VW ID.3 1st kommt frühestens Anfang September – mit Software-Problemen

VW ID.3 1st kommt frühestens Anfang September - mit Software-Problemen

Copyright Abbildung(en): Volkswagen AG

Bei VW scheint nicht alles rund zu laufen. Ralf Brandstätter, folgte Anfang der Woche auf Herbert Diess als CEO des Wolfsburger Autoherstellers und soll dafür sorgen, dass der ID.3 noch diesen Sommer auf die Straße kommt. Wird wohl auch der Fall sein, eben nur im Spätsommer. Denn mittlerweile steht fest, ab dem 17. Juni kann in den meisten europäischen Ländern die auf 30.000 Fahrzeuge limitierte 1st Edition des ID.3 verbindlich bestellt werden.

Die Auslieferung des ID.3 1st an die sogenannten „First Mover“ beginnt Anfang September. „Die großangelegte Elektro-Offensive der Marke Volkswagen wird mit dem ID.3 nun auf der Straße sichtbar. Das Auto unterstreicht unseren Anspruch, alltagstaugliche und bezahlbare lokale, emissionsfreie Mobilität für alle anzubieten“, sagt Ralf Brandstätter, Chief Operating Officer der Marke Volkswagen. Zunächst ging der ID.3 an Mitarbeiter raus, für weitere Tests in der Praxis und um letzte Probleme auszuschließen. Dennoch scheint es so, als ob er mit Software-Problemen ausgeliefert wird, um diese im Nachhinein auszubessern. VW verpackt dies äußerst geschickt und gibt dem Kunden die Wahl, ob er sein E-Auto vollständig oder mit noch ausstehenden Updates erhalten möchte.

ID.3-Frühbucher können zwischen zwei unterschiedlichen Optionen auswählen: Erstens die Auslieferung ihres ID.3 1st Anfang September, verbunden mit einer Mitgliedschaft im exklusiven ID.3 1st Mover Club. Dies beinhaltet verschiedene Kundenvorteile – und ein Softwareupdate für zwei ausstehende Digitalfunktionen zu Beginn des nächsten Jahres. Denn zum Marktstart im September werden die Funktion App Connect sowie der Fernbereich des Head-up-Displays noch nicht aktiviert sein.

ID.3-Frühbucher mit etwas mehr Geduld wählen bei Vertragsabschluss die zweite Option für ihren ID.3 1st – mit einem Auslieferungstermin im 4. Quartal 2020. Bei dieser späteren Variante wird das Fahrzeug dann bereits bei der Schlüsselübergabe über sämtliche Funktionen verfügen.

„Für unsere ID.3-Frühbucher fällt endlich der lang erwartete Startschuss in Richtung emissionsfreiem Fahrspaß. Als Dank für ihre Loyalität zur Marke und als Ausgleich für die lange Wartezeit bis zum beginnenden Bestellstart eröffnen wir für alle Pre-Booker, die ihren ID.3 1st bereits ab September fahren möchten, den ID.3 1st Mover Club.“ – Jürgen Stackmann, Vertriebsvorstand der Marke Volkswagen

VW profitiert aber auch noch vom Erfahrungsaustausch der Community, da ein direkter Draht zu Käufern des VW ID.3 1st hergestellt wird. Zum einen wird so direkt auf Kundenfragen eingegangen, zum anderen werden die gesammelten Alltagserfahrungen und Hinweise der ID.3 Erstfahrer für die Weiterentwicklung genutzt. „Als Dankeschön fahren alle 1st Mover im Leasing die ersten drei Monate lang ratenfrei“, so Jürgen Stackmann. Die Öffnung der generellen Bestellsysteme für ID.3 Modelle ist vier Wochen später geplant – so lange haben die Frühbucher also die exklusive Möglichkeit, Mitglied im 1st Mover-Club zu werden.

