Range Rover Electric in finaler Erprobungsphase

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Jaguar Land Rover

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Der Range Rover Electric ist der neueste Wurf aus dem Hause Jaguar Land Rover (JLR). Er verbinde einen elektrischen Antrieb mit „der Raffinesse für das luxuriöse Reisen“, wie der Hersteller schreibt. Dieser Tage sind die ersten Prototypen zu eher anspruchsvollen Tests unterwegs, an Standorten auf der ganzen Welt. Der vollelektrische Antriebsstrang wird bei extremen Temperaturen auf Herz und Nieren geprüft: von -40° Celsius am Polarkreis bis zu 50° Celsius in der sengenden Wüstenhitze des Nahen Ostens, in der Autoindustrie zwei Klassiker in der finalen Erprobungsphase neuer Fahrzeugmodelle.

Bei extremen Minusgraden von bis zu -40° Celsius konzentrieren sich die ersten Tests auf die Leistungsfähigkeit von Batterie und elektrischer Antriebseinheit (Electric Drive Unit, EDU). Zu diesen Kernkomponenten des Fahrzeugs zählen das Getriebe, der Elektromotor und die Leistungselektronik. Sowohl die Batterie als auch die elektrische Antriebseinheit werden von JLR im eigenen Haus gefertigt – eine Premiere für die Marke.

Erste Tests auf den zugefrorenen Seen Schwedens haben demnach gezeigt, dass der neue, selbst entwickelte vollelektrische Antrieb von Range Rover die bereits bekannten Leistungen auf griffigem Untergrund übertreffe und gleichzeitig sicherstelle, dass die All-Terrain und Allwetter-Fähigkeiten auf jedem Untergrund so ausfallen, wie man es von der Marke gewohnt ist.

Erstmalig bei Range Rover sorge eine neuartige Antriebsschlupfregelung für besonders gute Fahreigenschaften auf vereistem oder rutschigem Untergrund. Anstelle einer herkömmlichen Traktionskontrolle, die ausschließlich im ABS-System angesiedelt ist, verteilt der Range Rover Electric die Aufgabe der Schlupfregelung direkt an jedes einzelne elektrische Antriebssteuergerät. Dadurch sinke die Reaktionszeit des Drehmoments an jedem Rad von etwa 100 Millisekunden auf nur noch eine Millisekunde.

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Eine neuartige, von JLR selbst entwickelte Software ermögliche eine präzise Geschwindigkeitssteuerung der elektrischen Antriebseinheit, um den Schlupf der Räder genauer zu regeln und die Notwendigkeit von ABS-Eingriffen zu verringern. Die Traktion könne so auf allen Fahrbahnoberflächen erhöht werden, das Ansprechverhalten sei außergewöhnlich gut und das Fahrverhalten des Range Rover werde erheblich verbessert, heißt es.

Quelle: Jaguar Land Rover – Pressemitteilung vom 23.04.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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