PHEV- und E-Auto-Absatz bis Ende Mai 2020 nach Hersteller

PHEV- und E-Auto-Absatz bis Ende Mai 2020 nach Hersteller

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In den ersten fünf Monaten des Jahres 2020 brachte es der europäische Elektroautomarkt auf 165.870 reine E-Auto- sowie 132.203 PHEV-Zulassungen, welche in diesem Zeitraum zugelassen wurden. Wir betrachten nachfolgend wie sich diese Zulassungen bei den einzelnen Herstellern aufteilen. Im Vergleich zu unserer Gesamtjahresbetrachtung 2019 zeigt sich, dass sich hinsichtlich des Rankings einzelner Hersteller einiges verschoben hat. Ebenfalls sind entsprechende Entwicklungen im Vergleich zum Vormonat zu verzeichnen. Interessant ist dabei vor allem die Beobachtung, dass PHEV-Zulassungen für die Hersteller in Bezug auf CO2-Flottenvorgaben immer interessanter werden.

VW Konzern weiterhin an der Spitze am europäischen Markt

Im April 2020 konnte der VW-Konzern Platz eins am E-Automarkt unter den Hersteller für sich beanspruchen und verweist die Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz auf den zweiten Platz. Auch Ende Mai hat sich daran nichts geändert und VW (19.757), Audi (11.117), Skoda (2.877), Porsche (2.068) sowie Seat (1.818) können abermals den ersten Platz für sich am Elektroauto-Markt beanspruchen. In Zahlen ausgedrückt zeigt sich, dass der VW Konzern auf 37.637 reine E-Autos, sowie 24.362 Teilzeitstromer in den ersten fünf Monaten des Jahres kommt. VW alleine zeichnet sich für rund die Hälfte der zugelassenen E-Autos aus. Den Anteil der anderen Marken haben wir zuvor bereits aufgeführt.

Nachfolgend der Blick auf die Teilzeitstromer im Konzern. Abermals setzt sich auch hier Volkswagen selbst mit 8.573 Einheiten an die Spitze. Wird aber dicht gefolgt von Audi, welche es immerhin auf 8.249 Einheiten bringen. Bei Skoda zeigt sich ein stärkerer Fokus auf Plug-In-Hybride – insgesamt 3.547 Fahrzeuge konnte man bis Ende Mai zulassen. Ähnlich verhält es sich bei Porsche, welche ebenfalls mit 3.888 PHEV aufzuwarten wissen. Lediglich Seat hat mit gerade einmal drei PHEV-Zulassungen kaum Teilzeitstromer vorzuweisen. Bentley seinerseits kann keine Stromer ins Ranking mit einbringen, wartet dafür aber mit 102 Plug-In-Hybrid-Zulassungen auf.

Renault-Nissan-Mitsubishi bei reinen E-Autos VW auf den Fersen

RenaultNissan und Mitsubishi reiht sich abermals auf Platz zwei des Rankings ein. Dabei zeigt sich, dass die Allianz bei reinen E-Autos mit 36.632 Einheiten fast gleichauf mit dem VW-Konzern ist. Der Unterschied liegt hier bei den PHEV, bei denen es die drei Hersteller in Summe “nur” auf 11.602 Einheiten brachten. Stellt man die absoluten Zahlen elektrifizierter Fahrzeuge gegenüber, brachte es der VW-Konzern auf 61.999 Einheiten, die Allianz auf 48.234 Einheiten.

Dabei ist zu beachten, dass Renault und Nissan im Bereich der Plug-In-Hybride nicht mit Zulassungen aufwarten können, aber vor allem durch ihre E-Auto Zulassungen: Renault mit 25.744 Einheiten und Nissan mit 10.870 Einheiten, ihren Teil zum Ranking beitragen. Bei Mitsubishi, dem dritten im Bunde, schaut es ein wenig anders aus. Achtzehn E-Autos bringt das Unternehmen mit ins Ranking ein. Im Gegenzug dazu wartet man allerdings mit 11.601 PHEV auf. Die 11.601 Plug-In-Hybrid-Zulassungen entfallen hierbei zu 100 Prozent auf den Mitsubishi Outlander. Auch Ende Mai 2020 führt der SUV somit das Ranking der Top 10 PHEV-Modelle an, mit einem Marktanteil von 8,8 Prozent im PHEV-Segment, welcher im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken ist.

Anfang des Monats konnten wir das Erfolgsgeheimnis hinter den Zahlen von Renault bereits ein wenig einordnen. Seit 2012 sind mehr als 100.000 ZOE alleine in Frankreich verkauft worden, zur Einordnung, über 30.400 wurden in Deutschland im gleichen Zeitraum verkauft. Frankreich selbst stellt diese Zahl in den Schatten und blickt alleine von Januar bis Juni 2020 auf 17.650 zugelassene ZOE-Modelle zurück. Somit dürfte dort auch weiterhin mit einem entsprechenden Wachstum zu rechnen sein.

BMW Gruppe verteidigt dritten Platz gegenüber PSA

Auch Ende des fünften Monats 2020 beansprucht die BMW Gruppe den dritten Platz am E-Automarkt Europas für sich. Somit kann man diese nach einer Ablösung im April 2020 von PSA weiterhin beibehalten. Das Absatzergebnis der BMW Group war in den ersten sechs Monaten dieses Jahres wie erwartet beeinträchtigt durch die Auswirkungen der temporären Schließung der weltweiten Handelsbetriebe. Positiv hat sich im ersten Halbjahr entgegen dem Markttrend auch die Nachfrage nach unseren elektrifizierten Fahrzeugen entwickelt“, so Pieter Nota, Mitglied des Vorstands der BMW AG. Das Angebot an Plug-in-Hybrid Modellen sowie der neue vollelektrische Mini „erfreuen sich großer Nachfrage bei unseren Kunden“, ergänzte er.

