Musk: Tesla plant Supercharger noch 2021 für andere E-Autos zu öffnen

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Bis Ende 2021 werde Tesla sein Supercharger-Netzwerk für andere Autohersteller öffnen. Dies sei bereits eine Weile in Arbeit und soll noch diesem Jahr umgesetzt werden. Beim Supercharger-Netzwerk handelt es sich wohl um das umfangreichste Schnellladenetzwerk weltweit. Zuletzt wurde bekannt, dass die Ladeleistung an Tesla-Supercharger auf bis zu 350 Kilowatt steigen würde. Somit würde man den hauseigenen Schnellladestationen ein weiteres Upgrade von 100 kW-Ladeleistung spendieren.

Anstatt sich wie die meisten anderen Autohersteller auf Ladenetzwerke von Drittanbietern zu verlassen, entwickelte Tesla sein eigenes Netzwerk von Grund auf, was eher eine Notwendigkeit war, wenn man bedenkt, wie früh Tesla mit Elektrofahrzeugen am Start war. Ein Jahrzehnt nach der Einführung des ersten Superchargers verfügt Tesla heute über 25.000 Supercharger an über 2.700 Stationen auf der ganzen Welt.

Vor rund sieben Jahren wurde der erste deutsche Supercharger in Betrieb genommen. Im Sommer 2021 hat Tesla Deutschland mit der Eröffnung der Schnellladestation in Illertissen südlich von Ulm einen weiteren Meilenstein erreicht und die nationale Marke von 1.000 Supercharger-Ladeplätzen übertroffen. Im Gegensatz zu Netzwerken von Drittanbietern wie Ionity, Electrify America oder ChargePoint können Stand heute nur Tesla-Fahrzeuge über das Supercharger-Netzwerk laden.

Bereits in der Vergangenheit hat der Automobilhersteller zu verstehen gegeben, dass man das Supercharger-Netzwerk für andere öffnen wolle, insofern sich diese an den Kosten beteiligen. In der Vergangenheit gab es immer wieder Gerüchte, dass Tesla in Gesprächen mit anderen Autoherstellern ist, um eine solche Vereinbarung zu treffen, aber bisher habe man noch nie ein tatsächliches Ergebnis gesehen.

Musk hat nun die Pläne zur Öffnung des Netzwerks bestätigt und sogar einen Zeitplan beigefügt. Auf Twitter äußerte sich Elon Musk, der CEO von Tesla, über seinen Ladeanschluss und in diesem Zusammenhang zur Öffnung des Supercharger-Netzwerks.

„Wir haben unseren eigenen Stecker entwickelt, da es damals keinen Standard gab und Tesla nur Hersteller von Elektroautos mit großer Reichweite war. Es ist ein ziemlich schlanker Stecker, der sowohl für das Laden mit niedriger als auch mit hoher Leistung geeignet ist. Abgesehen davon werden wir unser Supercharger-Netzwerk später in diesem Jahr auch für andere EVs öffnen.“

In Nordamerika verwendet Tesla seinen eigenen Stecker und wird anderen Besitzern anderer Elektrofahrzeuge einen Adapter anbieten müssen, damit sie das Netzwerk nutzen können. In Europa verwendet Tesla jetzt den CCS-Standard und es wird einfacher für sie sein, das Supercharger-Netzwerk auf dem Markt zu öffnen.

Quelle: electrek.co – Elon Musk confirms Tesla plans to open Superchargers to other automakers later this year

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Auch wenn ich keinen Tesla fahre so werde ich augenblicklich deren Ladeinfrastruktur verwenden sowie es freigeschalten ist. Ich bin aktuell derart genervt von Ionity, EnBW, WeCharge & Co.
Ist schon jemandem aufgefallen, dass man bei WeCharge ausschließlich mit Master oder Visacard bezahlen kann? Bei EnBW geht zumindest mal Bankeinzug, dafür aber sonst kaum Alternativen und ständig steigende Preise. Ionity wiederum nimmt zwar mehr Kreditkarten, dies jedoch nur zum Preis von 0,79 ct/kWh. Aus meiner Sicht gibt es Stand heute keinen einzigen Anbieter welcher Kundenfreundliche Bedingungen (Preis, Zahlungskonditionen, Abwicklung, Übersicht) aufweist.
Bin ich der Einzige Elektroautofahrer der keine Visa oder Mastercard besitzt? Ich bin dankbar falls jemand einen besseren Anbieter als obige benennen kann. Ich benötige nur Schnellladepunkt mit min. 150 kW Leistung, kein AC.

