VDA-Chefin: EU muss Länder zum Ladenetz-Ausbau verpflichten

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Hildegard Müller hat erneut einen schnellen und massiven Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland angemahnt. „In ein paar Jahren werden so viele E-Autos auf den Straßen sein, dass wir mindestens eine Million Ladepunkte brauchen„, sagte die Präsidentin des Automobilverbandes VDA in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Jede Woche müssten 2000 neue entstehen, derzeit schaffen wir aber nur 300.“ Das Vertrauen der Verbraucher in eine zuverlässige Ladeinfrastruktur sei aber die Grundlage für den weiteren Ausbau der E-Mobilität.

Ein Problem sei, so Müller dass der Ausbau aktuell nicht marktgetrieben erfolge – schon gar nicht bei immer kürzeren Fristen, die die Politik für den Umstieg auf E-Mobilität setzt. Auf Dauer werde der Betrieb von Ladesäulen aber wirtschaftlich sein. Ein wichtiges Thema sei aber auch eine ausreichende Netzstabilität. Das müsse von der Bundesnetzagentur koordiniert und kontrolliert werden.

Große Sorgen macht der VDA-Präsidentin der vergleichsweise schleppende Ausbau innerhalb der EU. „In drei Ländern – Deutschland, Frankreich, Niederlande – wurden bisher fast 70 Prozent aller europäischen Ladesäulen gebaut. Das darf so nicht bleiben.“ Und selbst in Deutschland werde die Lücke zwischen E-Autos und Ladepunkten größer statt kleiner. Deshalb sei es richtig, die EU-Mitglieder zum Ausbau zu verpflichten.

Müller sieht dabei die EU-Kommission in der Pflicht. Wenn man festlegen könne, welche Autos in welchen Mengen in fünf Jahren verkauft werden sollen, dann könne man auch festlegen, welche Rahmenbedingungen durch die Staaten geschaffen werden müssen. „Die Transformation kann nur gelingen, wenn auch die Staaten ihre Hausaufgaben machen – bei der Ladeinfrastruktur, aber auch bei den industriepolitischen Maßnahmen.

Eine weitere Herausforderung sei die Energieversorgung. Der Strom für E-Autos müsse europaweit grün werden. Das gehe nicht ohne Kooperationen über die EU-Grenzen hinaus. Die erforderlichen Solaranlagen und Windkraftwerke benötigten mehr Platz als in Deutschland zur Verfügung stehe. Deswegen müssten Flächen in Afrika und Lateinamerika genutzt werden. Das würde nach Ansicht der VDA-Präsidentin auch den Regionen bei ihrer Entwicklung helfen. „Wir werden künftig eine Außenpolitik betreiben müssen, die auch solche Rohstoffinteressen stärker in den Blick nimmt.

Die EU müsse dringend die Folgen ihrer Politik abschätzen, mahnte Müller. Man dürfe nicht nur Ziele beschließen, sondern müsse sie auch praktisch umsetzen können. „Wenn Europa die engagiertesten Klimaziele der Welt hat, brauchen wir in Europa auch die weltbesten Standortbedingungen.“ Es sei kontraproduktiv, wenn Arbeitsplätze in Weltregionen abwandern, wo mehr CO₂ erzeugt wird, weil die Standortbedingungen dort besser sind.

Dass ab 2035 sollen in Europa nur noch E-Autos neu zugelassen werden, hält Müller für „sehr ambitioniert„, allerdings könne das für Deutschland sogar noch früher kommen. „Die CO₂-Ziele gelten im europäischen Durchschnitt, und deshalb kann es sein, dass wir für jedes E-Auto, das in einem anderen Land nicht verkauft wird, eines mehr in Deutschland verkaufen müssen.“ Man müsse sich aber auch um die Fahrzeuge kümmern, die schon auf den Straßen sind. Da böten E-Fuels viel Potenzial.