Quelle: Volkswagen AG – Pressemitteilung vom 10. Juni 2020

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Na wenigstens teilt VW dem Kunden jetzt vorab mit daß er als auserwähltes Clubmitglied Versuchskanninchen ist um den Mist auszuwerten der an den Mann gebracht wird. Der Mensch ist dumm und lernt nicht dazu, manch einer will über den Leisten gezogen werden.

Na da haben wir dann ja endlich den Auslieferungstermin. Laut „Welt“ Artikel soll es wohl die 2. Septemberwoche werden. Ob das dann noch unter Sommer fällt, ist ne andere Frage. Das VW Bahsijg wird hier ja sowieso gleich los gehen.
Im Welt Artikel haben die Verantwortlichen die „Probleme“ auch präzisiert. Es werden zu Beginn 2 von 256 Funktionen, eben App Connect und irgendwas mit dem HUD, nicht zur Verfügung stehen. Ob das jetzt kriegsentscheidend ist sei mal dahin gestellt. Wer eh kein HUD ordert, muss dann schonmal nur aufs AppConnect verzichten. Aber ich vermute Wiedergabe von Musik über Bluetooth und Freisprechen dürfte sowieso gehen. Der Rest ist ja eher mal nichts Lebenswichtiges. Ob man das dann als Auslieferung mit Software Problemen tituliert oder als minimal abgespeckte Software sei dann mal dahin gestellt.

Interessant finde ich übrigens folgende Parallele: Tesla, mehr oder weniger ein IT/Software Unternehmen, hatte beim Model 3 derbe Produktionsprobleme (Stichwort: Produktionshölle). VW, ein Automobil Konzern der weiß wie man Autos produziert, hat Software Probleme. Mal schaun wie sich das so entwickelt. Dank der neuen Förderung kommt der ID3 in der Basis Version jedenfalls zum absoluten Knallerpreis von 21.000€. Bin mal gespannt wie die Aufpreisliste dann so aussieht.

Nur gut das es zu dem geförderten Preis noch andere deutsche Hersteller gibt, Opel z.B. mit dem Corsa e, und der ist lieferbar und alltagstauglich …
lol

Ob man sich die Probleme schönredet sei dann mal dahingestellt. Ob man über Tesla arrogant gelästert hat von wegen Ankündigungsweltmeister sei dahingestellt. Ob man sich gebrüstet hat Marktführer zu sein …. Aber jetzt geht sie ja ab die Post! Der Sommer wird für VW einfach kurzerhand so lange verlängert bis das Wunderding, unvollständig zwar und mit den Kunden als Betatester, ausgeliefert wird. Der Kaufpreis ist noch ein strenggehütetes Geheimnis. Sowas will der Kunde ja auch überhaupt nicht wissen. Der soll auf Knien dankbar sein zu den „First Movern“ zu gehören. Was für eine geniale Wortschöpfung „erst Bewegter“! Doch doch, haben wir uns ja bisher noch nie bewegt. Ich habe noch selten so viel Mist so hervorragend Marketingmässig verpackt erlebt.

Die Aufpreisliste ist wie immer:
Lenkrad: + € 400
CCS: + € 900
und so weiter und so weiter…

Das meinen Sie jetzt aber nicht im Ernst, dass man das Lenkrad und die CCS Type2 Ladedose extra kaufen muss … ? Das kann doch nicht sein, kann ich kaum glauben 🙁

Ich kann kaum glauben, dass Sie den Sarkusmus nicht erkennen. Ist doch echt witzig. Ich musste herzlich lachen.

You made my day… 😉

Abwegig war das ja nicht. Bei eGolf und eUp kostet CCS ja Aufpreis. Tatsächlich sieht es wohl so aus, dass 50kW CCS beim ID3 Serie sind zumindest bei den kleineren Version 100/125kW Aufpreis kostet.

Sind denn Reifen wenigstens dabei?

VW macht einmal mehr auf Komik. Die PR Abteilung ist wirklich das einzige was bei VW top ist. Will VW evtl. Den C02 Ausstoss hochalten um in diesem Jahr die Grenze nicht zu stark zu senken. Nun denn. Mir sowieso egal. Ich kaufe eh kein Playmobil von VW. Und als Betatester stehe ich definitiv nicht zur Verfügung.

