märkte vorgesehen und sollen etwas günstiger sein als der EV6, den es auch in Deutschland gibt.

Der Kia EV5 ist das erste in China hergestellte globale Elektroauto von Hyundai-Tochter Kia und nutzt die 800-Volt-Plattform E-GMP. Er ähnelt optisch sehr dem neuen Flaggschiff Kia EV9, ist aber deutlich kleiner. Die Länge beträgt 4,62 Meter, er ist 1,88 Meter breit und 1,72 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,75 Meter. In China wird das SUV von einem 160-kW-Elektromotor an der Vorderachse angetrieben. Für den Export soll es laut CarNewsChina auch eine Version mit Allradantrieb geben, bei der ein 70-kW-Motor an der Hinterachse hinzukommt. Zu einem späteren Zeitpunkt soll es außerdem eine besonders sportliche GT-Version geben.

BYD produziert die Akkus

Im chinesischen Modell gibt es Akkus mit den Größen von 64 oder 88 kWh. Produziert werden diese Batterien von einer BYD-Tochter. „Die thailändischen Versionen scheinen die gleichen Batterien zu verwenden, allerdings wird die koreanische Version eine 58-kWh-Batterie für die Standardversion und eine 81-kWh-Batterie für die Langstreckenversion verwenden„, führt CarNewsChina aus. Berichten zufolge werden in einigen Märkten möglicherweise NMC-Batterien anstelle der ansonsten eingesetzten LFP-Batterie verwendet. Der Kia EV5 unterstützt beim bidirektionalem Laden sowohl V2L als auch V2G.

Produziert wird der Kia EV5 in Yancheng in der Provinz Jiangsu. „Dongfeng war zuvor mit 25 Prozent an dem Joint Venture beteiligt, verkaufte seinen Anteil jedoch 2021 an Yueda, so dass Kia nun 50 Prozent der Anteile hält und der Rest zwei verschiedenen Yueda-Unternehmen gehört“, erörtert der Artikel zudem die Besitzverhältnisse. Yueda Kia habe sich zum Ziel gesetzt, bis 2026 jährlich 200.000 Autos zu exportieren und gibt an, derzeit in mehr als 50 Länder zu exportieren, wobei diese Zahl auf 80 Länder ansteigen soll, heißt es.

Die Redaktion mutmaßt, dass Kia den ungewöhnlichen Schritt des Exports aus China – schließlich werden dort die Gewinne mit den Joint-Venture-Partnern geteilt – auch deshalb gehen könnte, weil sich dort zuletzt die vollelektrischen Kia-Fahrzeuge nicht so gut wie erhofft verkauften. Insgesamt sei der Fahrzeugabsatz von Kia in China von noch mehr als 560.000 Autos im Jahr 2016 auf nur noch etwa 80.000 im Jahr 2023 gesunken.

Quelle: CarNewsChina – „Kia begins production of EV5 for export in China“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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