Dies zeigt sich auch in den absoluten Zahlen des Unternehmens, wobei die Teilzeitstromer immer noch die Überhand haben und so schnell wohl auch nicht weichen werden. Denn die dortigen Zulassungen bewegen sich immer noch fast um Faktor drei gegenüber reinen E-Autos. 9.979 E-Autos treffen auf 26.117 PHEV, bei MINI zeichnet sich mit 4.082 PHEV gegenüber 3.119 reinen Elektroautos ein Bild, welches sich zugunsten reiner E-Autos verändert hat. BMW selbst bringt es auf 6.860 reine E-Autos gegenüber 22.035 Plug-In-Hybriden.

PSA präsentiert ein fast ausgewogenes Verhältnis am Markt

Die PSA-Gruppe behält Ende Mai ihren vierten Platz am Elektroautomarkt Europas bei. Die E-Autos behalten aber weiterhin die Oberhand und dominieren gegenüber den Plug-In-Hybriden leicht. Bei der PSA-Gruppe, bestehend aus Peugeot, DS, Opel und Citroen war in den Monaten zuvor ein ausgewogenes Verhältnis an Zulassungen erzielt worden. Dies verschiebt sich nun immer mehr zugunsten der PHEV. Treffen dort 18.892 reine E-Autos auf 14.759 PHEV. Dabei zeigt sich, dass Peugeot mit 10.634 E-Autos gegenüber 8.8373 PHEV aufwartet. Nicht mehr ganz so ausgeglichen, mit weniger Volumen, kommt DS mit 2.145 zu 3.188 Zulassungen daher. Bei Opel hingegen geht es immer stärker Richtung reiner E-Autos: 4.845 Einheiten treffen auf 3.148 Teilzeitstromer. Citroen hingegen wartet lediglich mit 1.268 E-Autos auf und mittlerweile 49 PHEV-Zulassungen auf.

Was es sonst so gibt am europäischen E-Automarkt…

Hinter der PSA Gruppe reiht sich Ende Mai die Hyundai Group ein, welche sich ebenfalls sehr E-Auto lastig präsentiert. KIA brachte 8.837 und Hyundai 11.361 E-Autos mit ins Ranking ein. Sowie 8.132 (KIA) und 1.613 (Hyundai) PHEV. Dahinter folgt Tesla, welche bekanntermaßen nur mit Elektroautos aufzuwarten wissen, es Ende Mai auf insgesamt 28.098 Zulassungen in Europa brachten. Es reiht sich daraufhin Volvo Cars ein – bestehend aus Volvo und Polestar – diese zählten fast nur PHEV: 20.122 bei Volvo sowie mittlerweile 43 Zulassungen bei Polestar, welche wohl auf den Polestar 1 entfallen. Des Weiteren konnten 5 reine E-Auto-Zulassungen verzeichnet werden.

Kommen wir zurück zu den deutschen Automobilhersteller. Bei Daimler scheinen ebenfalls die teilelektrifzierten Fahrzeugen zu überwiegen. Beigesteuert werden diese komplett von Mercedes (12.019). Hinsichtlich der E-Auto-Zulassungen steuert smart mit 4.729 Einheiten den größten Teil bei, Mercedes brachte es bis Ende Mai 2020 auf 2.390 Fahrzeuge. Jaguar Land Rover präsentiert sich klar aufgestellt: Jaguar ist für die Elektroautos (2.472) und Land Rover für die Plug-In-Hybride zuständig (2.119). Eine Verschiebung ist hier vorerst auch nicht zu erwarten. Wenn dann überhaupt eher ein Absatzzuwachs bei PHEV für Land Rover durch entsprechende, neue Modelle.

Nicht ganz unbeachtet wollen wir SAIC/MG mit 2.841 reinen E-Auto Zulassungen lassen. Honda brachte es bis Ende April auf vierundvierzig reine Stromer. Hingegen “fast nur” mit PHEV glänzten Toyota/Lexus (598), dem gegenüber standen 24 E-Auto-Zulassungen. Ford brachte es seinerseits auf mittlerweile 3.386 PHEV-Zulassungen; sowie drei zugelassenen E-Autos am europäischen Markt.

Quelle: Matthias Schmidt – The European Electric Car Report West European Market Intelligence Edition 05.2020

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Leider die Statistik wieder Irreführend…
hier wird VW als Konzern aufgegriffen und nicht die Firma VW PKW
Um einen Konzern als Spitze zu bezeichnen sollte der doch wesentlich mehr an den Markt bringen als die kleinen.
Ganz nette Statistik die wieder mal aufzeigt wie schwach die Etablierten Autobauer sind und Tesla einfach Spitze ist.

Beispiel:
Konzern ( Anzahl der Firmen in diesem) x Verkauf des Stärkesten Wettbewerbers( Einzelfirma) E- Autos
VW = 9 ( VW, Porsche,Skoda,Audi, Seat ..usw) // Tesla = 1
Somit müsste der VW Konzern 9 mal soviel Fahrzeug an den Mann bringen als Tesla und erst dann wären Sie auf Augenhöhe….

wann ist VW, BMW oder PSA erst Spitze 😉
erleben wir das noch

es bleibt spannend

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