Das Elektroauto – was sollte man wissen?

In aller Munde befindet sich das Elektroauto, insbesondere wenn man die öffentliche Diskussion zur Eindämmung der Folgen des Klimawandels beobachtet. Hohe Anschaffungspreise, weiß man, wären mit einer Anschaffung verbunden und alle, die ihre Mobilität mit Gebrauchtwägen abdecken, steigen für sich betrachtet einmal aus. Wozu informieren, wenn sie ohnehin nicht leistbar sind?

Unter diesem Gesichtspunkt werden die Funktionsweise und aktuelle Fakten zur Leistbarkeit als auch die Auswirkungen auf den Klimawandel des Elektroauto dargestellt – so dass der Einzelne genau weiß, worum es geht und an welchem Punkt eigene Handlungsmöglichkeiten entstehen können. Aufgrund der Komplexität kann freilich nicht mehr als eine oberflächliche Übersicht präsentiert werden – allerdings befinden sich ausgewählte Links für eventuelle Vertiefungen in diesem Artikel. Weitere Informationen findet man im Blog selbst.

Elektroauto – was ist das?

Einfach gesagt: Anstelle eines mit Benzin- oder Diesel betriebenen Motors findet sich ein Elektromotor als Antrieb. Das können einer, aber auch mehrere sein. Als solcher benötigt der Motor eine Batterie, die wie alle Batterien für ihre Funktionsfähigkeit vor dem Betrieb aufgeladen werden muss. Diese nennt man Akkumulator.

Für den Besitzer bedeutet das konkret, anstatt Tankfüllungen mit Benzin oder Diesel zu erwerben, das Fahrzeug schlicht aufzuladen. Auf diese Weise kann man der Umwelt, zumindest theoretisch, die daraus resultierenden CO2-Emisssionen ersparen. Außerdem bietet sich eine hohe Kostenersparnis an – grundsätzlich. So die Theorie – doch dazu stellen sich viele Fragen.

Bei jeder Auseinandersetzung mit einem Thema sollte man einige Eckpunkte der Historie kennen. Dies deshalb, weil die Entwicklung in die Gegenwart führt und sich dadurch der jeweils aktuelle Stand erklären lässt. Ein bloßes „Wer, wie, was“ mag vieles erzählen können, Hintergründe bleiben dabei aber meist ausgeblendet.

Historie des Elektroautos

Die Idee eines Elektroauto ist keineswegs eine Antwort auf den menschlich verursachten Klimawandel oder Resultat neuer Technologien oder Vordenker von heute. Vielmehr wurde ab dem Jahr 1821 schon fleißig an den ersten Modellen gebastelt, und das mit Erfolg. Michael Faraday, ein englischer Naturforscher, präsentierte damals die Wirkungsweise des Elektromagnetismus mit kontinuierlicher Rotation, also den Grundfunktionen jedes Elektroautos.

Der Kerngedanke war damit ins Leben gerufen und beeindruckende Bilder zeugen von den ersten Modellen im 19. Jahrhundert, welche darauf basierend von mehreren Innovatoren hergestellt wurden. Als erste Blütezeit des Elektroautos gelten die Jahre zwischen 1896 und 1912, wo etwa in den USA bereits 34.000 Elektroautos zugelassen waren. Die Anzahl der benzinbetriebenen Kraftfahrzeige lag insgesamt betrachtet damals bei nur 22 %.

Öl war aber billiger. Dieses Faktum sorgte etwa 1910 für den Rückgang der Elektrofahrzeuge und den Beginn der Ära der Vergaserkraftstoffe. Bis zur Ölkrise in den 1990er-Jahren, wo die Motivation zur Weiterverfolgung des Grundgedankens eines elektrischen Antriebs bei der individuellen Mobilität für eine Renaissance des Elektroautos sorgte.

Das Elektroauto Comeback wurde unter anderem von General Motors, Nissan, Peugeot, Citroën und Honda aktiv angenommen. Ab dem Jahr 2003 spricht man von einer neuen Stufe bei der Entwicklung und der Verbreitung. Kaum noch ein namhafter Autobauer mischt nicht mit, die Innovationen im Bereich der neuen Elektroautos lassen sich auch ohne detaillierte Schilderung erahnen.

Die Vor- und Nachteile des Elektroauto von heute

Die Nachteile liegen einmal in hohen Anschaffungspreisen, wobei der Umstand, dass der Gebrauchtwagenmarkt noch nicht besonders viel Auswahl belässt, sich vielleicht am intensivsten auswirkt. Schlicht und einfach: Nicht jeder kann und will sich einen Neuwagen anschaffen. Im abschließenden Resümee werden aber die Möglichkeiten und Vorteile für kleinere Budgets aufgezeigt. Vorab kann durchaus gesagt werden: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Zudem führt zusätzlicher Umstand bei dem Einen oder Anderen zu Bedenken: Auf Langstrecken muss genauso vorab jeder nötige Ladevorgang eingeplant werden. Denn ein Anfahren von zufällig am Weg gelegenen Tankstellen ist nicht so locker möglich als würde man Benzin oder Diesel benötigen.

