Kia e-Soul: 150 kW (204 PS), 64-kWh-Batterien und CCS-Schnellladeanschluss

KIA e-Soul - Weltpremiere
KIA

KIA hat weitere Infos zum KIA e-Soul veröffentlicht – der Artikel hat daher am 26.02.2019 ein Update erfahren. Unsere ersten Erfahrungen mit dem e-Soul findest du in diesem Artikel.

Bereits zweimal angeteasert können wir nun die Weltpremiere des Kia e-Soul in der dritten Generation auf der Los Angeles Auto Show feiern. In Europa wird dieser künftig ausschließlich in einer reinen Elektroversion angeboten. Optisch, als auch von den technischen Daten, hat sich in der aktuellen Generation des e-Soul einiges getan: neues Fahrwerk, neue Infotainment- und Assistenztechnologien und vor allem ein deutlich leistungsstärkerer Elektroantrieb. Der neue Kia-Stromer, der in Gwangju in Korea produziert wird, kommt im ersten Halbjahr 2019 in Europa auf den Markt.

Kia e-Soul: Spürbare technische Neuerungen gegenüber dem Vorgänger

Beim Akku setzt der e-Soul auf einen flüssigkeitsgekühlten Lithium-Ionen-Polymer-Batterie mit einer Kapazität von 64 kWh. Im direkten Vergleich zu seinem Vorgänger (30-kWh-Akku) bedeutet dies eine deutlich größere Reichweite. Die offiziellen Werte werden Anfang 2019 bekanntgegeben, da sich das Modell noch in der abschließenden Testphase befindet. Ein Schnellladeanschluss für den europäischen Standardstecker (CCS) gehört zur Serienausstattung. Auch hinsichtlich der Antriebspower überzeugt man mit gesteigerten Werten. Der neue Elektromotor leistet 150 kW (204 PS; bisherige Modellgeneration 81,4 kW/110 PS) und mobilisiert ein maximales Drehmoment von 395 Nm (bisher: 285 Nm), das wie bei E-Mobilen üblich schon ab dem Start zur Verfügung steht.

Des Weiteren setzt der Kia e-Soul in der dritten Generation auf ein neues Fahrwerk mit Mehrlenkerhinterachse – statt der bisherigen Verbundlenkerhinterachse. Dieses soll spürbar zum sportlicheren Fahrerlebnis beitragen, das durch die neue Fahrmodus-Wahl noch intensiviert werden kann. Sie bietet vier Einstellungen (Komfort, Sport, Eco, Eco+), je nachdem, ob Fahrspaß oder Energieeffizienz im Vordergrund stehen sollen. Die Fahrmodi haben auch Einfluss auf das regenerative Bremssystem, die Klimatisierung und die mögliche Höchstgeschwindigkeit.

Über Wippen am Lenkrad lässt sich das regenerative Bremssystem, das beim Bremsen oder Ausrollen kinetische Energie in elektrische umwandelt und damit die Batterie lädt, unterschiedlich eingestellt werden (vier Stufen). Es beinhaltet eine „Brake and Hold“-Funktion, die ebenfalls über die Lenkradwippen aktiviert wird und den e-Soul ausschließlich per Rekuperation bis zum Stand abbremst.

Spannend finden wir vor allem die Tatsache, dass sich das E-Auto am vorausfahrenden Verkehr orientieren kann und den Abbremsvorgang jeweils maximal energieeffizient gestalten. Wie stark der Fahrer mit dem Einsatz des Gaspedals die Batterie in Anspruch nimmt, kann er in jeder Fahrsituation direkt auf einem Display („Smart Eco Pedal Guide“) in der Instrumenteneinheit ablesen.

Geprägt durch ein neues Design

Der e-Soul zeigt ein völlig neues Design, hat aber die Grundarchitektur und die charakteristischen kantigen Konturen beibehalten, die dem vielfach preisgekrönten Kult-Crossover weltweit eine große Fangemeinde beschert haben. Die Front- und Heckstoßfänger sind betont aerodynamisch gestaltet. Die „Augen“ – schmale LED-Scheinwerfer, die durch eine schmale Chromleiste verbunden sind und dadurch eine horizontale Linie bilden – sind ein prägendes Merkmal des E-Autos. Denn diese lassen die Front optisch noch breiter und stabiler wirken.

Unterstrichen wird dies durch die neuen Nebelscheinwerfer, die das Frontdesign seitlich kraftvoll abschließen. Dass es sich hier um ein Elektrofahrzeug handelt, steht dem e-Soul ebenfalls ins Gesicht geschrieben: Wie beim Vorgänger ist der Ladeanschluss in die Blende integriert, die den Kühlergrill ersetzt. Die Farbpalette des Kia-Stromers wird mit der neuen Generation um neue Ein- und Zweifarblackierungen erweitert.

Kia e-Soul Heckansicht

Wie beim Antrieb präsentiert sich der Kia e-Soul auch bei den Assistenz-, Infotainment- und Komforttechnologien auf dem modernsten Stand. Im Cockpit findet sich statt eines konventionellen Wählhebels ein Gangwahl-Drehschalter (Shift by Wire). Und das Infotainmentsystem beinhaltet einen 10,25-Zoll-Touchscreen, Smartphone-Integration und Bluetooth mit Spracherkennung.

