Tesla: Nach Supercharger- startet 2021 Service-Center-Offensive

Tesla: Nach Supercharger- startet 2021 Service-Center-Offensive

Copyright Abbildung(en): Nadezda Murmakova / Shutterstock.com

Mittlerweile bringt es der amerikanische Automobilhersteller auf weltweit 2.181 Supercharger-Stationen mit 19.437 Ladepunkten. Das dritte Quartal 2020 erwies sich somit als eines der stärksten in Bezug auf den Ausbau des Tesla Supercharger-Netzes, was die Anzahl der Stationen und Ladeanschlüsse betrifft. Der Ausbau soll auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Jedoch will man ab 2021 vor allem die eigenen Service-Center stärker ausbauen. So plane Tesla offenbar einen deutlichen Ausbau seiner Service-Kapazitäten.

Geht es nach electrek.co soll ab 2021 2021 mindestens ein Service-Center pro Woche eröffnen. Anlass hierfür sei die Tatsache, dass zwar das eigene Produktionsnetzwerk spürbar wächst, ebenso der Absatz des Tesla Model 3, die Service-Center aber hinten dran bleiben. Dies führt bei den eigenen Kunden zu teilweise langen Wartezeiten, was sich negativ auf deren Einstellung zur Marke auswirkt. In den vergangenen zwölf Monaten sei die Anzahl der der Service-Center um 12 Prozent gestiegen, die Flotte der mobilen Service-Fahrzeuge um acht Prozent.

Geplant seien für 2021 52 neue Tesla Service-Center, welche dazu führen, dass Tesla sein Angebot von 466 Service-Center weltweit, auf dann 518 Service-Centern (weitere Eröffnungen noch in diesem Jahr nicht eingerechnet) ausbauen könnte. Dies würde zu einem prozentualen Wachstum von rund elf Prozent führen und damit vergleichbar zum bisherigen Wachstum liegen. Jedoch gilt es zu Bedenken, dass der Absatz der eigenen Fahrzeuge wohl weiterhin stärker steigt. Hierdurch würde sich das Missverhältnis von E-Auto-Zulassungen zu Service-Center nicht wirklich verbessern. Im Gegenteil. Rein absolut betrachtet steht man Ende 2021 mit einem schlechteren Fahrzeug-/ Service-Center-Verhältnis da, als es 2020 der Fall sein wird.

Die neuen Service-Center sollen offenbar dort angesiedelt werden, wo Tesla bereits heute eine hohe Nachfrage nach seinen Fahrzeugen hat, aber noch keinen Standort betreibt. Jerome Guillen, President der Auto-Sparte von Tesla, hatte kürzlich angegeben, dass das Unternehmen bereits auf der Suche nach passenden Immobilien sei. Die Frage, ob entsprechende Autofolierungsservice in Service-Zentren integriert werden, wurde übrigens noch nicht geklärt.

Quelle: Electrive.net – Tesla plant 2021 wohl ein neues Service-Center pro Woche

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Wäre ja mal im Raum Sachsen was feines. Der komplette Osten muss immer nach Berlin.

das wäre mal was…. so im 2500qm Raster….
dann hat jeder in max. 50km Reichweite nen Servicecenter

es bleibt spannend

Ohne Tesla hätten wir in Deutschland vermutlich nur 2 Elektrofahrzeuge zur Auswahl:

cityEL – einen Einsitzer mit 3 Räder und Elektromotor für knapp 10.000 Euro
Twike 3 – ein verkleidetes Doppel-Liegefahrrad mit 2 Sitzen und 3 Rädern sowie einem E-Motor für über 30.000 Euro (mit größerem Akku knapp 50.000 Euro)

Von den Autoherstellern hätte kaum einer einen Finger für E-Autos gerührt, höchstens alle Jubeljahre einen Prototypen vorgestellt zur Beruhigung des Umweltgewissens, der aber nie in Serie gegangen wäre. Und die wenigen Startups hätten nur einige Testfahrzeuge gefertigt und dann ihren Laden wieder zugemacht – hohe Kosten, wenig Käufer.

Lustig, wie solche Märchen entstehen. Nur schon bei den Volumenmodellen gab es den Nissan Leaf und den Renault Zoe vor dem allerersten Tesla. Daneben zahlreiche andere, weniger erfolgreiche Modelle. Auch andere Hersteller wie BMW und Hyundai hatten Elektrofahrzeuge in der Pipeline, bevor man etwas von Tesla hörte. Das einzige Alleinstellungsmerkmal der frühen Teslas war, dass sie sehr schwer und breit sind und in unter 5 Sekunden auf 100 beschleunigen, etwas, das niemand wirklich braucht, aber sie offenbar so sexy machte, dass Leute dafür 100’000 hinblätterten – meist als Zweitauto.
Ich weiss, ich kämpfe gegen Windmühlen. In 10 Jahren wird man in der Schule lernen, dass Elon Musk den Elektromotor und die Batterie erfunden hätte.