Es sei aber auch nicht damit getan, die Autoindustrie zum Verkauf von E-Autos zu verpflichten. „Wir entwickeln die Autos, wir stellen die Werke um, aber alle anderen müssen auch mitziehen. Lademöglichkeiten, Grünstrom, Fördermaßnahmen für die Verbraucher, Re-Qualifikation der Beschäftigten – die Transformation fordert von allen viel.“ Das müsse auch und gerade im Wahlkampf ein Thema sein. „Wir dürfen den Umbau der Industrie nicht verstolpern.

Quelle: RND – VDA-Chefin Müller: „Kein Wahlprogramm wird der Dimension des Themas Klimawandel gerecht“

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Warum müssen immer „die Länder“ den Autobauern den roten Teppich ausrollen? Warum machen sie das nicht selbst um ihre Produkte besser an den Mann zu bringen? Tesla hat‘s doch auch gemacht… Klar muss man da in Vorleistung gehen. Evtl ein kleiner Anreiz dafür zu sorgen dass es auch was wird…

Die Milliardengewinne werden ja auch selbst behalten…

Will man echt, dass jeder Hersteller jetzt sein eigenes Ladenetz aufbaut? Das ist doch Mist und keinem damit geholfen, wenn jeder wie Tesla sein eigenes Süppchen kocht.
Eigentlich sollte das in die Zuständigkeit der Energiekonzerne fallen. Schließlich betreiben die Ölkonzerne (also die Produzenten) wie Shell, Aral usw ja auch die Tankstellen. Die nörgeln aber lieber an der Netzstabilität als die Chance zu nutzen sich ein neues Geschäftsfeld aufzubauen (EnBW mal ausgenommen, die haben die Zeichen der Zeit erkannt)

Sicherlich macht es keinen Sinn wenn jeder ein Süppchen kocht. Es geht mir darum, dass die Autobauer hier (mal wieder) versuchen die Kosten auf andere abzuwälzen und nacher selbst die Gewinne einzustreichen. Warum also nicht gemeinsam den Ausbau finanzieren (in Vorleistung, durch einen Drittanbieter oder ein JointVenture) und dann dafür sorgen dass diese Infrastruktur dann auch genutzt wird indem sie die entsprechenden Fahrzeuge verkauft.
Gibt es erstmal genug Fahrzeuge im Markt, dann werden auch andere Anbieter (so wie Tankstellen) anfangen ihr Angebot zu erweitern.

Last edited 27 Tage zuvor by Thomas

Hat man doch gemacht. Das Joint venture nennt sich Ionity. Und es hat Preise wie im alten Rom.

Es kann doch nur im Interesse der Hersteller sein Ladesäulen aufzustellen wenn sie ihre Produkte verkaufen wollen. Wenn nicht sollen sie einfach an einen der etablierten Energieriesen ran treten ihm ein paar Milliarden in die Hand drücken und sagen „Mach fertig“.
Die Bevölkerung ist nur zu Einstieg bereit, wenn alles für sie passt. Wenn die Automobilhersteller Vorgaben von der EU kriegen dass sie nur noch e Autos produzieren sollen, dann müssen sie halt zusehen dass es für die Bevölkerung passt wenn sie diese Autos verkaufen wollen. Tesla hat es vorgemacht, wie es gehen kann.

Mir geht dieses Rumgeheule seitens der Industrie auf den Keks.

Farnsworth

Das kann nur der Verbrenner-Lobby einfallen, sich die Kosten der Ladeinfrastruktur durch den Bürger bzw die Länder finanzieren zu lassen.
Natürlich muss es Anschubförderungen geben, aber dem übliche Prinzip, der Bürger trägt die Kosten, und die Industrie streicht die Gewinne ein, ist der falsche Weg.
Tesla musste weltweit Ladeinfrastruktur aufbauen und wollte seit jeher mit anderen Herstellern teilen, die wollten aber keine umweltfreundlichen Autos und schon gar keine Investition in Klimaschutz oder Ladeinfrastruktur. Tesla hatte Glück viele Begeisterte und Käufer zu finden, welche die Philosophie teilten und in Zukunft teilen. Die anderen OEMs sind nur Trittbrettfahrer, welche nur ans verdienen denken, und andere sollen für deren Managementfehler die Zeche zahlen.
Es ist Aufgabe der Autoindustrie zusammen mit den Energieversorgern für ein entsprechendes Angebot zu sorgen, die wollen ja schließlich auch daran verdienen.