Wenn die Software-Probleme tatsächlich klein wären, dann sollten sie innerhalb von drei Monaten behebbar sein.
Vor allem, da aktuell das PR-Desaster schon recht groß ist und man deshalb ein recht großes Interesse von VW voraussetzen darf.

Da sie offenbar nicht behebbar sind, ist hier offensichtlich etwas sehr sehr schlecht gelaufen. Und das macht klar: Vielleicht kann VW mechanisch ein gutes Auto bauen – aber der Konzern ist offenbar nicht in der Lage gewesen, ein mittelgroßes Softwareprojekt zu stemmen. Und den Schuh muss sich VW anziehen: Es reicht nicht mehr, auf solide Mechanik, gute Spaltmaße und tolle Skaleneffekte im Einkauf zu setzen. Man muss auch Software abliefern, die mit Tesla mithalten kann.

Tesla ist hier wahrlich nicht perfekt (der selbstfahrende Autopilot wird nun schon seit ca. 4 (5?) Jahren jeweils für das nächste Jahr versprochen… – obwohl, inzwischen ist das Versprechen sehr vage formuliert). Volkswagen hätte mit einem soliden Produkt ohne viel Firlefanz punkten können – und nun gibt es Punktabzug wegen der Software… ärgerlich.

VW wird noch ein ziemlich großer Player werden bei der E-Mobilität.
Ich gönne es denen auch, wirklich!
Nur für mich persönlich ist dieser Konzern seit der Schummel-Affäre verbrannt.
Das interessiert Vorstandmitglied Diess zwar nicht, aber das ist mir auch egal. Jeder geht den Weg, den er für richtig hält.

Bei VW ist September bis Dezember Sommer. Sie haben aber verschwiegen in welchem Jahr man liefert.

Erinnert mich intensiv an BER

..ich sehe sie schon an jeder Ecke stehen..und der ADAC als auch VW wird sie nicht zum Fahren bringen.
Es genuegte doch, dass VW seine Kunden mit der Abgasthematik betrogen hat und jetzt fallen Kunden schon wieder auf dieses Logo herein. Viel Glueck.

Es steht ein riesiges Fiasko für den Rest 2020 für die gesamte Autoindustrie bevor. Sehr grosser Marktrückgang vor allem bei Verbrennern nach den politischen Entscheiden überall zu Gunsten gegen den Klimawandel. Dies war schon vor Corona voraussehbar, und jetzt noch deutlicher. Jeder Autofahrer fährt weniger. Conti befürchtet sehr grossen Personalabbau. Dies wird alle hart treffen die nicht so aufgestellt sind wie TESLA.

Hier geht es aber um den I.D. Die ersten laufen auf der Strasse in der Schweiz. Man hofft, dass der Importeur AMAG jetzt endlich auch voll auf E umschwenken kann………
Erste Reaktionen:
-gelungene Erscheinung
-über 50 T nicht gerade billig
-für ein Reichweitenauto von 400 KM
– Schaltung I 3 BMW like
-eher mindere Qualität bei der Innen Ausstattung, als beim E Golf bekannt

Zum einen, das mit dem besonderen Club, hatte eine schwedische Marke schon seit Vollübernahme durch GM für bestimmte Modelle gemacht. Dann hatte der gleiche Hersteller schon vor über 10 Jahren diese Head Up Displays voll umfänglich in ihren letzten Modellreihen verbaut. Die liefen anständig viele Jahre ohne Probleme…Fragt mal Besitzer von 9-5 und 9-3 der Marke. Ihr werdet überrascht sein….Hier versucht VW ein Rad neu zu erfinden, dass es schon längst gab?!

Gibt es mittlerweile irgend welche näheren Informationen darüber, wann der ID3 mit 77kwh Batterie/550 km Reichweite zu haben ist??

Gibt es irgendwo ein Forum oder ähnliches, in dem enttäuschte 1st Edition Kunde ihren Slot verkaufen?

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