LG Chem: Europa Expansionskurs / Produktion Verdreifachung geplant

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LG Chem plant allein in diesem Jahr umgerechnet gut 2,3 Milliarden Euro in die Batterieproduktion zu investieren. Der Hersteller will mit Batterien bis 2024 einen Umsatz von etwa 23 Milliarden Euro im Jahr erzielen. Das wäre deutlich mehr als bislang: Aktuell kommen gut 5 Milliarden Euro des Gesamtumsatzes von LG Chem aus dem Batteriebereich. Zuletzt ist man in eine weitere Kooperation mit einem Automobilhersteller gestartet, um „neue“ Batterietypen zu erforschen und dann auch zu fertigen. Die für Tesla und andere OEM gefertigten zylindrischen Batteriezellen will man künftig in weit höherer Stückzahl produzieren.

Von einer Verdreifachung der Produktionskapazität der zylindrischen Batteriezellen ist die Rede. Wobei LG Chem hierfür keinen Zeitrahmen vorgibt. Vonseiten des Unternehmens wird dies nur mit der steigenden Nachfrage nach E-Autos und somit den dafür notwendigen Batterien begründet: „Es wird erwartet, dass der Umsatz dank größerer Lieferungen von Autobatterien und zylindrischen Batterien für Elektrofahrzeuge kontinuierlich wächst.“ Zu der Batteriesparte gehören aber auch kleinere Batterien, die etwa in Smartphones verbaut werden.

Des Weiteren ist bekannt, dass LG Chem nach einem Standort für den Bau einer neuen Fabrik in Europa sucht, da das Unternehmen plant, seine globale Batteriefertigungskapazität von 120 GWh in diesem Jahr auf 260 Gigawattstunden (GWh) bis 2023 mehr als zu verdoppeln. In Polen betreibt man bereits ein entsprechendes Werk für die Fertigung von Pouch-Zellen, welche unter anderem im e-tron von Audi, dem Ford Mustang Mach-E als auch im Jaguar I-PACE zum Einsatz kommen.

Des Weiteren liefert der Batteriehersteller aktuell Batterien für das Tesla Model 3 nach China; mit diesen befindet man sich ebenfalls im Austausch über eine stärkere Zusammenarbeit. Dies wird vor allem dadurch deutlich, dass LG Chem auf die Entwicklung von zylindrischen Batteriezellen mit „neuem Formfaktor“ setzt, deren Energiedichte um das Fünffache und Leistung um das Sechsfache steigen sollen. Eine gewisse Überschneidung mit Teslas Bekanntmachungen vom Tesla Battery Day lassen sich nicht leugnen.  Dies ähnelt interessanterweise den Zielen, die Tesla im Rahmen des „Battery Day“ für seine neuen 4680-Zellen angekündigt hat. Sollte LG Chem die Giga Berlin beliefern, dürfte klar sein, warum man sich auf den neuen Formfaktor mit mehr Leistung konzentriert. Und warum die Europa Expansion mit Nachdruck vorangetrieben wird.

Quelle: Reuters – Tesla supplier LG Chem to boost battery capacity

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Zitat: … deren Energiedichte um das Fünffache und Leistung um das Sechsfache steigen sollen
Ich glaube hier liegt wieder mal das schon an anderer Stelle besprochene Missverständnis vor.
Eine 5-fache Energiedichte ist derzeit gar nicht denkbar. Das würde bedeuten, dass in ein Auto mit jetzt 100 kWh-Akku ein 500 kWh-Akku passen würde.
Gemeint ist in Wahrheit, dass die neue Zelle das 5-fache Volumen, und dadurch auch den 5-fachen Enegiegehalt hat. Der Energiegehalt ist nicht gleichzusetzen mit der Energiedichte, das hat nichts miteinander zu tun. Außerden verringert die Zellgröße den ungenutzten Raum im Batteriepack.
Dass die Zelle die 6-fache leistung hat, liegt ebenfalls an der neuen Größe. Größere Zellen liefern auch mehr Strom, also Leistung. Verbesserungen im Detail erhöhen die Leistung dann nochmals zusätzlich um einige Prozent.

Ich meine, dass man die technisch weniger informierten Menschen mit verständlichen Infos und nicht mit Werbesprüchen versorgen sollte.

Fairer weise steht das im verlinkten reuters artikel tatsächlich so drinn.
-allerdings wie hier auch, ohne termin-

LG Chem also said it was developing “new form-factor” cylindrical batteries
-das klingt im original eher, als ob sie eigene batterien entwickeln.
Ich persönlich fänd so eine zusammenarbeit natürlich toll, falls tesla das schon patentiert hat. Würde es jetzt aber nicht unbedingt so rauslesen, wie immer abwarten.

Und meines wissens nach verwenden die meisten OEMs bisher keine rundzellen.

Da hat sich offenbar wieder jemand mit fremden Federn geschmückt.

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