Ein Blick auf die Karte der Ladestationen ist unvermeidbar, aber nicht allzu schwierig und auch interessant. Einzurechnen ist vor allem die benötigte Zeitspanne für eine Vollaufladung. Wer ein Elektroauto mit einer Reichweite bis zu 500 km für eine Strecke von 1000 km hat, kann dies während einer Übernachtung oder ausgiebigeren Pause locker bewältigen. Grundsätzliches über Auflade-Möglichkeiten findet sich etwa hier.

Die Vorteile eines Elektroauto sind nicht so rasch geschildert. Kurz gesagt liegen sie in der Ökobilanz allgemein, in der Emissionsfreiheit vor Ort im Betriebsgebiet, in einem hohen Drehmoment ab den ersten Umdrehungen, einem leisen Betrieb und kaum ein Bedarf an Wartungen. Damit fallen Rechnungen für die Werkstatt weg, die ansonsten unvermeidbar wären, weg.

Es geht eine weitere Kostenersparnis bei der Verwendung einher, die sich natürlich auch aus dem Verzicht auf fossile Antriebsstoffe ergibt. Nun bedarf es noch eines fundierten Eindrucks über die faktische Ökobilanz beim Betrieb und damit jenem Umstand, der als größter Vorteil dieser – aus unserer Sicht  innovativen Änderung – allgemein gilt.

Ökobilanz des Elektroauto

Als Studie einer neutralen Stelle, die sich einfach liest und nachvollziehen lässt, wird gerne das Resümee des österreichischen Umweltbundesamts präsentiert. Es setzte sich im Jahr 2016 mit der Frage auseinander, welche Antriebsarten dauerhaft betrachtet für das Ökosystem am wenigsten belastend sind.

Es kam zum Schluss, dass ein Vergleich zwischen Autos mit fossilen Antriebsmotoren, Hybridautos und Elektrofahrzeugen eindeutige Ergebnisse in Zahlen liefert und präsentiert sie in einem direkten Vergleich: Das Elektroauto bringt demnach während seinem Lebenszyklus eine drei- bis vierfache Emissionsersparnis in Relation zu einem Diesel oder Benziner. Im Vergleich zu Hybridautos kommt es auf einen 50 bis 70 % geringeren Energiebedarf. Bei der Produktion verbrauchen allerdings noch alle Fahrzeugarten dieselben Belastungen.

Finanzielles – Förderungen und Gebrauchtwagenmärkte in Deutschland 2017

Neues hat sich bekanntermaßen länger nicht getan. Hier ist die künftige Bundesregierung gefordert und eine ernsthafte Prognose lässt sich mit dem ausklingenden Jahr nach dem Abbruch der Jamaika-Verhandlungen nicht mehr erstellen. Generelle Entwicklungen und Trends lassen sich jedoch davon nicht beeindrucken. Es bleibt beim Alten:

Der Umweltbonus in der Höhe von 4.000 € für ein Elektroauto wird bei der Anschaffung eines Neufahrzeugs ausbezahlt. Aktuell gibt es zudem eine Befreiung der KFZ-Steuer für die Dauer von 10 Jahren. Für Selbständige jeder Größe bietet sich nach wie vor ein Programm der KfW-Bankengruppe. Um bei der Versicherung zu sparen sind einige Details zu beachten.

Wer an dieser Stelle bereits eine grundsätzliche Kaufentscheidung trifft oder in Erwägung zieht, wird sich an nächster Stelle mit der Wahl des richtigen Elektroautos auseinandersetzen.

Elektroautos im Vergleich

Individuelle Präferenzen lassen sich unter der angegebenen Quelle in einem direkten Vergleich von Marken und Modelle herausfinden. Die dazugehörigen Eckdaten sind an Ort und Stelle einsehbar und erleichtern einen fundierten Überblick des Marktes ungemein. Mit dem CO2-Ausstoß, den jeweiligen Elektroauto-Ladestandards, Elektroauto-Reichweite, dem Verbrauch und Preis sind jene Daten aufgezählt, die eine engere Auswahl binnen weniger Minuten ermöglichen. Interessant sind freilich auch die Ergebnisse diverser Tests oder Eindrücke eines Fahrers im Alltag, wie etwa hier zum Nissan Leaf.

Der Markt für gebrauchte Elektroautos steigt mit dem Anteil zugelassener Neufahrzeuge. Hier verhält es sich wie bei anderen Autos auch – Augen auf, Webseiten und Gebrauchtwagenhändler besuchen, vergleichen. Sicher ist: Wer heute ein gebrauchtes Elektroauto erwerben möchte, wird fündig.

Zwar ist die unterste Preisklasse bei gebrauchten KFZ nicht so stark ausgeprägt wie bei Benzinern und Diesel. Vernünftige Kaufentscheidungen ließen sich in diesem Sektor ohnehin allenfalls mit Hilfe von Glück und Zufall verwirklichen – bei dem stetigen Angebot gebrauchter E-Fahrzeuge kann man jedoch davon ausgehen, auch in wirtschaftlicher Hinsicht ein kluges Geschäft gemacht zu haben.