So könnte der neue Hyundai Ioniq 7 aussehen

So könnte der neue Hyundai Ioniq 7 aussehen
Copyright:

Symbolbild | Hyundai

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Der neue siebensitzige Ioniq 7, den Hyundai im Jahr 2024 unter die Leute bringen will, wird in der Produktpalette oberhalb von Ioniq 5 und Ioniq 6 platziert sein. Neue Renderings von AutoExpress geben eine kleine Vorschau, wie der große, rein elektrische SUV aussehen könnte. Ein zuvor von Hyundai veröffentlichtes, nur schemenhaftes Teaser-Bild zeigt die drei Elektroautos zusammen, wobei der Ioniq 5 am rechten Bildrand einen Eindruck davon vermittelt, wie sich die Modelle 6 (links) und 7 (Mitte) in Design und Größe unterscheiden werden.

Der mächtige Ioniq 7 mit seiner ungewöhnlichen Frontgestaltung wird wie die beiden anderen Ioniq-Modelle auf Hyundai-Kias skalierbarer E-GMP-Plattform für Elektroautos basieren, wobei Breite und Radstand der modularen Architektur relativ frei gewählt werden können. Mit weniger Einschränkungen bei diesen Parametern wird die Größe der Batterie, die der große und schwere SUV für eine möglichst hohe Reichweite unterbringen muss, ein entscheidender Faktor sein. Als Referenz steht der Radstand des Ioniq 5-Crossovers bei 3000 mm, was bereits 235 mm länger ist als bei Hyundais siebensitzigem Benziner-SUV, dem Santa Fe.

Hyundai

Beim Ioniq 7 dürfte der Radstand deutlich weiter ausfallen, um das Platzangebot in der Kabine zu verbessern. Er kann so auch eine größere Batterie im Unterboden zwischen den Achsen aufnehmen, was dabei hilft, das zusätzliche Gewicht des Autos im Vergleich zu seinen eher mittelgroßen Geschwistern zu kompensieren. Mehr als 100 kWh an Batteriekapazität könnten es am Ende werden, was dem großen SUV eine Reichweite von mehr als 600 Kilometer ermöglichen soll.

Dank der 800-Volt-Batteriearchitektur der E-GMP-Plattform kann Hyundai den Ioniq 7 mit einer 350-kW-Schnellladefähigkeit ausstatten, was bedeutet, dass eine Reichweite von bis zu 100 km in nur fünf Minuten nachgeladen werden kann. Angesichts der Positionierung des 7 als Flaggschiff vermutet AutoExpress, dass Hyundai das Fahrzeug auch mit der Möglichkeit zum kabellosen Laden ausstatten könnte. Hyundais Leiter der Electrification Development Group, Chung Jin-Hwan, habe bereits erklärt, dass der Hersteller daran arbeite und viele Probleme gelöst habe, „die von Natur aus beim kabellosen Laden auftreten.“

Da Plattform-, Batterie- und Elektromotortechnologie in den Produktreihen von Hyundai und der Schwestermarke Kia standardisiert werden, und viele zukünftige Modelle von der E-GMP-Plattform unterbaut sein werden, werden sich die verschiedenen Modelle neben der Außenhaut vor allem durch das Interieurdesign und die Raumnutzung definieren. Für den Ioniq 7 sollen Kunden ein Interieur im Lounge-Stil erwarten dürfen, mit einem Höchstmaß an vernetzter Technik, Over-the-Air-Update-Funktionalität sowie ein umfassendes Paket an autonomen Fahrerassistenzsystemen.

Angesichts der schieren Größe des Ioniq 7 ist es wahrscheinlich, dass das SUV das Dual-Motor-Setup des Ioniq 5 Topmodells verwenden könnte, das aktuell bis zu 225 kW (305 PS) und 605 Nm Drehmoment an alle vier Räder liefert. Kia hat allerdings für seinen EV6 schon eine GT-Version vorgestellt, die auf bis zu 430 kW (584 PS) und 740 Newtonmeter kommt. Dies scheint eine angemessenere Leistung für einen siebensitzigen SUV wie den Ioniq 7. Zumal viele Besitzer großer SUV ihre Autos auch zum Ziehen von Anhängern oder Wohnwagen nutzen möchten, wofür jedes Kilowatt mehr nur Recht sein kann. Den Ioniq 5 hat Hyundai mit einer Anhängelast von bis zu 1600 kg ausgestattet.

Quelle: AutoExpress – New 2024 Hyundai Ioniq 7 to complete EV trio

worthy pixel img
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.