Immobilienriese Vonovia startet mit E-Auto-Ladeinfrastruktur

Vonovia startet mit E-Auto Ladeinfrastruktur

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Deutschlands größter Wohnungseigentümer Vonovia ist momentan eher mit schlechter PR in den Medien, etwa wegen dubiosen Rechnungen und zu hohen Nebenkostenabrechnungen sowie nach Ansicht der Mieter unnötig teuren Sanierungen und folglich auch hohen Mietsteigerungen. In Sachen Elektromobilität kommen nun erfreulichere News von Vonovia.

Wie die WirtschaftsWoche und Energate Messenger berichten, will die Bochumer Wohnungsgesellschaft damit beginnen, ihren Immobilienbestand mit Ladesäulen für Elektroautos auszustatten, welche sowohl von Mietern als auch Dritten genutzt werden könne. Die Initiative sei unter anderem eine Reaktion auf Anfragen seitens der Mieter. Zudem bereite Vonovia den Einstieg in ein Elektroauto-Carsharing vor, welches im zweiten Quartal 2019 starten soll. Bundesweit sollen zunächst an 36 Standorten 70 Ladesäulen halböffentlich auf Grundstücken der Vonovia errichtet werden. Zudem prüfe die Wohnungsgesellschaft, wie sich in Tiefgaragen Wallboxen installieren lassen.

Für die ersten Schritte zum Aufbau einer Ladeinfrastruktur investiert das Unternehmen eigenen Angaben zufolge 540.000 Euro, weitere 415.000 Euro seien Fördermittel des Bundes. Da das Projekt groß angelegt sei, sei es nicht als Pilotprojekt zu verstehen. Andererseits sei es auch nicht der Startschuss für einen flächendeckenden Ausbau des Bestands.

Der Einstieg in die Elektromobilität stehe für Vonovia im Zeichen der Energiewende. Die Wohnungsgesellschaft setzt bei Neubauten bereits grundsätzlich auf den Einsatz von Photovoltaik und prüfe deshalb bei jedem Projekt die Realisierbarkeit. Innerhalb von nur zwei Jahren ist die Menge des durch eigene Photovoltaikanlagen erzeugten Stroms von quasi Null auf 5510 Megawattstunden gewachsen. 2900 Tonnen Kohlendioxid werden dadurch jährlich eingespart. Derzeit erarbeitet das Unternehmen eine Strategie, um auch bestehende Immobilien mit Photovoltaikanlagen auszurüsten.

Zudem testet Vonovia, wie sich der Nutzen solcher Anlagen noch erweitern lässt, etwa durch den zusätzlichen Einsatz von Batteriespeichern oder Blockheizkraftwerken und durch entsprechende Konzepte zur E-Mobilität für die Bewohner. Der Solarstrom vom Dach könnte dann zum Beispiel direkt in den Akku der Elektroautos fließen

Quellen: WirtschaftsWoche – Mietkonzern Vonovia steigt ins Ladesäulen-Geschäft ein / Energate Messenger – Vonovia steigt in E-Mobilität ein

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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