Polestar 2 bekommt keinen direkten Nachfolger

Polestar 2 bekommt keinen direkten Nachfolger
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Polestar | Symbolbild

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Der Polestar 2, eine Elektro-Limousine der gleichnamigen chinesisch-schwedischen Performance-Marke, wird bei Auslauf seines Lebenszyklus um 2027 herum keinen direkten Nachfolger erhalten. Stattdessen plant die Marke, die zum Geely-Konzern gehört, eine grundlegende Neuauflage unter dem Namen Polestar 7. Seit seiner Markteinführung im Jahr 2020 hat der Polestar 2 in 26 Märkten weltweit mehr als 150.000 Käufer gefunden.

Thomas Ingenlath, der CEO von Polestar, betont gegenüber Autocar, dass die Marke den Polestar 2 nicht einfach durch ein gleichnamiges Modell ersetzen wird. Dies deutet auf eine radikale Neuerfindung eines der weltweit meistverkauften Elektroautos der letzten vier Jahre hin. „Es wird der Polestar 7 sein“, so Ingenlath, der damit bestätigt, dass die Marke ihre Strategie der chronologischen Modellbenennung fortsetzt. Über das Aussehen oder spezifische Merkmale des Nachfolgers des Polestar 2 hält sich Ingenlath noch bedeckt.

Die Absicht, Generation um Generation desselben Autos zu vermeiden, spiegelt das Bestreben wider, Innovationen nicht einzuschränken. Durch die kontinuierliche Entwicklung neuer Modelle möchte Polestar aus dem „konzeptionellen Kasten“ ausbrechen, der durch die Beibehaltung eines Modellnamens entsteht.

Der Polestar 7 wird voraussichtlich auf einer neuen, speziell für Elektroautos entwickelten Plattform basieren, die von einer anderen Marke innerhalb der Geely-Gruppe stammt. Es wird erwartet, dass die Technologie des Polestar 7 zum Zeitpunkt seiner Einführung fortgeschritten sein wird, mit Verbesserungen in Reichweite, Ladegeschwindigkeit und Beschleunigung. Wahrscheinlich deutlich besser als bei der letzten Modellpflege.

Ingenlath äußerte sich auch zur mittelfristigen Geschäftsstrategie von Polestar, nachdem Volvo angekündigt hatte, seinen Anteil an Polestar von 48,3 Prozent auf 18 Prozent zu reduzieren. Diese Änderung in der Anteilsstruktur betrachtet Ingenlath als nicht dramatisch und als Teil eines geplanten Prozesses, bei dem Polestar auch Finanzierungen aus anderen Quellen suche. Die Reduzierung von Volvos Anteilen erfolgte kurz vor der Bestätigung von Polestar, dass das Unternehmen eine neue externe Finanzierung in Höhe von 950 Millionen US-Dollar in Form eines Dreijahresdarlehens erhalten hat. Trotz der herausfordernden Marktbedingungen und eines leichten Rückgangs der E-Auto-Nachfrage bleibt Polestar optimistisch, bis 2025 seinen Break-Even-Punkt zu erreichen. Das Unternehmen hat seine Absatzprognosen für 2025 leicht nach unten korrigiert, betrachtet seine Ziele jedoch weiterhin als ambitioniert.

Ingenlath sprach auch über die Herausforderungen, denen sich Polestar gegenübersieht, wie die zunehmende Technophobie in Europa und die Zölle auf chinesische Autos, die den Aufbau erfolgreicher internationaler Unternehmen erschweren. Dennoch sieht er in der fortgesetzten Entwicklung und Differenzierung von Polestar-Modellen von Volvo-Produkten einen klaren Weg vorwärts für die Marke.

Nach dem Start des Polestar 3 in Chengdu, China, ist die Inbetriebnahme einer weiteren Produktionsstätte in den USA für Mitte 2024 geplant. Der Polestar 4, ein kompakteres Coupé-SUV, wurde Ende 2023 vorgestellt und ergänzt das Angebot neben der seit 2020 produzierten Mittelklasselimousine Polestar 2. In den kommenden Jahren soll das Portfolio durch den sportlichen Elektro-GT Polestar 5 und den Roadster Polestar 6 erweitert werden.

Quelle: Autocar – Polestar 7 to replace 2 in brand’s next-generation line-up

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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