VW ID.3: Ultimativer E-Langstreckentest endet nach 65 Tagen & 28.198 km

VW ID.3: Ultimativer E-Langstreckentest endet nach 65 Tagen & 28.198 km

Copyright Abbildung(en): Volkswagen AG

Ende September konnten wir berichte, dass sich der VW ID.3 Pro S zu einer rund 20.000 km langen Marathonfahrt durch Deutschland aufmacht.  Von Oberstdorf, der südlichsten Stadt Deutschlands, zum nördlichsten Parkplatz Deutschlands, westlich von List auf Sylt, soll es gehen. Anfang November konnten wir ein Halbzeitfazit ziehen, bevor der ID.3 von VW Anfang Dezember 2020 nach 65 Tagen und 28.198 Kilometer den ultimativen E-Langstreckentest erfolgreich gemeistert hat.

Neun Wochen sind vergangen, seit dem der Mannheimer Langstreckenrekordfahrer Rainer Zietlow und sein Beifahrer Dominic Brüner zu einer einzigartigen Marathonfahrt quer durch Deutschland aufgebrochen sind. Im VW ID.3 Pro S haben sich die beiden vom südlichsten Punkt des Landes aufgemacht, um den ultimativen E-Langstreckentest zu bestreiten. Zu Beginn war hierbei die Rede von über 20.000 km, welche man zurücklegen wollte. Gelandet ist das Team am Ende bei 28.198 Kilometern, als man auf dem nördlichsten Parkplatz bei List auf Sylt angekommen ist. Der Testwagen verbrauchte auf dieser Marathonfahrt durchschnittlich 19 kWh je 100 km Fahrtstrecke, die längste zurückgelegte Strecke ohne Zwischenladung betrug 420 Kilometer.

Gekrönt wurde dieses außergewöhnliche Projekt mit einem Weltrekordtitel der Guinness World Records, für die längste kontinuierliche Fahrt durch ein Land mit einem E-Auto. Viel spannender und lehrreicher ist jedoch die Tatsache, dass das Reisen mit einem E-Auto, auch über lange Strecken schon heute mehr als Alltagstauglich ist. Denn genau dies wollte der Mannheimer beweisen, der auf Reisen stets die Ladeinfrastruktur und das Ladeerlebnis der E-Autofahrer in Deutschland im Blick hatte. Entsprechende Erfahrungen hat er durch den Austausch an rund 652 Ladestationen selbst sammeln können, welche man im Rahmen der Langstreckenfahrt angefahren ist.

„Uns hat während des gesamten Projekts immer die Neugier der Menschen und viele Fragen rund um E-Mobilität begleitet. Der Informationsbedarf der Bevölkerung ist ungebrochen hoch und ich denke, dass es jetzt an der Zeit ist, dass wir alte Gewohnheiten aus der Verbrennerwelt ablegen und uns definitiv der klimaneutralen Mobilität widmen. Die Branche ist bereit: Sowohl der VW ID.3 Pro S als auch die Ladeinfrastruktur haben diesen realitätsnahen Langstreckentest mit Bravour bestanden.“ – Rainer Zietlow

Zietlow gibt aber auch zu verstehen, dass die nächste Herausforderung für die E-Mobilität erst noch bevorsteht. Und zwar in Form der Markteinführung weiterer Elektro-Modelle, als auch dem Ausbau der Ladeinfrastruktur. „Die Ladeinfrastruktur muss rasant weiterwachsen, damit sie auch in Zukunft den Anforderungen des E-Mobilitätsmarktes entsprechen kann – bald schon wird die Nachfrage an öffentlichen Ladepunkten so hoch sein, dass die Industrie gefordert ist, den Ausbau des Ladeinfrastrukturnetzes noch schneller voranzutreiben“, so Zietlow abschließend.

Zum Laden an sich wurden folgende Informationen bekannt gegeben: „Die maximale Lade­kapazität des ID.3 Pro S von 125 Kilowatt konnte bei den meisten der getesteten Schnellladesäulen genutzt werden, der Zugang durch das We Charge-Bezahlsystem von Volkswagen gelang marken­übergreifend. Das Team hat in dem zweimonatigen Projekt Stationen von insgesamt 69 Ladestationsbetreibern (sogenannte Charge Point Operator) angefahren.“

Quelle: Volkswagen AG – Pressemitteilung vom 01. Dezember 2020

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Das ist schon hart so etwas Plattes in einer Pressemitteilung zu lesen: „Sowohl der VW ID.3 Pro S als auch die Ladeinfrastruktur haben diesen realitätsnahen Langstreckentest mit Bravour bestanden“.