Es ist eigentlich alleinige Aufgabe der Energiewirtschaft für ein entsprechendes Angebot zu sorgen.
Autobauer sind fürs Autobauen verantwortlich.

EnBW hat das erkannt und inzwischen das größte Stück vom (deutschen) Kuchen abbekommen.

Last edited 28 Tage zuvor by Mike

Vielleicht wäre es ab und zu dort besser, man hätte FCV früher als üblich eingeplant. Solche Brennstoffzellenautos, die in Japan auch die NOT-Stromversorgung übernehmen können. Moment sieht es im Land der TESLA so aus: „Hurrikan „Ida“ – mindestens ein Toter Mehr als eine Million US-Haushalte ohne Strom
und dieser verdammte Klimawandel wartet nicht, auch uns zu besuchen. Ach ja die Quelle: https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/katastrophen/id_90709256/hurrikan-ida-mehr-als-eine-million-haushalte-in-den-usa-ohne-strom.html

Da stehen sauteuere E-Mobile herum, solche mit Akkus und an der Wand hängen diese Wallboxes arbeitslos herum. Wenn schon elektrisch, so wäre im Fall solcher Fälle ein richtiger Generator on board gar nicht so schlecht. Das nennt man Hyrid. Aber der echte E-Purist meint, Akkus alleine sind besser. Hoffentlich sind im Falle solcher Fälle nicht alle Benziner, alle Diesel verschrottet. Sonst sieht es in naher Zukunft auch bei uns bitter aus.

Ach ja, dieser globale Klimawandel. Gerade jetzt , diese Warnung

Vorwarnung zu sehr starkem Regen
Bayern
vor 2 Stunden – Deutscher Wetterdienst .

und an einem der gefährlichsten Alpenflüße Deutschland steigen die Pegel. Wenn da was „schief läuft“ nicht auszudenken. Das ist dann KEIN Lokalereignis und inzwischen gibt es wenigstens lückenhafte Hochwasser-Risiko-Karten. Was die aussagen? Nichts Gutes!
Aber haben Risiken je interessiert? – Es war immer schon ratsam die Versorgungssysteme möglichst zu konzentrieren, statt sie aufzusplitten. Nur so gelingt es den Schlaubergern ganze Landstrihe lahm zu legen. Deshalb MÜSSEN die Stromnetze ja mit öffentlichen gelder ZENTRALISIERT werden. Damit es ÜBERALL leere Akkus gibt.

Wasserstoff findet der deutsche Michel solange toll bis er die Kosten sieht. Und es soll auch PV Anlagen geben die ein Haus autark mit Strom versorgen können..

Und es spricht auch nichts dagegen in Notsituationen mal einen Dieselgenerator einzusetzen. Aber so zu tun als wäre das nicht der Ausnahme -sondern der Regelfall, nur damit man irgendwie für Wasserstoff argumentieren kann, ist etwas weit hergeholt. Denn auch mit dem 100kWh Akku eines Tesla Model S könnte man ein Haus 8 bis 9 Tage mit Stroh notstrom versorgen, und dann mit der Restladung zur nächsten funktionierenden Schnellladesäule zu fahren und den Akku wieder voll machen. Und dass ist ein Szenario ohne PV. Wahrscheinlich würde man seinen Stromverbrauch in so einer Situation sowieso so weit drosseln, dass man keine q0kWh am Tag braucht.

Und gerade eine Dezentrale Struktur sorgt doch für ein stabiles Stromnetz. Wenn meine inselfähige PV Anlage, meine Stromversorgung unabhängig vom Netz sichert, ist doch alles in Butter.

Farnsworth

Wenn Hybrid-, Benzin- und Diesel-Autos im Wasser stehen, dann tut sich auch da nichts mehr.