Erstmalig setzt Kia im e-Soul das neue Telematiksystem UVO ein, mit dem der Fahrer zahlreiche Fahrzeugfunktionen beobachten und kontrollieren kann. UVO liefert unter anderem Echtzeitinformationen zu Ladestationen und bietet auch die Möglichkeit, das Laden zu programmieren. Zudem ist das Fahrzeug durch UVO in der Lage, im Notfall einen Alarm an einen Server zu schicken, Rettungsdienste zu benachrichtigen und die GPS-Daten des Fahrzeugs zu übermitteln – wodurch zugleich ein Mikrofon eingeschaltet wird, damit die Rettungskräfte mit dem Fahrer oder den Fahrzeuginsassen sprechen können. Über die „Send2Car“-Funktion des UVO-Systems lassen sich zudem geplante Routen und Stationen (POI) direkt an das Navigationssystem des Kia e-Soul schicken.

Für umfassende Sicherheit sorgen neben sieben Airbags unter anderem Frontkollisionswarner mit Notbremsassistent, Spurhalte- und Spurwechselassistent, Querverkehrwarner, Müdigkeitswarner und eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Stop-and-go-Funktion.

Europa-Debüt beim Automobilsalon in Genf steht bevor

Nächste Woche, also Anfang März 2019, ist mit der Europa-Premiere des KIA e-Soul auf dem Genfer Automobilsalon zu rechnen. Ab Ende des ersten Quartals 2019 soll der e-Soul von KIA dann auch in den Verkauf gehen, zumindest „in ausgewählten europäischen Märkten“. Zu Preisen für das E-Auto hat sich KIA allerdings noch nicht geäußert. Erwähnt aber bereits, dass eine Garantie auf Elektromotor und Akku-Pack gewährt wird, die 7 Jahre beziehungsweise 150.000 Kilometer abdeckt.

Für Kunden aus Europa wird es zudem ein optional erhältliches SUV-Paket geben. Bei diesem wird das Design des E-Autos unter anderem um eine Seitenschwellerverkleidung erweitert. KIA weißt zudem daraufhin, dass die anfangs genannten Leistungsdaten sich derweil nur auf das europäische Festland beziehen. Die Spezifikationen, das Verkaufsdatum und die Preise für Großbritannien werden laut dem Unternehmen „zu gegebener Zeit bekannt gegeben“.

Quelle: KIA – Pressemitteilung vom 28. November 2018 // Pressemitteilung vom 26. Februar 2019

6 Kommentare

  1. Hoffentlich lesen die deutschen Autobauer den Bericht vom neuen E-Kia.
    Fazit: Bei denen heisst s LIEFERN nicht LAVERN…………….. Erste Hälfte 2019 !

  2. Und wieder ein Elektroauto was für den normalen Bürger unbezahlbar bleibt , da der Akku den Preis gestaltet . Warum kann man keinen Wagen bauen für 15000 Euro ohne Batteriemiete, welche das Fahren unrentabel macht. Ich brauche kein fettes Infotainment oder sonstigen Schnickschnack. Eine Klimaanlage, Radio und Sitzheizung und 150 km REALE Reichweite im Winter. Sowas benötigen die Leute und keine 150KW. Ich komme aus Mecklenburg-Vorpommern laden ist auf dem Land Mangelware und die Arbeitgeber stellen sich meistens quer wenn es ums laden im Unternehmen geht. Heißt man ist gezwungen die Strecke zur Arbeit hin und zurück mit einer Ladung zu fahren und damit bin ich nicht alleine. Auch vom Preis her kann sich hier kaum jemand ein E Auto in dem Preissegment von über 15K Euro leisten obwohl es genug Leute gibt die gerne eins hätten. Es wird immer davon erzählt wie viel man spart aber was nützt das wenn Mann sich die Anschaffung nicht leisten kann n Zoe wäre super aber nur ohne Batteriemiete, sonst kann man die Raten vom Auto nicht tilgen da man nicht so viel weniger an „Strom Dieselkosten“ hat. Vielleicht bin ich ja nu zu blöd zum rechnen kann auch sein. ;).

  3. Leider wieder ein e-Auto mehr, dass am verständlichen Wunsch vieler Leute, einfach und zuverlässig von A nach B zu kommen, vorbei geht. Eine sinnvolle und preisbewusste Optimierung der Fahrleistungen/Reichweite bezüglich des Vorgängermodells aufgrund von neuen Erfahrungen und der technischen Weiterentwicklung wäre (für mich) besser gewesen. Ein Akku, passend dimensioniert für 150 … 200km reale Reichweite auch im Winter wäre für mich sinnvoll.
    Jedes „Mehr“ in diesem Punkt treibt den Aufwand und damit den Preis zwangsläufig in die Höhe.
    Mein nächstes Auto muss auch wieder in erster Linie vernünftig und umweltschonend sein.
    So wird es wohl nichts mit diesem Auto und mir …

  4. Interessant wäre noch ob die Koreaner auch weiterhin an diesem einphasigen Blödsinn festhalten oder endlich einen dreiphasigen Wechselstromlader einbauen.

  5. Ich sage jetzt schon voraus: sobald der Wagen bestellbar sein wird, kommt die Nachricht von Kia dass „es ihnen sehr leid tut, aber sie von der Nachfrage überrascht sind und die Lieferzeiten leider 12+ Monate“ betragen. Bis auf Nissan, Renault und Tesla sind alle immer *überrschat* .. kann es nicht mehr hören

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