Ein bisschen realitätsnäher hätten sie schon lügen können. Bei 28198 km kann man erwarten, dass es irgendwo schon nennenswerte Probleme gab.

Ich fahre jetzt seit einem Jahr elektrisch. Ich frage mich ernsthaft, welche Probleme es da geben soll. Im Sommer waren wir in Dänemark, da konnten wir sogar 2 Wochen lang absolut kostenlos laden. Es gibt so viele Ladestationen, dass auch mal eine defekte oder belegte Säule kein Problam darstellte. Wer sich nicht wirklich blöd anstellt, und meint mit 5 km Restreichweite eine Ladestation anfahren zu müssen, der kommt gut zurecht.

Der Verfasser dieser kritischen Zeilen verzichtet ja offenbar absichtlich darauf, auch nur andeutungsweise sachliche Gründe für seine Unterstellung zu liefern…. vermutlich ist das jemand, der mit Elektromobilität so ganz und gar keine Erfahrungen hat, aber unbedingt mal etwas posten wollte….

Sachliche Gründe kann ich gerne nachliefern. Die Pressemitteilung liefert ja leider auch keine substanziellen Gründe. Mit „mit Bravour bestanden“ klingt so, als ob es

  • VW ID.3 Pro S: keinerlei technische Problem mit dem id.3 gab (keine Verschleißerscheinungen, Defekte, nervige Details für Vielfahrer, Fehler die durch Updates behoben werden mussten, Kinderkrankheiten, etc.)
  • Ladeinfrastruktur: keine Probleme mit defekten oder belegten Ladestationen, Ladekarten/Authentifizierungsprobleme, stellenweise Lücken im Ladenetz, gab, etc.

Für ein neues Modell ist 28198km in 65 Tagen (434km pro Tag) eine außergewöhnliche Testsituation. Es ist unglaubwürdig, dass kein nennenswertes Problem aufgetreten ist. Es wäre bei einem neuen Verbrennermodell übrigens auch seltsam, wenn kein Problem aufgetreten wäre (und bei Verbrennern gibt es ja selten vollständig neu entwickelte Modelle wie den id.3).

Pete, ich denke schon, dass Ihre Einschätzung richtig ist! Für mich wird in der ganzen e-Mobilitätsdiskussion zu viel schön geredet. Ich wiederhole mich- wenn man sich auf YouTube umschaut, kann einem schlecht werden angesichts sehr häufig abenteuerlicher Berichte. Die beiden Tester haben ein Team gebildet und ich bin mir ganz sicher, dass sie jeden einzelnen Tag ihrer Rekordfahrt akribisch vor- und nachbereitet haben. Damit entspricht dieser Test vermutlich nicht annähernd der Alltagsrealität von Langstreckenfahrten.
Ich hole in der nächsten Woche unseren Renault Zoe beim Händler ab. Eine Testfahrt zu einem Freund, der 560 km von uns entfernt wohnt, ist angedacht, obwohl der Zoe mit seiner mickrigen 50 kW-Ladebeschränkung ganz sicher kein Langstreckenfahrzeug ist. Meine Frau hat schon abgewinkt und mir jetzt schon viel Spaß gewünscht ;-). Ich denke, dass es Frühjahr 21 wird, bis ich fahre. Ich werde berichten…

Man muss aber ehrlicherweise dazu sagen, dass das nur so lange geht, wie das Verhältnis von EAuto zu Ladesäule noch vorteilhaft ist. Musste leider auch schon die Erfahrung machen, wie es ist wenn eine Säule nach der anderen Belegt ist…
Die LadeInfrastruktur ist definitiv noch ausbaufähig (außer man fährt wohl Tesla )

Nach 14tkm in 9 Monaten wüsste ich auch nicht, welche Probleme es hätte geben sollen. Über 30 Jahre Verbrenner lassen genau Null Wunsch zurück, jemals wieder sowas zu fahren.

Für wie doof wollt ihr uns eigentlich verarschen, das glaubt niemand und das kauft niemand ab aber wie fangen die Märchen an.
Es war einmal, eine Statistik die ich selbst gemacht habe.

tja . wenn es keine gab? Soll man sich welche schnitzen?