Da hat „Die-Anderen-sollen-es-bezahlen“-Hildegard mal wieder mit grober Falschinformation zugeschlagen:

„Der Strom für E-Autos müsse europaweit grün werden.[…] Die erforderlichen Solaranlagen und Windkraftwerke benötigten mehr Platz als in Deutschland zur Verfügung stehe.“

Lange widerlegt, da für beides plus der benötigten Speicherfarmen mehr als genug (Dach-)Fläche innerhalb von D zu Land und zur See zur Verfügung steht. Auch wenn ich es gerade nicht finde: Hatte nicht Daniel W. erst kürzlich entsprechende Zahlen aufgeschlüsselt?

Beispielsweise:
https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwjl16GQ6NbyAhURhf0HHbg5A5IQFnoECAIQAQ&url=https%3A%2F%2Fmediatum.ub.tum.de%2Fdownload%2F969497%2F969497.pdf&usg=AOvVaw0p-DLytYVtjQFWHcXZWTu7

Man kommt auf 130GWp bis 160GWp. Schon für Autos wird das knapp, wenn man 1Wp = 1kWh Ertrag gleichsetzt, da alle Autos allein schon knapp 104TWh/a (40 Mio Autos, 20kWh/100km, 13000km/a) verbrauchen werden und die Speicherung für die Nacht bzw. den Winter noch Effizienz kosten wird, LKW kommen noch drauf, Flugszeuge und Schiffe kommen extra. Schon den Verkehr schaffen wir nicht.

Gibt auch andere Studien die meinen 300GWp könnten erreicht werden – die sind aber durchaus optimistisch weil sie faktisch alle Dachflächen ansetzen. Das ist baulich kaum umsetzbar (trägt das Dach?) und auch Regeln wie Denkmalschutz stehen dem entgegen. Ich glaube z.B. kaum dass man Fussballstadien oder die Elbphilharmonie bedecken wird.
Aber es wird sicher nicht reichen um den bisherigen Stromverbrauch (500TWh/a) plus Heizen (<400TWh?) plus z.B. grüner Wasserstoff zur Prozessenergie (>500TWh?) zu ersetzen.

Keine Frage: Alle möglichen Dächer so schnell wie möglich bedecken! Blauäugig bin ich deswegen aber nicht.

Warum soll immer nur der Strom 100% grün sein?
Wenn von Strom die Rede ist, soll dieser aus erneuerbaren Energien entstehen.
Wenn von fossilen Energien die Sprache ist und dessen Verbrennung im Motor wird nie erwähnt, dass dieser endlich, nie erneuerbare ist und absolut viele Abgase überall emmitieren.
Selbst Strom aus Kraftwerken ist viel umweltfreundlicher als ein Benzinkutsche.

Kann ich irgendwie nicht glauben, wenn Stand heute schon 55GWp installiert sind und ich sehe auf wie vielen Dächern überhaupt noch nichts liegt. Die Studie ist von 2010, wo es noch keine 400Wp Module gab. Wo man sich vielleicht 4-5kWP installiert hat und nicht das Dach vollgepackt hat, weil heute der Installateur mehr kostet als die Zellen.

Und das sind ja nur die Dächer. Es gibt noch viel mehr Potenzial.

Farnsworth

Hier meine Infos zum Strombedarf, siehe

https://www.elektroauto-news.net/2021/olaf-scholz-wischiwaschi-beim-klima-hilft-nicht-mehr#comment-139184

Und hier in Kurzform nur für E-Autos.

43 Mio. E-Autos, bei großzügigen 25 kWh pro 100 km und durchschnittlich 12.000 km im Jahr.

43.000.000 x 3.000 kWh = 129.000.000.000 kWh (129.000 GWh bzw. 129 TWh).

A) Strom für 43 Mio. E-Autos in Deutschland wären rund 12.900 Windräder oder alle 5,25 km ein Windrad.
Würden je 5 (15) Windräder ein Windpark sein, dann ein Windpark alle 11,77 (20,38) km im Durchschnitt.

B) Für E-Lkws z.B. PV-Anlagen an der Autobahn, evtl. in Verbindung mit Lärmschutzwänden.

