Elektro-SUVs können auch im Januar ’21 ihre Vormachtstellung in Europa halten

Elektro-SUVs können auch im Januar ’21 ihre Vormachtstellung in Europa halten
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Hyundai

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Ende 2020 stand das E-SUV/Crossover-Segment als größter Wachstumstreiber der E-Mobilitätsoffensive im Raum. Mehr als jedes vierte Auto (26,9%), welches am europäischen E-Automarkt zugelassen wurde, konnte man diesem Segment zuordnen. Im Jahr 2021 scheint der Anteil an vollelektrischen SUV- und Crossover-Modellen in Europa weiter zu wachsen. Ende Januar konnte dieses Segment einen neuen Höchststand verzeichnen.

Von koreanischen Automobilhersteller dominiert belief sich der Absatz in diesem Segment auf 34,2% Anteil am gesamten elektrischen Markt in Europa. Sprich, mehr als jedes Dritte E-Fahrzeug, welches im ersten Monat des Jahres zugelassen wurde, war ein E-SUV oder Elektro-Crossover. Stark getrieben durch (Vor-)Bestellungen des XC40 von Volvo sowie dem ID.4 von VW präsentierte sich bereits der letzte Monat 2020. Auch 2021 wird die Nachfrage nach diesen Modellen noch zu spüren sein. Ergänzt um einen kommenden ID.5, sowie den Audi Q4, welcher im März anläuft. Auf den dann auch schon zeitnah der Q4 Sportback folgen soll.

Somit stehen, ergänzt um den VW ID.3, vier der sechs MEB-Stromer fest, welche im Werk Zwickau vom Band laufen. Dort wurde zuletzt die Fertigungszahlen pro Tag nach oben korrigiert. Wie Automobil-Analyst Matthias Schmidt aus Berlin exklusiv zu berichten weiß, soll die Anzahl von VW ID.4, welche in Zwickau vom Band laufen, bereits mit den Fertigungszahlen des ID.3 gleichauf sein.

Aus dem Segment der Untere Mittelklasse ist jedoch weiterhin der Wunsch nach Absatzwachstum zu verspüren. Stark getrieben durch den VW ID.3, welcher es Ende des Jahres auf 55.003 Einheiten brachte. Davon wurden alleine im Dezember 2020 27.545 ID.3 zugelassen. Bis Ende Januar brachte es der MEB-Stromer auf 3.037 Zulassungen in Europa. Wurde hierbei nur noch vom Hyundai Kona Elektro (3.052 Einheiten) sowie Renault ZOE (3.482 Einheiten) überholt. Der Anteil am Gesamtabsatz der Untere Mittelklasse am europäischen PKW-Markt belief sich auf 19,6%. Somit brachten es E-SUVs, Elektro-Crossover und vollelektrische Modelle der Untere Mittelklasse auf 53,8% Anteil am Markt. Eine Ansage.

Das Segment der Kleinwagen lag mit 18,2% gar nicht so fern vom Segment der Untere Mittelklasse, getrieben durch beliebte Modelle wie den Renault ZOE, den Peugeot e-208 (2.812 Einheiten) sowie den Opel Corsa-e (1.903 Einheiten). Festhalten lässt sich also: SUV/Crossover (34,2%) und Untere Mittelklasse (19,6%) beanspruchen mehr als die Hälfte des Marktes für sich. Kombiniert mit dem Kleinwagen-Segment beherrscht man mehr als zwei Drittel (72%) des Marktes in Europa.

Nachfolgend haben wir die rein elektrischen Fahrzeugen in ihren jeweiligen Segmenten betrachtet, um einen Vergleich zu ermöglichen.

Zeitraum Januar 2021

  • Basic – 17,20 Prozent
  • Kleinwagen – 18,20 Prozent
  • Untere Mittelklasse – 19,60 Prozent
  • Near Executive – 5,90 Prozent
  • SUV/Crossover – 34,20 Prozent
  • Luxusklasse – 2,90 Prozent
  • Nutzfahrzeugklasse / Minibus – 0,70 Prozent
  • Sonstige – 1,30 Prozent

Quelle: Matthias Schmidt – The European Electric Car Report West European Market Intelligence – Edition 01.2021 January

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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