Europa: Mehr als 25 E-SUV-Modelle zur Auswahl; Absatz dennoch rückläufig

Europa: Mehr als 25 E-SUV-Modelle zur Auswahl; Absatz dennoch rückläufig
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Im Jahr 2021 scheint der Anteil an vollelektrischen SUV- und Crossover-Modellen in Europa weiter zu wachsen. Ende Januar konnte dieses Segment einen neuen Höchststand verzeichnen. Im Februar dann ein erster, kleiner Dämpfer beim Absatz von E-SUV und Elektro-Crossover. Im März wieder ein leichter Aufschwung. Und dennoch lässt sich festhalten E-SUV und -Crossover haben es nicht mehr ganz so leicht. Trotz großer Auswahl am Markt.

SUV beziehungsweise Crossover machten weiterhin knapp ein Drittel aller in der Region zugelassenen Elektroautos aus. Sowohl im März (29,0%) als auch im ersten Quartal 2021 (29,9%) aufsummiert. Sprich, fast jedes Dritte E-Fahrzeug, welches bis Ende März zugelassen wurde, war ein E-SUV oder Elektro-Crossover. Abermals dürften sich die (Vor-) Bestellungen des XC40 von Volvo bemerkbar machen, welcher mit dem C40 Recharge nun einen weiteren Stromer im Crossover-Segment zur Seite gestellt bekommen hat. Aber auch die anderen, über 25 E-Modelle in diesem Segment tragen dazu bei, dass Elektro-SUV und E-Crossover am Beliebtesten sind. Wenn auch leicht rückgängig.

Dies dürfte sich wohl aber künftig wieder ändern. Denn vor allem die E-Autos aus dem VW Konzern, wie der VW ID.4, ID.5 und Audi Q4 (der Q4 Sportback folgt) werden weiterhin auf das Wachstum des SUV-/ Crossover-Segments einzahlen. Spannend hierbei ist die Tatsache, dass der ID.4 in vergleichbaren Stückzahlen zum ID.3 vom Band läuft. Zudem steht auch noch die Markteinführung des Tesla Model Y aus, welches wohl für sich alleine betrachtet, einen massiven Nachfrageschub auslösen dürfte.

Aus dem Segment der Untere Mittelklasse ist jedoch weiterhin der Wunsch nach Absatzwachstum zu verspüren. Wenn auch nicht mehr ganz so stark. War dieser in den Vormonaten stark getrieben durch den VW ID.3, welcher es Ende des Jahres 2020 auf 55.003 Einheiten brachte, zeigt sich Ende des ersten Quartals ein anderes Bild. Bis Ende März brachte es der MEB-Stromer auf 11.417 Zulassungen in Europa. Wurde hierbei nur noch vom Renault ZOE (12.203 Einheiten) überholt. Zumindest, wenn man deren Segment betrachtet.

Der Near-Executive-Sektor stieg im März auf knapp unter jedes vierte Modell im März (17,2% Q1), dank dem gestiegenen Absatz des Tesla Model 3 zum Quartalsende. Dieses alleine brachte es auf 30.451 Zulassungen im ersten Quartal 2021. Sprich, Tesla konnte mit seinem Massenstromer absetzen, als Platz Zwei (ZOE) und Drei (ID.3) im Ranking gemeinsam. Eine Ansage. Der sogenannte „Basic“-Sektor war im Absatz leicht rückläufig, erfährt aber vor allem in Deutschland eine hohe Nachfrage, da sich hier die Kaufförderung aus Umweltbonus und Innovationsprämie am stärksten bemerkbar macht. Das Segment der Kleinwagen lag mit 14,4% gar nicht so fern vom Basic-Segment, getrieben durch beliebte Modelle wie den Renault ZOE, den Peugeot e-208 (2.986 Einheiten) sowie den Opel Corsa-e.

Nachfolgend haben wir die rein elektrischen Fahrzeugen in ihren jeweiligen Segmenten betrachtet, um einen Vergleich zu ermöglichen.

Zeitraum Januar bis März 2021

  • Basic – 16,9 Prozent
  • Kleinwagen – 14,4 Prozent
  • Untere Mittelklasse – 17,9 Prozent
  • Near Executive – 17,2 Prozent
  • SUV/Crossover – 29,9 Prozent
  • Luxusklasse – 2,20 Prozent
  • Nutzfahrzeugklasse / Minibus – 0,40 Prozent
  • Sonstige – 1,10 Prozent

Quelle: Matthias Schmidt – The European Electric Car Report Edition 03.2021 Q1 March

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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