Teslas 3,5-Millionen-Kilometer-Batterie bekommt Konkurrenz von BYD

Copyright Abbildung(en): BYD

Teslas Batterieforscher Jeff Dahn hat eine Elektroauto-Batterie in Aussicht gestellt, die eine Lebensdauer von mehr als 15.000 Ladezyklen erreichen und mehr als 3,5 Millionen Kilometer lang nutzbar sein soll. Jedoch scheint dies die Konkurrenz nicht davon abzuhalten eigene Fortschritte zu erzielen und an Batterien zu arbeiten, welche Tesla durchaus den Rang ablaufen können. Die Rede ist in diesem speziellen Fall von BYDs Blade-Batterie, welche 1,2 Millionen Kilometer halten soll.

Bereits im April vergangenen Jahres hat der chinesische Autohersteller BYD seine Elektroauto-Batterie namens „Blade-Batterie“ vorgestellt. Die Neuentwicklung soll sämtliche Bedenken hinsichtlich der Batteriesicherheit in Elektroautos zerstreuen und die Sicherheitsstandards für die gesamte Branche neu definieren. Ein erster Abnehmer der Blade-Batterie wurde bereits benannt. Zudem wurden weitere Details zur neuartigen Batterie aus dem Hause BYD kommuniziert.

BYDs neue Blade-Batterie steht im Mittelpunkt der kürzlich veröffentlichten technischen Daten für das neue siebensitzige SUV-Modell BYD Tang, das 2021 auf den Markt kommen soll – das erste Fahrzeug mit BYDs neuester Batterietechnologie für den norwegischen Markt. Der BYD Tang hat 2020 eine erfolgreiche Markteinführung in Norwegen hinter sich und BYD ist zuversichtlich, dass die neue Blade-Batterie ein überzeugendes Motiv für die Kunden sein wird, das 2021er-Modell zu kaufen. Die Produktion des 2021er BYD Tang-Modells für Norwegen wird im zweiten Quartal 2021 beginnen, wobei die ersten Fahrzeuge im Spätsommer auf norwegischen Straßen erwartet werden.

Neben den klaren Sicherheitsvorteilen überzeuge die Blade Battery von BYD auch durch ihre Leistungsstärke, so das Unternehmen in einer entsprechenden Mitteilung. Die Langlebigkeit der Blade Battery übertrifft 1,2 Millionen km nach 3.000 Lade-/Entladezyklen. Diese Langlebigkeit kombiniert mit den kompakten Abmessungen von nur 905 mm Länge, 118 mm Breite und 13,5 mm Höhe lässt durchaus auf ein aufkommendes Interesse schließen. Wie BYD zu verstehen gibt werden die Einzelzellen in einem Array angeordnet und blattförmig in einen Batteriepack eingesetzt. Außerdem haben deren Ingenieure den Bauraum der Batterieanlage um 50 % verkleinert und so zusätzlichen Platz für die Fahrzeugablage oder andere Zusatzgeräte geschaffen.

Gefertigt werde die Blade Battery in BYDs hochmoderner ‚intelligenter‘ Produktionsstätte in Chongqing, China. In der Theorie und laut Angaben des Herstellers sei eine jährliche Produktionskapazität von 20GWh möglich. BYD Europe Managing Director Isbrand Ho ordnet die neuartige Batterie-Technologie wie folgt ein: „Unsere neue Blade-Batterie ist ein Meilenstein für die Elektroauto-Industrie. Unser hochqualifiziertes Team von Ingenieuren hat unermüdlich daran gearbeitet, ein noch höheres Maß an Sicherheit zu liefern – und das ist ein entscheidender Faktor für Pkw-Käufer. Die Blade-Batterie ist der Höhepunkt von mehr als 25 Jahren Erfahrung in der Akku-Innovation und kombiniert die neuesten Technologien mit dem neuesten Stand des kreativen Denkens und der Produktionstechnik.“

Quelle: BYD – BYD Blade Battery set to revolutionise EV market

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Teslas 3,5-Millionen-Kilometer-Batterie bekommt Konkurrenz von BYD“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
12 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

@Autor:
Bei den Zelldimensionen ist wohl ein Fehler drin. 135 cm Höhe wären etwas sehr sperrig. Ich finde im Netz etwas von 905 mm Länge, 13,5 mm Breite und 118 mm Höhe…?

das 2021er Model klingt ja ganz gut

86,4 kWh Batterie, 110 kW Ladeleistung….mit um die 350-400km Reichweit WLTP…

Naja, ein Meilenstein ist da wirklich nur die Batterie wenn sie hält was sie verspricht, der Rest sollte ja Standard sein. Bleibt nur noch die Preisfrage wenn die Qualität stimmt.

es bleibt spannend

Hallo, ich denke der Artikel ist etwas unvollständig. Mir fehlen die Informationen wie groß die Kapazität eines Moduls mit der angegebenen Größe ist und wie schwer so ein Modul ist.