Mark Müller sagt:
„Lustig, wie solche Märchen entstehen. Nur schon bei den Volumenmodellen gab es den Nissan Leaf und den Renault Zoe vor dem allerersten Tesla.“

Laut Wikipedia:
„Tesla Roadster (Darkstar) – Produktionszeitraum: 2008–2012 – ca. 2450 Roadster produziert und weltweit verkauft.
Nissan Leaf – Produktionszeitraum: seit 2010
Tesla Model S – Produktionszeitraum: seit 07/2012
ZOE – Produktionszeitraum: seit 12/2012

Auf der IAA 2009 wurde ein elektrisches Konzeptauto namens Renault Zoé Z.E. Concept vorgestellt.
Die dritte Studie wurde 2010 als Renault Zoé Preview vorgestellt. Sie entsprach optisch bereits weitgehend dem Serienfahrzeug.
Die offizielle Vorstellung des ZOE (Q210) erfolgte am 18. März 2013 in Paris, in der Woche darauf begann Renault in Frankreich mit der Auslieferung.“

Tesla hatte schon 4 Jahre zuvor begonnen und bereits über 2.000 Fahrzeuge verkauft bevor der 1. Zoe an einen Kunden ausgeliefert wurde. Vermutlich gab der erste Tesla bei Renault den Anstoß auch ein Elektroauto zu entwickeln – wer weis, ob es ohne Tesla dazu gekommen wäre.

Der Nissan Leaf kam 2 Jahre später als der Tesla Roadster. Nissan hatte in der Nachkriegszeit wegen Benzinknappheit einige Elektrofahrzeuge, Anfang 1950er-Jahre wurde die Produkton eingestellt. Es gab einige E-Fahrzeuge in den 1990er-Jahren und Konzeptfahrzeuge in den 2000er-Jahren – ohne Tesla wären es wohl im Sande verlaufen.

„Weltweit
2014 war das Model S das zweitmeistverkaufte Elektroauto der Welt nach dem Nissan Leaf.
2015, 2016 und auch 2017 war es das meistverkaufte Elektroauto weltweit.
2017 auf Platz zwei mit 47.195 der Nissan Leaf, auf Platz drei mit 46.535 das Tesla Model X, auf Platz vier mit 31.932 der Renault ZOE, auf Platz fünf mit 31.410 der BMW i3, auf Platz 6 mit 27.982 der Chevrolet Bolt.“ (Quelle: Wikipedia)

Der Tesla Roadster wurde im Sommer 2009 im Automuseum Friedrichshafen als einziges fahrtüchtiges Elektroauto von 4 Stück in einem Raum ausgestellt. Ich war vor Ort. Eine Probefahrt war beim Museum damals möglich.

…ich wiederhole mich: “ Ohne Tesla und E.M. gäbe es den eröffneten Wettbewerb um E-Mobilität keinesfalls.“ Unser Politik und allen voran unsere deutsche Autoindustrie hat gepennt und sich auf alten Technologien ausgeruht, mit überflüssigen SUVs dickes Geld verdient und uns, nämlich deren Kunden, mit krimineller Energie betrogen. Das vergessen die meisten; ich jedoch nie! Mir kommt kein neues Auto deutscher Fertigung mehr vors Haus. Ach was, das wird nie passieren können, da diese ohne China garnicht rechtzeitig produzieren könnten. Leider oder zum Glück fahre ich als Stadtmensch Fahrrad und noch einen alten Verbrenner ( Benzin ), der mit 9 L/100km und fast 20 Jahren auf dem Buckel umweltfreundlicher ist, als jede Neuanschaffung. (10000km p.a.). Freue mich schon heute auf meinen kleinen TESLA. Zum TESLA-Service: Bin überzeugt davon, dass sie das schaffen. Und wenn in Brandenburg produziert und sicher auch entwickelt wird, geht es erst richtig ab. VW hat das offensichtlich begriffen.

Ganz ist diese Diskussion nicht zu verstehen. Es ist doch völlig wurscht, wer zuerst da war. Hauptsache jetzt gibt es endlich brauchbare E-Autos. Trotzdem: In meiner Arbeitsstelle gab es schon vor mehr als 20 Jahren einen BMW und einen Audi als elektrischen Dienstwagen. Und einen serienmäßig hergestellten Audi plugin-Hybrid hatten wir auch schon zu dieser Zeit, als die Asiaten und Amerikaner noch gar nicht wussten was das ist. Leider hat sich dieser Audi nicht verkauft und wurde wieder eingestellt.
Zum Tesla Service: Ich habe immerhin im zweiten Anlauf den vereinbarten Termin auch bekommen und dazu einen kostenlosen Leihwagen. Passt doch.

Schon klar: Dem einen ist die Nähe zum nächsten Servicebetrieb sehr wichtig, dem anderen weniger wichtig.
Ich hatte vor Jahren bei einem 5 km entfernten Mazda-Betrieb ein Fahrzeug gekauft – bald ging das Autohaus in Insolvenz und der nächste Mazda-Betrieb liegt nun 15 km entfernt. Nicht soo schön bzgl. Serviceterminen.
Bei älteren Fahrzeugen lasse ich freilich die Originalwerkstatt meist ohnehin „links liegen“ und bevorzuge meine Freie Werkstatt des Vertrauens 500 Meter von zuhause entfernt. So machen es hier im ländlichen Raum sehr viele Fahrzeugeigner. Im städtischen Umfeld kann ich es weniger einschätzen, ob dito.

