Taycan-Nachfrage führt zu drastischen Maßnahmen – Audi gibt Mitarbeiter an Porsche ab

Taycan-Nachfrage führt zu drastischen Maßnahmen - Audi gibt Mitarbeiter an Porsche ab

Copyright Abbildung(en): Porsche AG

Porsche-Chef Blume gab noch Ende Mai 2020 zu verstehen: „Umweltschutz kann wirtschaftlich sein“. Der Beweis folgte Mitte August, als Porsche Spitzenreiter und zugleich einziger deutscher Hersteller mit positiver Halbjahresbilanz wurde. Demnach erzielte Porsche ein Plus von 9.853 Euro pro verkauftem Auto. Elektroauto-Primus Tesla auf Platz 2 kommt auf 2890 Euro Gewinn pro Modell. Wobei natürlich nicht kommuniziert wurde, wie der Gewinn beim Taycan ausfällt. Zumindest scheint es in puncto Nachfrage gut zu stehen.

Zu gut, könnte man meinen. Denn weil Porsche wegen der hohen Nachfrage nach dem Taycan mit der Produktion kaum hinterher kommt, holt man sich bei Konzernschwester Audi Verstärkung. 400 Mitarbeiter aus Neckarsulm werden kurzfristig für zwei Jahre bei Porsche am Band stehen, um bei der Fertigung des Taycan auszuhelfen. So die Aussage eines Audi-Sprechers gegenüber der Automobilwoche. Erste Mitarbeiter sind in Zuffenhausen bereits seit Juni im Einsatz, weitere folgen in den kommenden Monaten – über alle Fertigungsbereiche hinweg.

Von der Präsentation der Konzeptstudie Mission E auf der IAA 2015 bis zum Produktionsstart der ersten Kundenfahrzeuge des Taycan waren weniger als 48 Monate vergangen. Zwischenzeitlich ging dort alles ganz schnell. Von 30.000 Vorbestellungen „überrumpelt“ musste Porsche seine Produktionskapazitäten von ursprünglich 20.000 auf 40.000 Einheiten im Jahr steigern. Was zumindest zwischenzeitlich zu Verzögerungen im Fertigungsablauf führte. Mittlerweile sei diese aber am laufen. Zeigt sich daran, dass derzeit mehr als 150 Taycan pro Tag gefertigt werden, wohlgemerkt in der Hochlaufphase, wie ein Porsche-Sprecher zu verstehen gibt.

Erst vor kurzem wurde mitgeteilt, dass der Porsche Mission E Cross Turismo erst 2021 auf die Straße kommen wird. Ausschlaggebend sei die Corona-Pandemie. Denn durch die Einschränkungen im Produktionsalltag und der dennoch hohen Nachfrage nach dem Porsche Taycan war es nicht möglich den Cross Turismo Serienreif fertigzustellen. Eigentlich war geplant diesen noch 2020 auf der Straße zu sehen.

Nach Ablauf der zwei Jahre sollen die Audi-Mitarbeiter wieder nach Neckarsulm zurückkehren. Dann mit dem notwendigen Fachwissen und der Erfahrung aus dem Bau von Elektroautos, welche sicherlich bei der Produktion des Audi e-tron GT von Vorteil sein können.

Quelle: Electrive.net – Porsche leiht 400 Audi-Mitarbeiter für Taycan-Produktion aus

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5 Antworten

  1. „Manus manum lavat“… Solche Leiharbeiter- Massnahmen gab es schon immer und überall und ich würde es nicht unbedingt als drastisch bezeichnen. Meines Erachtens eine vernünftige Lösung bei der jetzigen chaotischen Situation der deutschen Autoindustrie…
    Das ist nur der Anfang…. : (

  2. Also wir reden hier von einem 100k-250k€ wo die Nachfrage die Erwartungen übertroffen hat. Scheint ja doch mehr als genug Leute mit dem nötigen Kleingeld zu geben. Wenn ich mir überlege, dass VW 30.000 ID3 1st ausliefert unddl dann 30.000 Vorbestellungen für den zig-Fach teureren Taycan vorliegen…

  3. Blah , blah , marketing. 4400 Taycan wurden bis 30.6 weltweit verkauft. Laut Porsche Halbjahresbericht . Ergibt definitiv Keine 20 000 im Jahr .
    Und der Taycan Tourismo wird auf 2021 verschoben weil man hofft bis dahin die Software zu verbessern um vom extrem hohen Stromverbrauch runterzukommen. Aber, vom Marketing versteht Porsche was, definitiv.

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