Analyst: Untere Mittelklasse (VW ID.3) verliert an Marktanteil im ersten Halbjahr

Analyst: Untere Mittelklasse (VW ID.3) verliert an Marktanteil im ersten Halbjahr

Copyright Abbildung(en): Volkswagen AG

Nach dem ersten Halbjahr 2021 zeichnet sich ein unverändertes Bild der E-Autozulassungen nach Segment. Elektro-SUV und E-Crossover geben den Ton an. Bis Ende Juni war dieses Segment für mehr als jede dritte Neuzulassung (35,3%) verantwortlich. Im Juni alleine brachten es E-SUV und -Crossover gar auf 37,7% Anteil an den Gesamtzulassungen in Europas E-Automarkt. Und das obwohl der Halbjahresendspurt von Tesla durchaus zu spüren war.

Demnach scheint sich 2021 tatsächlich zum Jahr der Elektro-SUV und E-Crossover zu entwickeln. Ende Januar konnte dieses Segment einen neuen Höchststand verzeichnen. Musste dann im Februar einen ersten, kleinen Dämpfer hinnehmen, bevor im März der Aufschwung erneut begann. Ende April 2021 zeichnete sich das Segment der E-SUV und Elektro-Crossover für 42,5% aller Zulassungen verantwortlich. Im Mai ging der Anteil leicht zurück. Die erwartete Verschnaufpause im Juni blieb jedoch aus. Trotz einem Anstieg des Volumens im Segment „Near-Executive-Modelle“. Der Absatz des Model 3 ließ den Anteil in diesem Segment auf über 20% anwachsen.

Negatives Wachstum, beziehungsweise ein Rückgang der Marktanteile war hingegen in der Unteren Mittelklasse vorzufinden. Einem Segment, welches in der Vergangenheit stark durch den Absatz des ID.3 getrieben wurde. Der Sektor fiel im Juni auf 12,3%, womit er erstmals in den ersten sechs Monaten des Jahres hinter das Basic-Segment zurückfiel. Letztgenanntes Segment profitiert bei seinem Wachstum durch den verzögerten Absatz aus 2020. Dies führt dazu, dass der längst ausgelaufene VW e-Up! weiterhin das meistzugelassen E-Automodell in Deutschland blieb.

Das Segment der Kleinwagen lag mit 13,3% gar nicht so fern vom Basic-Segment, getrieben durch beliebte Modelle wie den Renault ZOE, den Peugeot e-208 sowie den Opel Corsa-e. Nachfolgend haben wir die rein elektrischen Fahrzeugen in ihren jeweiligen Segmenten betrachtet, um einen Vergleich zu ermöglichen.

Zeitraum Januar bis Juni 2021

  • Basic – 16,4 Prozent
  • Kleinwagen – 13,3 Prozent
  • Untere Mittelklasse – 16,3 Prozent
  • Near Executive – 15,2 Prozent
  • SUV/Crossover – 35,3 Prozent
  • Luxusklasse – 2,00 Prozent
  • Nutzfahrzeugklasse / Minibus – 0,40 Prozent
  • Sonstige – 1,10 Prozent

Quelle: Matthias Schmidt – The European Electric Car Flash Report – Edition 06.2021 June

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22 Comments
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ist doch kein Wunder in der unteren Mittelklasse gibt es derzeit ja nur den ID3 & Ionic classic und Facelift und sonst nichts, dazu kommt noch dass alle diese Fahrzeuge keine richtige Anhängekupplung gibt. gerade bei uns auf dem Lande ist die ein Auto ohne Anhängerkupplung ein absolutes NoGo

Die Analyse trifft wohl bislang nur auf PHEVs zu, nicht auf BEVs, welche hierzulande und in Europa von den ersten drei Vernunftsauto-Segmenten dominiert werden. Wobei Vernunft im Bezug auf SUVs ein dehnbarer Begriff ist und abhängig von dessen Energieverbrauchs-Nutzen-Level ist.
Könnte sich aber durch Einführung von Y von S3XY ändern, wie bereits in Asien und Amerika geschehen.

VW hat begrenzte Produtionskapazitäten für seine MEB-Fahrzeuge höherpreisige Fahrzeuge wie VW ID.4 und Audi Q4 e-tron haben Vorrang in der Poduktion.

Wie eine „Bombe“ (VW- fanboys) sich als Blindgänger erweist…
Btw glücklicherweise ist der „Kleine Mann“ /Normalverdiener mit zurzeit ca 60% Mark-Anteil sehr gut bedient….
Think pink !

Ich fahre einen Caddy Comfortline 1,6l Diesel Bj 2014 (20500 € EU-Fahrzeug Neupreis !) und hab mir den ID3 mal angesehen, na ja. Ich sehe das so: ich möchte ein praktisches Auto mit gutem Platzangebot. Was mir an allen E-Autos so gar nicht gefällt ist der überhöhte Preis und die hohe Ladekante, egal was für ein Hersteller. Einzig die Ladekante beim Skoda Enyaq geht gerade so.
Aber nächstes Jahr will Renault den neuen Kangoo Elektro bringen,mal sehen, wenn die ein annehmbares Leasingangebot bieten, könnte ich umsteigen. Leasing deshalb, weil die Technik in 3 Jahren wieder so veraltet sein wird, dass du die Karre nur mit großem Verlust wieder los wirst.

Würde man sich tatsächlich einmal die Mühe machen, würde man recht schnell erkennen, dass VW mehr oder weniger konstante Werte für den ID3 ausliefert, während der restliche Gesamtmarkt wächst. Warum? VW hat momentan keinen Anreiz günstigere Modell zu bevorzugen, die vom gleichen Band laufen wie die Q4 – Zwickau läuft ziehmlich sicher auf Anschlag oder was der Komponenteneinkauf und die BEV Quoten zulassen.
https://eu-evs.com/modelCharts/VOLKSWAGEN/ID.3/DE/YoY-Chart

Last edited 9 Monate zuvor by Flo

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