@bergfex:
es gab schon vor über 20 Jahren E-Auto-Versuche, aber die Mineralöl-Lobby hat kein Interesse daran – siehe „The big Three“ der großen Autohersteller in den USA – und so wurde nach einigen E-Autos Schluss gemacht und weiter ging es wieder mit Verbrennern – bis Tesla den großen Autoherstellern zeigt wo der „E-Auto-Hammer“ hängt.

„Die California-Air-Resources-Board-Gesetzgebung des Jahres 1990 (Clean Air Act und Zero Emission Mandate) legte fest, dass bis 1998 mindestens zwei Prozent und bis 2003 zehn Prozent der neu zugelassenen Autos emissionsfrei sein sollten. Deshalb sah sich GM wie auch alle anderen größeren Automobilhersteller gezwungen, die Entwicklung und Erprobung von Elektroautos voranzutreiben.

1994 erwarb General Motors eine Mehrheitsbeteiligung an der Firma Ovonics, welche die Batterie-Entwicklung einschließlich der Patente und die Herstellung von großen NiMH-Akkus kontrollierte. Der Erwerb wurde mit dem Ziel begründet, NiMH-Akkus für GM EV1 zu entwickeln, …
Allerdings gründeten „The Big Three“, die drei großen amerikanischen Autohersteller General Motors, Ford und Chrysler, anfangs der 1990er Jahre das US Auto Battery Consortium (USABC). …, um die Entwicklung der Elektrofahrzeug-Technologie zu verhindern …

Nach der Lockerung der CARB-Gesetze auf Druck der Autoindustrie wurde das EV1-Programm von GM beendet, obwohl eine neue Akkugeneration entwickelt worden war. In Feldversuchen hatte die Ovonics-Batterie die Reichweite des EV1 auf über 150 Meilen (241 Kilometer) erhöht.

Im Jahr 2001 kaufte die Ölgesellschaft Texaco von General Motors deren Aktienanteile an Ovonics. … Im selben Jahr meldete Ovonics eine Verletzung seiner Patente und verklagte Toyotas Batterielieferanten Panasonic. Letztlich einigte man sich auf … Einschränkungen bei der Verwendung großformatiger NiMH-Akkus. “ (Quelle: Wikipedia)

Ich bin überzeugt, dass ohne Tesla – ausser einigen kleinen Startups, von denen die Meisten nach kurzer Zeit wieder zu machen – nichts passiert wäre.

@Daniel W.:
Chris Paine aus Kalifornien hat 2006 den Film „who killed the electric car“ gedreht, der diese Zusammenhänge dieser traurigen Epoche wiedergibt. Bob Lutz (Manager bei Ford, Chrysler und GM), zu meinem Leidwesen noch ein Schweizer hat in diesem perfiden Akt der so geliebten EV1’s eine Hauptrolle gespielt. Der Type hat dann auch noch versucht mit dem Chevy Volt, Tesla fertig zu machen. Ist ihm aber zum Glück nicht gelungen. Dasselbe wird heute mit diesen Plug-In’s wieder versucht. Wird ihnen hoffentlich auch nicht gelingen.
Habe Chris Paine 2012 in Zürich im Rahmen des Tesla Owners Club getroffen.
Chris Paine hat dann 2011, Baujahr meines Roadsters, auch noch den Film „revenge of the electric car“ gedreht. Ist auch noch im Kino gelaufen.
Heute gibt es nur noch 1 oder 2 EV1, deren Standorte geheim gehalten werden. Einen Roadster und Model S Fahrer habe ich in Kalifornien kennengelernt, der ebenfalls einen EV1 besass. Der Spirit dieser Leute und ihre Erfahrungen mit Elektroautos fasziniert. Derselbe Spirit der heute noch bei Tesla weiterlebt.

In den Anfangszeiten, so kurz nach der Jahrtausendwende haben all die Verbrenner Leute gewitzelt, dass Elektroautos lahme Kisten seien, kein Reichweite hätten und wie Schuhschachteln aussehen würden. Die Antwort von Elon Musk war der Roadster. In der Sportvariante kommt er in 3.7 Sekunden von 0…100, Vmax=210 km/h bei 14’000 Umdrehungen, hatte einen 54 kWh Akku und wies eine EPA Reichweite von 380 km aus.

‚Die Antwort von Elon Musk war der Roadster‘. Schon wieder so ein Märchen. Der Tesla Roadster wurde keineswegs von Elon Musk designed oder entwickelt, sondern von seinen Vorgängern in der Firma (die er dann im Krach rausgeworfen hat), den eigentlichen Gründern von Tesla.

Im AutomuseumAutovision in Neulußheim nahe Speyer steht ein GM EV1.

https://de.wikipedia.org/wiki/Museum_Autovision

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