Kia könnte 2022 zwei weitere E-Autos auf der E-GMP-Plattform vorstellen

Kia könnte 2022 zwei weitere E-Autos auf der E-GMP-Plattform vorstellen

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Der koreanische Autohersteller Kia will dem Elektro-Crossover EV6 zwei weitere SUV mit EV-Nomenklatur folgen lassen und diese womöglich im Jahr 2022 vorstellen und ein Jahr später zu den Kunden bringen. Dem europäischen Produktchef Sjoerd Knipping zufolge soll eines dieser beiden Modelle ein großer, oberhalb des EV6 platzierter SUV sein, der auf den US-Markt zugeschnitten sein soll. Das andere Modell hingegen werde unterhalb des EV6 positioniert und speziell für den europäischen Markt entwickelt, wie das britische Fachblatt Auto Express von ihm erfahren hat. Von Auto Express als kleiner Vorgeschmack veröffentlichte Design-Renderings zeigen für letzteres Modell einen kompakten SUV, dessen Proportionen an einen aufgebockten und mit weicherer Linienführung gezeichneten Kia Soul erinnern.

Kia hat sich für seine E-Autos die Modellbezeichnungen von EV1 bis EV9 gesichert. Der US-Stromer, so vermuten die Briten, könnte als EV7 oder EV8 ins Portfolio wandern und soll Sitzplätze für sieben Personen bieten, ähnlich wie der SUV Ioniq 7, den Kia-Schwester Hyundai für 2024 angekündigt hat. Der kleinere Kia-Crossover für den europäischen Markt wiederum könnte demnach als EV4 vorgestellt werden, und soll mit Modellen wie dem Volvo C40 und dem Mercedes EQA in Konkurrenz treten.

Der EV4 soll wie schon die beiden vorgestellten Modelle Kia EV6 und Hyundai Ioniq 5 auf der E-GMP-Plattform der Hyundai-Kia Group für Elektroautos basieren. Mit einem im Vergleich zum EV6 leicht verkürzten Radstand soll der EV4 in etwa die Maße eines aktuellen Kia Sportage aufweisen, eines der beliebtesten Modelle der Südkoreaner. Auto Express geht von technischen Spezifikationen aus, die Nahe am EV6 liegen. Sprich: Zwei Optionen für Batteriepakete mit 58 kWh oder 77 kWh und einer Reichweite von bis zu etwa 500 Kilometern. Als Wahrscheinlich gelten auch mehrere Antriebsversionen, vom günstigen Einstiegsmodell mit einem E-Motor im Heck und 125 kW (168 PS) bis hin zu einem zweimotorigen Allradmodell mit 239 kW (321PS).

Während die E-GMP-Plattform den fahrbaren Untersatz für viele zukünftige Kia-Elektro bilden wird, stellte Knipping aber auch klar, dass nicht alle Kia-Stromer auf dieser Architektur aufbauen werden. Außerdem sollen nicht alle Elektroautos mit der 800-Volt-Batterietechnologie ausgestattet werden, die vor allem beim Schnellladen deutliche Vorteile mit sich bringt. In kleineren Fahrzeugsegmenten reichen Knipping zufolge auch 400 Volt sowie eine andere Plattform. Ob es sich dabei um eine Abwandlung der aktuellen Plattform von bereits längeren erhältlichen E-Autos wie dem Kia Niro-e handelt oder um eine komplette Neuentwicklung, ist Europas Produktchef zufolge noch nicht entschieden.

Kia plant, bis 2025 insgesamt elf Elektroautos im Programm zu haben. Davon sollen sechs exklusiv nur als Elektroautos zu haben sein, wie etwa der EV6. Fünf weitere Modelle sollen neben dem Elektroantrieb auch als Plug-in-Hybride oder herkömmliche Verbrenner zu haben sein.

Quelle: Auto Express – New Kia EV4 on course to grow electric SUV range

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Der EV4 wird bestimmt ein Verkaufsschlager. Kompakt und fast schon ein Kombi.

Warum sind die Heck Ladekanten immer so unpraktikabel hoch? Kombiartige Lademöglichkeiten fehlen!

Weiter so
So richtig den Kaufknoten zum Platzen bringen werden dann allerdings erst Fahrzeuge in der EV3-Kategorie und darunter. Aber damit ist ja allgemein am Markt zu rechnen etwa in drei Jahren +/-. Am Horizont zu sehen ist sie ja schon, die ID.2-Klasse, um sie mal so zu kategorisieren: VW-Konzern, Stellantis, Renault, Koreaner,.. Und die Japaner werden auch dabei sein.
Ich freu mich drauf.

Wird ja wahrscheinlich auch vom Interieur und Cockpit dann ähnlich zum EV6 liegen.
Wäre für mich ein mit entscheidender Punkt, weil diesbezüglich etwa Tesla-Style und -Bedienung nicht meins ist. Aber auch ID.3/.4 nicht: Als hätte man dort das Cockpit bei der Konstruktion vergessen und dann nachträglich „reingeklebt“.

Schoooonwieeeder ein SUV, ich möchte eine kleine Limousine, nicht länger als der Golf und schön wie der Tesla M3 – aber offensichtlich bin ich allein auf weiter Flur.

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