Nachfolger des Spring: Renault kündigt Elektro-Dacia für 2024 an

Nachfolger des Spring: Renault kündigt Elektro-Dacia für 2024 an

Copyright Abbildung(en): Renault Group / Youtube-Screenshot

Die Renault Group hat ihre finanzielle Prognose für 2021 nach eigenen Angaben weit übertroffen: Die operative Marge lag bei 3,6 Prozent. Damit erreicht das Unternehmen zwei Jahre früher als geplant das Ziel der Renaulution-Strategie. Dazu kündigte CEO Luca de Meo im Rahmen der Bilanz-Pressekonferenz einen Nachfolger des elektrischen Dacia Spring an.

Der Umsatz 2021 erreichte 46,2 Milliarden Euro, das sind 6,3 Prozent mehr als im Jahr 2020. Die operative Marge 2021 lag bei 1,7 Milliarden Euro, das entspricht 3,6 Prozent des Umsatzes. Damit habe die Renault Group für 2021 ihre CO2-Ziele (CAFE) erreicht (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge), insbesondere durch die Verkäufe von E-Tech Fahrzeugen, die nahezu ein Drittel der Pkw-Neuzulassungen in Europa ausmachten – gegenüber 17 Prozent im Jahr 2020. In einem Umfeld, das immer noch durch die Halbleiterkrise, insbesondere im ersten Halbjahr 2022 (geschätzter Gesamtverlust von 300.000 Fahrzeugen bei der Produktion über das ganze Jahr), und durch den Anstieg der Rohstoffpreise beeinträchtigt wird, strebt die Group für das Gesamtjahr eine operative Marge von mindestens 4 Prozent sowie einen operativen Free Cashflow im Automobilbereich von mindestens einer Milliarde Euro an.

Spring-Nachfolger wird auf neuer Plattform stehen

Doch viel interessanter für die Käuferschicht dürfte die Ankündigung eines neuen Elektromodells von Renault-Tochter Dacia sein. Konzernchef Luca de Meo gab zwar noch keine weitgreifenden Details bekannt, jedoch so viel, dass der Spring-Nachfolger im Jahr 2024 debütieren soll. Auf der Konferenz sagte de Meo: „Diese Entscheidung haben wir in diesem Jahr getroffen“. Der Nachfolger soll demnach auf der neuen „CMF-A-Plattform“ basieren, einer Basis speziell für elektrische Kleinwagen.

Wenn das stimmt, wird der aktuelle Dacia Spring bis dorthin auf nur etwa drei Jahre Modellzyklus zurückblicken. Sehr wenig, wenn man bedenkt, dass die meisten Fahrzeuge sieben Jahre auf dem Markt sind, bevor sie von einem Nachfolger abgelöst werden. Dies liegt aber nicht am Erfolg des Spring, der laut auto-motor-und-sport.de bereits über 40.000 Mal geordert wurde.

Vielmehr könnte das Problem beim schlechten Abschneiden des Euro-NCAP-Crashtest liegen – hier erreichte der elektrische Dacia nur einen Stern, was vor allem in Europa einen nicht tragbaren Umstand darstellt. Auch von Qualitätsproblemen ist öfter die Rede, welche selbst in Betracht des günstigen Einstiegspreisen ab 20.490 Euro – vor Abzug der Förderung – nicht wirklich erfreulich sind. Mit der neuen Plattform aber könnten jene Fehler ausgemerzt werden. Und bekanntlich hat ja jeder eine zweite Chance verdient …

Quellen: Renault Group – Pressemitteilung, auto-motor-und-sport.de 

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Was kommt denn da für eine Todeskarre 2023?

Tempo 30 in Städten ,Tempo 80 auf Landstraßen und 120 auf der Autobahn, könnten dafür sorgen, das Autos leichter und mit weniger Ressourcen Einsatz produziert werden könnten. Und sie werden auch preiswerter. Wenn dann Versicherungen das Verursacher Schadens Risiko auf Fahrzeuge voll umlegen würden, könnte die Spirale des Aufrüsten durchbrochen werden, die für immer größere und schwerere Fahrzeuge sorgt. Daher ist der Vorwurf an den Spring und Zoe hier in den Kommentaren wenig reflektierend und Ziel führend.

Think smart not big.

Last edited 2 Monate zuvor by Stefan

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