Supercharger sollten auch an Autobahnraststätten installiert werden und dann auch für Fahrzeuge anderer Hersteller nutzbar sein. Heute muss man für die Superchargernutzung runter von der Autobahn, im Prinzip ist dies nur ein Ersatz für die Tankstelle auf dem Autohof.

Das Wutgeheul der gusseisernen Tesla Fans lese ich schmunzelnd.

Das eigene Netz war früher die einzige Möglichkeit, dem Kunden ein Elektroauto zu verkaufen. Aktuell eröffnet gefühlt jede Stunde eine neue HPC Ladestation. Da wurde in kurzer Zeit aus dem Alleinstellungsmerkmal ein wirtschaftlicher Nachteil. Denn so ein Netz kostet und kostet, muss permanent gewartet, aber vor allem dringend modernisiert werden.

Autos wie ein IONIQ5, der Porsche, der Audi GT können dort gar nicht mit voller Leistung geladen werden. Auch nicht am V3 Lader und davon gibt es noch gar nicht so viele, während Musk bereits die nächste Generation angekündigt hat. Und genau genommen braucht man noch eine weitere Generation mit 800 V Technik bis man wieder auf Konkurrenzstand ist.

Die Konkurrenz hatte es einfacher – sie hat einfach in eine Allianz einbezahlt, die im wesentlichen erst ausgebaut hat, nachdem sich ein Goldstandard der HPC Lader mit guter Halbwertzeit, nämlich bis 1000 V und 350 kW, entwickelt hat.

Ich hoffe inständig das Nicht Tesla Fahrer den doppelten Preis bezahlen müssen. Ich werde es auf keinen Fall akzeptieren wenn ein Fremdfahrzeug mir meinen Ladeplatz wegnimmt. Ich habe, wie von Musk selbst gesagt, das Ladenetz bezahlt. Mit dem Kauf eines Teslas zahlt man auch für die Ladeinfrastruktur!

Ich gehe einmal davon aus, dass Tesla da mit den entsprechenden Verantwortlichen eines jeden Landes (für Deutschland eben leider die Herren Altmeier und Scheuer) schon einen entsprechenden Deal aushandeln wird.
Ich Denke Tesla wird das Netz nur dann zu Tesla-Preisen öffnen, wenn Teslafahrer im Gegenzug auch in anderen Netzen zu “Kundenpreisen” laden können (z.B. bei Ionity, Audi, Porsche etc.)
Wenn das im Gegenzug nicht erfolgen sollte, wird Tesla die Preise für „Fremdlader“ sicherlich so „gestalten“ das sich nur einige wenige an den Supercharger verirren werden.
Gut ist Tesla ein Software Unternehmen – ich bleibe da ganz entspannt.
Time will tell – hauptsache elektrisch ;-)

Ich stelle mir vor, dass sich jemand auf diese Seite verirrt, der sich für E-Autos interessiert.
Und dann diese teilweise unterirdischen Kommentare liest – und sich einen Diesel kauft …

Sicherlich gute Werbeaktion für Tesla die SuCs zu öffnen

Jeder, der am SuC lädt und mangels plug&charge erst mit einer App rumfummeln muss, während die Tesla Gemeinde entspannt einfach nur das Fahrzeug einstöpselt, kauft sich das nächste mal einen Tesla :-)

Soll halt Porsche oder BMW sein Ladenetz für alle freigeben.

Achso die haben keins

Die letzen 10 Jahre geschlafen, nichts gemacht und dann seine Kunden zur Konkurrenz schicken

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