Bei 100.000 E-Lkws mit je 300 Tagen im Jahr zu 300 km am Tag wären es 10 m breite PV-Streifen an 10.000 von 13.000 Autobahnkilometern, Ausfahrten u.ä. würden nicht verbaut. Bei mehr E-Lkws und mehr Jahreskilometern oder weniger Autobahnkilometern mit PV, einfach die PV-Streifen breiter machen.

C) Und für die Gebäude gebe es dann Wärmepumpenheizungen mit Ökostrom von PV-Anlagen auf Gebäuden und Parkplätzen, die zugleich Regen- und Sonnenschutz hätten.

Mit dem Mix aus PV- und Windkraftanlagen, die sich gegenseitig unterstützen bei Nacht oder Windstille sowie den vielen Batterien in den E-Fahrzeugen als Pufferspeicher brauchen wir nur noch wenige flexible Gaskraftwerke, die die kleinen Stromlücken schliessen.

Wir brauchen keinen Strom aus Afrika und Südamerika, ein Ausgleich innerhalb der EU reicht.

Industrie und Luftfahrt, die Wasserstoff und E-Fuels brauchen, sollten sich überlegen, ob man in Zukunft wirklich noch soviel davon braucht. Alte Verbrenner werden vermutlich schneller ausgemustert, wenn deren Fahrer in Zukunft die Umweltverschmutzung der alten Autos immer deutlicher beim Tanken spüren.

Die letzten sechs AKW gehen nun in zwei Schritten bis Ende 2022 vom Netz.

(Quelle: tagesschau.de)

Statt die Atomkraftwerke in Deutschland schnell stillzulegen, sollte man lieber die Kohlekraftwerke abschalten und den Kohleabbau einstellen, das würde massiv CO2 einsparen.

Die Politik will die Atomkraftwerke „bis Ende 2022“ in Deutschland abschalten und noch 16 Jahre lang bis 2038 mit dreckigen Kohlekraftwerken die Umwelt verschmutzen. Da stellt sich die Frage, ob es in 20 Jahren noch Menschen gibt, die sich beim Kampf ums pure Überleben noch Sorgen um den Atommüll machen.

Alles akku-elektrisch. So sehen unerfüllbare Träume aus, während gigantische Pipelines die Welt IMMER NOCH mit Kohlenstoff versorgen, riesige Chargoschiff-Flotten mehr als 90 % des globalen Warenhandels bewerkstelligen müssen. Mit SCHWERÖL natürlich, unzählige LKWS die Strassen verstopfen, Unmengen von Dieselmschinen die Rohstoffe aus den Böden kratzen, da träumen Leute von hoch subventionierter ZENTRALERStromversorgung für Millionen von Akkus. Zeitgleich predigen sie diese STROMAUTARKIE und dem Kampf gegen den Klimawandel. Dabei ist der Klimawandel längst da. Erinnert da nicht an Vietnam? Oder jüngst an Afghanistan? Der Krieg war längst verloren, bevor die „Helden“ es merkten.
Ach ja, während man von Akku-Stromversorgung träumt findet man im WWW diese Karten
https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/globalisierung/52535/handelsstroeme-erdoel
Karten über die Grossschiffahrt hier, gefiltert nach Tanker: https://www.marinetraffic.com/de/ais/home/centerx:-157.1/centery:37.4/zoom:2

Daran sieht man welche giganitsche Arbeit VOR dem KLIMAWANDEL und UNS GELEGEN HÄTTE! Jetzt versucht man mit gigantischem Aufwand an „KOHLE“ den Bedarf am KOHLENSTOFF zu reduzieren. Mit Autos, die am besten 500 KW Leistung haben. Darüber lachen nicht einmal die Hühner…

Ob die Welt, wie die große als „unsinkbar“ bezeichnete Titanic, schon unrettbar im Sinken ist? – das weis ich nicht, aber wir sollten die Rettungsboote, die wir noch haben, wenigstens maximal besetzen und nicht die Zahl der Musiker erhöhen, damit die Musik noch lauter spielt.