Konkurrenz belebt den Markt. Vorsprung durch Technik gilt immer mehr für viele – aber für keinen Deutschen.

Vor allem nicht für manische Deutschlandhasser für die das Glas immer halbleer ist.

Welche normale E-Autofahrer braucht eigentlich die Millionen-km-Batterien?

Die Millionen-km-Batterien sind wohl für eine Minderheit von Kilometerfressern oder Leuten, die in Zukunft per Autopilot fast ihr ganzes Leben im Wohnmobil fahrend und schlafend auf den Strassen verbringen und sich das Haus oder die Wohnung dann ganz sparen können – mobiles Leben 2030?

Bei über 90% dürfte die Batterie wegen des Alters in x Jahren unbrauchbar werden, da nützen die Rest-Millionen nichts mehr. Besser günstige Batterien anbieten, die 200.000 oder 300.000 km bieten, bei einer durchschnittliche Jahresfahrleistung von 14.000 km wären das 14 bis 20 Jahre – wenn die Batterie mitmacht.

Ein wesentlicher Punkt ist tatsächlich die Lebensdauer – nicht Ladezyklen – sondern in tatsächlichen Jahren. Aus Gründen der Nachhaltigkeit sollten für e-Autos wegen des einfacheren Aufbaus (mindestens) 20 Jahre das Ziel sein – und der Akku sollte das auch erleben können (oder er muss leicht und kostengünstig austauschbar sein). Da kommen schon durchschnittlich mehr Ladezyklen zusammen. Oder kleinere Akkus für Stadtautos, die auch häufiger zu laden sind.

Bei den Angaben handelt es sich ja häufig um theoretisch mögliche Werte, Laborwerte unter idealen Bedingungen (schonende Ladung und Entladung bei „Wohlfühltemperatur“) oder ausgesuchter Prototypen-Zellen. In der Massenfertigung gibt es Streuungen und der Alltagsbetrieb wird (vermutlich) ebenso dazu führen, dass diese Angaben in der Praxis bei weitem nicht erreicht werden …

Positiv: wahrscheinlich bleibt immer noch genug km-Lebensdauer für ein „Sorglos-Paket“ übrig

Bei meinen Premiumautos wurde das „Aus“ immer durch das Ende der Motortechnik bestimmt.
Vor allem bei Audi. Mehr als 200.000 km zu schaffen war entweder unmöglich, oder mit sehr hohem
Wartungsaufwand verbunden. so wurde ein glänzend da stehendes „Premiumprodukt“ nach 5 Jahren verschenkt, weil die komplizierte Technik verschlissen ist. Allein der Austausch von zb. Diesel-Injektoren kostete mich bei einem A6 5000 euro … nach 120.000 km !!! Ein E Auto ist mechanisch nicht so kompliziert, Irgendwann mal einen (oder 2) e-motoren auszutauschen, ist nicht soo intensiv. Softwareseitig sollte der Apparat on air aktuell bleiben. Wenn dann aber der Akku hält, wäre eine Million km ganz nett, wenn man von den besprochenen 3 Millionen alle Unwägbarkeiten abzieht. Außerdem reden wir ja heute von einem 2.
Leben der Akkus, nach dem Auto. Ich finde, das ist ein deutlicher Schritt in Richtung Nachhaltigkeit.

Die beiden haben völlig Recht. Figuren möchte ich noch, dass die e-auto Kritiker immer wieder anführen was den passiert wenn der Treue Akku kaputt geht. Und das schürt immer wieder Ängste um die haltbarkeit, was sich dann in der Konsequenz auf den Gebrauchtwagenpreis auswirkt. Verlieren die Autos durch die Angst vor einem gebrauchten Akku stärker an Wert, wirkt sich das auf Leasing Preise aus. Und damit auf die Bereitschaft für Firmen ein e-Auto anzuschaffen. Zur Zeit wird diese Bereitschaft doch nur durch Zuschüsse und 0,5 bzw 0,25% Regelung hoch gehalten. Die wird irgendwann auslaufen und dann müssen die e-Autos beiden das sich keiner sorgen machen muss das der Akku das Auto nicht überlebt. Oder das das den Gebrauchtwagen keiner mehr haben will. Definitv muss ein zweites Leben für den Akku im Heimspeicher die Regel werden, So dass selbst Autoverwerter noch Spaß dran haben einen geschrotteten e-Wagen anzunehmen. Und das geht nur wenn der Akku noch gut Verkaufbart ist.

Bei Verbrennern gehen öfter auch mal teuere Motoren oder Getriebe kaputt.
Da regt sich niemand auf.

Diese News könnten dich auch interessieren:

Mercedes Trucks testet eEconic für die Müllabfuhr
Audi Q4 e-tron nun mit mehr Reichweite sowie als weiteres Allradmodell zu haben
Analyst: Untere Mittelklasse (VW ID.3) verliert an Marktanteil im ersten Halbjahr
12
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).