Sunnyclist L7eC Projekt: Griechen entwicklen Solar-Flitzer

Sunnyclist L7eC Projekt: Griechen entwicklen Solar-Flitzer

Copyright Abbildung(en): Enermech.gr

Das griechische Unternehmen Enermech arbeitet an einem kleinen Elektroauto, das mithilfe von Sonnenenergie betrieben werden kann. Mithilfe von Solarmodulen auf dem Dach soll es den sonnigen Süden und Touristentouren bereichern. Wir haben uns das Projekt angeschaut.

Die Elektromobilität schreitet auf der ganzen Welt voran, auch in Griechenland. Auf der sonnigen Urlaubsinsel Kreta entwickelt das Unternehmen Enermech mit Sitz in Heraklion gemeinsam mit der Technischen Universität Kreta den kleinen Stromer namens Sunnyclist L7eC, der mit einer 5-kWh-Batterie ausgestattet werden soll. Es handelt sich um ein kleines Elektroauto für den Personentransport, also perfekt für Touristenfahrten auf der Insel. Der Stromspeicher könne mit bis zu 3 kW in 1,5 Stunden vollgeladen werden. So sollen sich rund 60 Kilometer bei einfacher Beladung zurücklegen lassen. Doch das Besondere: Mithilfe von Solarmodulen auf dem Dach und einem sonnigen Tag lasse sich die Reichweite verdoppeln.

Zudem befinden sich unter den Sitzen Pedale, welche bei Benutzung pro Sitz bis zu zehn Prozent Energie beisteuern können. Der Hersteller nennt eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 80 km/h. Bereits im Jahr 2014 wurde im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche erstmals die Kreta-Rundfahrt mit einer Vorstufe des solarbetriebenen Fahrzeugs durchgeführt, bei der in fünf Tagen 800 Kilometer zurückgelegt worden seien. Dies sollte die Machbarkeit des Sunnyclist-Konzepts demonstrieren.

Der neue Prototyp des Sunnyclist L7e-C
Der neue Prototyp des Sunnyclist L7e-C (Enermech.gr)

Der neue Prototyp des Sunnyclist L7e-C

Der neue Sunnyclist-Prototyp ist ein Auto mit Allradantrieb in der Klasse L7e-C. Seine Entwicklung begann 2019 mit Unterstützung der Region Kreta und wird durch die Aktion „Geschäftspartnerschaften mit Forschungs- und Wissensverbreitungsorganisationen zur Förderung kohlenstoffarmer Technologien“ gefördert. Das L7eC-Projekt startete bereits 2011 als ehrgeiziges Projekt zur Entwicklung eines dreirädrigen Fahrzeugs, das autonom fahren kann, ohne dass eine Ladeinfrastruktur erforderlich sein muss. Zwischen 2011 und 2018 wurden drei Prototypen entwickelt. Der neue Prototyp hingegen soll diesen Sommer fertig werden.

Bei ihm wurde die installierte Leistung des Photovoltaik-Generators auf 780 Watt erhöht. Die Hälfte der Zellen ist jedoch verborgen und fährt nur aus, wenn das Fahrzeug geparkt ist. Auf diese Weise werde ein schlankes Design mit guter Aerodynamik erreicht, während gleichzeitig die Solarenergie ausreichend genutzt werden kann. Der Entwurf stammt vom Biomechanik-Designer Michael Rulio.

Der neue Prototyp des Sunnyclist L7e-C
Der neue Prototyp des Sunnyclist L7e-C (Enermech.gr)

Geprüfte Crashsicherheit dank Aluminiumrahmen

In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Kreta wurde für den neuen Prototypen zudem ein robuster Aluminiumrahmen entwickelt, der mit Hilfe eines speziellen Softwarepakets von BETA CAE Systems S.A. in einer Crashtest-Simulation untersucht wurde. Das Unternehmen CommonsLab erarbeitete darüber hinaus den intelligenten Prototypen eines Energiemanagementsystems, das dem Nutzer alle Informationen zur Verfügung stellt, die er zur Steuerung der Route und des Energiestatus des Fahrzeugs benötigt.

Außerdem wurde eine Reisecomputer-Anwendung für Android-Geräte entwickelt, die Daten aus der Wettervorhersage (Sonnenschein) und die Energiedaten des Fahrzeugs sammelt und speziell für Sunnyclist konfiguriert ist, um den Energiestatus des Fahrzeugs während der Fahrt genau vorherzusagen. Zu diesem Zweck wurde an Prototypen elektronischer Systeme getüftelt, die über CAN BUS miteinander kommunizieren können. Die Kommunikation mit den intelligenten Geräten erfolge über Bluetooth.

Der Sunnyclist L7eC soll zunächst als Mietfahrzeug für den Tourismusverkehr zum Einsatz kommen. Einen genauen Marktstart nennt das Unternehmen noch nicht. Jedoch einen Kaufpreis für den innovativen Stromer, der laut Enermech je nach Ausstattung zwischen 8.000 und 13.000 Euro liegen wird.

Quelle: Enermech.gr 

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Ich habe mir mal die Originalseite mit dem Google-Übersetzer auf deutsch angeschaut.

Derzeit ist das Islander Solarbike auf dem Markt.

Das vielversprechende Projekt für ein vierrädriges Fahrzeug der Kategorie L7eC wird in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Kreta, der Firma CommonsLab und dem Industriedesigner Roulios Michalis entwickelt.

(Quelle: enermech.gr – übersetzt mit Google)

Und hier die Bilder des vierrädriges Fahrzeug der Kategorie L7eC:

siehe anderer Kommentar

@Autor Felix Katz: Warum wurden nicht diese Bilder im Beitrag verwendet?

Sorry – die Bilder des Bilder des vierrädriges Fahrzeug der Kategorie L7eC werden erst bei Freischaltung meines Kommentars angezeigt, hier vorerst die Bilderadressen zum Kopieren.

Bild 1:
enermech.gr/wp-content/uploads/2021/12/front_1_friadakia_TELIKO_WRAP-Large-768×543.jpg

Bild 2:
enermech.gr/wp-content/uploads/2021/12/back_short_1_fridakia_TELIKO_WRAP-Medium-768×558.jpg

Dreirädriges Islander Solarbike für 2 Personen mit Solardach (zugleich Schutz vor Sonne und Regen), mit 2 Rädern vorne und 1 Rad hinten, Neigetechnik für schnelle Kurvenfahrt, vorne Sattel mit Rückenlehnenbrett und Pedalen (Pedelec, Tretunterstützung bis max. 25 km/h), hinten Sitz- und Rückenlehnenbrett sowie 2 Fußbrettchen (hinten keine Pedale), Nabenmotor mit 250 W hinten, eine Box vorne fürs kleine Gepäck (abschliessbar) und hinten Gepäckträger sowie Seitentaschen (optional?). LED-Lichter, Feststellbremse, Neigungssperre und zusätzlicher Parkständer mit Neigung zur Sonne.

Bildadresse >> enermech.gr/wp-content/uploads/2021/12/IMG_20211223_161914-Large.jpg

Auch dieses Bild ist nicht im Beitrag zu sehen.

Erinnert mich an die Golf-Cars in den amerikanischen Seniorenstädten wie Sun City. Ist vielleicht auch die Zielgruppe?

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