Ganz klar: Eine Industrie, die für Investitionen den Staat benötigt, ansonsten aber auch zu Recht in die eigenen Taschen wirtschaftet, hat keine Daseinsberechtigung mehr.
Das bessere Mobilitätssystem wird sich ökonomisch durchsetzen – lieber früher als später ganz ohne Subventionen und Einmischung durch den Staat – und aus meiner Sicht ist es von den hochdotierten Damen und Herren der OEM-Zentralen zu erwarten, einen gemeinsamen Standard bzgl. Energieversorgung zu vereinbaren.
Wenn sie dazu nicht in der Lage sind, dann braucht man keinen Daimler, BMW, VW mehr und den innovativen Firmen soll der Markt gehören.

Ist Ihr Vorname Karl? Karl Valentin?

Ich darf doch zitieren:
Das bessere Mobilitätssystem wird sich ökonomisch durchsetzen – lieber früher als später ganz ohne Subventionen und Einmischung durch den Staat – und aus meiner Sicht ist es von den hochdotierten Damen und Herren der OEM-Zentralen zu erwarten, einen gemeinsamen Standard bzgl. Energieversorgung zu vereinbaren.
Wenn sie dazu nicht in der Lage sind, dann braucht man keinen Daimler, BMW, VW mehr und den innovativen Firmen soll der Markt gehören.“

an anmerken, mit welcher atemberaubenden Geschwindigkeit und Efflienz bei uns NICHTS getan wird. Ausnahme die Schadstoffeleminierung auf Prüfdständen. (Ausnahmen braucht man um die Regel zu bestätigen).

Nun erinnert mich Ihr Text an das hier: „Die gestrige Zeitung“

https://youtu.be/5nw1XqUMuVM

Vlt. sollten Sie die Zeitungen von 1990 bestellen?

Was die Photovoltaik auf den Hausdächern anbelangt, so finde ich sie einerseits natürlich richtig und wichtig und gut. Andererseits bedauere ich aber die teils festzustellende optische „Verschandelung“ hierdurch. Erinnert mich etwas an die südlichen Länder (Italien, Griechenland, Türkei insb.,..) mit den zahllosen Klimaboxen an die Gebäudefassaden „gebappt“ und den Einrichtungen für solarerzeugtes Warmwasser mit den Fässern auf den meist (Flach-)Dächern.
Aber müssen wir alle wohl „durch“.

Wir haben eine voll ins Ziegeldach integrierte Photovoltaikanlage. Sieht wirklich gut aus, war aber teuer (Dach musste in dem Zshg. komplett neu eingedeckt werden) und bietet auch Nachteile in Punkto Leistungsfähigkeit und Wartbarkeit. Ob‘s heute anders, also vorteilhafter sein kann, weiß ich nicht, unsere Anlage ist schon von 2004.
Grundsätzlich sehe ich das mit der Verschandelung auch als Problem an. Geht bis zu Photovoltaik auf historischen Schwarzwaldhäusern und -dächern 🙁

Ein Trost: Schlimmer geht immer. Ich denke dabei an Wohnblöcke mit teils Dutzenden von Satellitenschüsseln an der Hausfassade und an den Balkonen. Dafür muss man nicht mal in südliche Länder fahren ;(

Wow, was für Luxusprobleme.

So ein Braunkohleloch ist natürlich viel schicker. Okay, das sieht man natürlich nicht täglich auf den Nachbardächern, sondern nur auf der Satellitenansicht von Deutschland in Google Maps.

Ich finde, dass PV-Anlagen und WKAs nach „Fortschritt“ aussehen. Ich erfreue mich an jedem Haus was eine hat.

Farnsworth

Es gab früher auch Menschen, die haben sich über jede Kuppel eines Kernkraftwerks gefreut und über das Garchinger Atomei des „Fortschritts“ wegen 😉

An normale Ziegeldächer hat man sich gewöhnt, das geht auch mit PV-Anlagen auf Dächern, wenn fast alle Dächer damit bestückt sind – das gilt auch für PV-Anlagen an Fassaden und Balkonen von größeren Gebäuden.

ich habe meine Terassenüberdachung mit solarmodulen gmacht ebenso das Balkon geländer mit Modulen bestückt das ist alles andere als eine verschandelung im Gegenteil das schaut absolut geil aus

„Die erforderlichen Solaranlagen und Windkraftwerke benötigten mehr Platz als in Deutschland zur Verfügung stehe“ so ein Unsinn wir haben in deutschland mehr als genügend Platz dafür man muss nur endlich weil die ganzen burokratischen Hürden abbauen dann ist das in spätestens 10 Jahren erledigt, darin sind sich viele Wissenschaftler einig das das möglich wäre wenn polotisch gewollt
man muss doch nur mal durch die Ortschaften laufen dann sihet man wie viele geignete Dächer noch leer sind die man problemlos mit solaranlagen belegen könnte sogar meine kleine Solaranlage von nur 6,75 KwP und nicht optimaler Ausrichtung und Neigung erzeugt mehr Strom im Jahr als ich mit meiner Familie und Mutter verbrauchen kann.
Noch etwas ich kann mich noch an eine Galileio Sendung erinnern darin ging es um Stromeinsparungen der Industrie dort wurde nachgewiesen das mit einer Modernisierung der alten Anlagen problemlos 25% des stromes eingespart werden kann und sich diese investitionen sich innerhalb eines Jahres durch die Stromersparnis sich amortisieren würde beim gezeigten Beispiel einer Brauerrei waren es sogar nur 7 Monate bis zur Amortisation. Es gibt also noch genug Potenzial zur energieeinsparung

Sie schreiben das hier: „„Die erforderlichen Solaranlagen und Windkraftwerke benötigten mehr Platz als in Deutschland zur Verfügung stehe“ so ein Unsinn wir haben in deutschland mehr als genügend Platz dafür man muss nur endlich weil die ganzen burokratischen Hürden abbauen dann ist das in spätestens 10 Jahren erledigt, darin sind sich viele Wissenschaftler einig das das möglich wäre wenn polotisch gewollt“ und reden von UNSINN?
Da gibt es diesen Prof. SINN, der Ihre Meinung als UNSINN bewertet und Karten über die Verteiliung und den Flächenbedarf in Deutschland erstellt hat. Ich glaube, man kann diesen Vortrag anhören: https://youtu.be/8dIB4L4D4qI

Sie meinen den 73jährigen Prof. a. D.?
Ich frage ja zu Elektromobilität auch nicht Prof. Fritz Indra oder „Kolben-Klaus“ Fröhlich, ehemals von BMW, um Rat 😉

Die sogenannten Professoren Sinn oder auch Harald Lesch erzählen jeweden Unsinn, wenn es Quote bringt und sie damit irgendwo auftreten dürfen. Speziell gegen Erneuerbare und gegen BEV-basierte Elektromobilität treffen sie in D natürlich auf reichlich Nachfrage. Inhaltlich sind beide schon fast lächerlich unterwegs.
Von den medienpräsenten Wissenschaftlern ist z.B. Volker Quaschning eine wissenschaftlich fundierte Bank. Und, welch Wunder, kommt er zu völlig konträren Ergebnissen im Vergleich zu Sinn und Lesch.

Dr. Sinn ist Ökonom und kein Experte für Energiewirtschaft. Seine Darstellungen haben so viele handwerkliche Fehler, der jeder gebildete Laie erkennen und widerlegen kann. Absolutes Lobbygeschwafel.

Farnsworth

andere EU-Länder verpflichten???. Ich war jetzt in Polen unterwegs und habe kein polnisches E-Auto gesehen. Ladesäulen sind flächendeckend vorhanden. Zwar nur 50KW, aber das reicht mir für den Anfang aus.

Es muss vor allem auch mit Plug and Charge vorangehen und herauskommen müssen absolut zuverlässige und hochverfügbare Ladepunkte, wie sie bisher nur Tesla anbietet.

Ich bin überhaupt kein Liebhaber vom Karten- oder Smartphone-Zahlen etwa an personalfreien Automatentankstellen. Das wird nur noch getoppt von Fahrkartenautomaten etwa der Nahverkehrsverbünde. Bei Regen und/oder Dunkelheit dastehen und sich durchs Menue klicken und PIN eingeben u. dgl. – wunderbar 🙁

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