Und dieses Ergebniss soll mich motivieren ein E-Auto zu kaufen?
Nur zum Vergleich. Ein modernes Auto mit Dieselmotor muss bei diese Strecke 28000km ungefähr 35mal bei 800 km Reichweite tanken.Wenn es lange dauert,dauert Tanken 5 Minuten,also 35*5=175 Minuten.(ca.3 Stunden). Dieses hochgelobte langstrecke E-Auto musste 652mal geladen werden. Wenn man nur 40 Minuten pro Ladung rechnet kommt man auf unglaubliche 26080 Minuten. Das sind ca.435 Stunden oder 18 Tage. Das ist wirklich eine perfekte Bilanz. 65 Tage unterwegs davon 18Tage nur laden. Und über reale Kosten steht auch nichts.
Dieses Auto ist für die Leute welche sich nur in ihre Umgebung bewegen und zuhause laden können. Genauso ist es mit Ladestationen.Wozu brauchen wir Millionen Ladestationen. Es reicht nur Bruchteil,wenn der Ladevorgang auch 5 Minuten wie beim einem Auto mit Verbrennungsmotor dauert. Aber solange man Urlaub an der Ladesäule statt am Meer verbringt,wird sich für mich nichts ändern.
Nach Professor Hans-Werner Sinn(deutscher Ökonom und bis 2016 Präsident ifo Institut für Wirtschaftsforschung ) ist die Ökobilanz eines E-Autos erst nach 200000 km mit einem Auto mit Verbrennungsmotor ausgeglichen

Hat Herr Sinn auch geschrieben mit welchem e-Auto er das „gefahren“ (gerechnet) hat???

Ich habe gerade vor ein paar Tagen einen Vergleich zwischen einem eGolf und einem etwa gleichstarken Golf Diesel gelesen, dieser erschien mir wesentlich schlüssiger. Hier ergab sich Gleichstand beim CO2-Fußabdruck bei ca. 28.000 km. Aber der Diesel wird ja sicherlich auch weiter gefahren und dann wird der eGolf immer besser Kilometer für Kilometer für Kilometer. Und das geht in der Regel 300 .. 400 Tkm so weiter. Und der Diesel räuchert eben 372.000 km weiter vor sich hin.

Wie kommt man denn auf 652 Mal laden? Zehn Mal pro Tag laden? Somit alle 45km? Was sollen solche Aussagen? Der Wagen müsste rechnerisch kaum 100mal komplett geladen worden sein. Also jeden Morgen vorm Hotel vom Netz genommen und evtl. bei langen Strecken mal zwischendurch am Supercharger. Wenn wir uns hier äußern, müssen wir auch reale Zahlen verwenden.

Last edited 10 Monate zuvor by Bernd Heidemann

Sobald ich endlich mein BEV habe werde ich überhaupt nicht mehr ‚Tanken‘ müssen. Dieses elendliche Gewürge ist endgültig vorbei. Ich packe dann meinen Wagen zu Hause immer an die Wallbox und habe IMMER einen ‚vollen Tank‘.
Ja .. 2 – 3x im Jahr muss ich dann für Familientreffen und Urlaub an den HPC. Dann geh ich zum Klo, trinke einen Kaffee (was sich sonst auch gerne mache), futtere eine Banane und fahre dann weiter.

Ich bin selbst noch Dieselfahrer (1000km Reichweite) und mir geht deine Argumentation sooo auf den Senkel. Deine Bedenken haben nur eine Relevanz für Laternenparker und Handlungsreisende. Und selbst letztere werden irgendwann auf den Kunden- und Lieferantenparkplätzen eine Wallbox oder zumindest einen Stecker vorfinden.

Das Herr Sinn schon viel Unsinn in Sachen Emobilität von sich gegeben hat wissen Sie schon oder?
In dieser Aktion ging es darum möglichst viele Ladesäulen zu testen also klar das hier nicht wenig Stops gemacht wurden.
Also was Langzeitkosten anbelangt kann man diese im Netz sehr schnell finden…
Also wenn ein Akku sehr schnell geladen wird altert er schneller , allerdings arbeitet man daran Größere Packs zu bauen 1000km oder mehr wodurch 350KW Ladung und mehr möglich sind, das würde bedeuten das eine Volladung sehr schnell erfolgt oder zumindest eine große Teilladung in wenigen Minuten
Außerdem würden Ihnen Verkehrspsychlogen empfehlen nach 2 Stunden Fahrt 15min Pause zu machen , diese reichen wahrscheinlich jetzt schon bei einigen Fahrzeugen weitere 2 Stunden zu fahren 🙂

Typisches Geschwurbel einer Pressemitteilung für die breite Öffentlichkeit. Einen EV Fahrer würde mal interessieren: Durchschnittsgeschwindigkeit, Verbrauch, Anzahl der Ladestationen mit welchem Ergebnis u.v.a. mehr. Evtl. wurde das alles ja auch aufgezeichnet, fragt sich nur, warum solche wirklich interessanten Erkenntnisse dann nicht mitgeteilt werden .Durchschnittliche Kilometerleistung war am Tag gut 430 km. Bei nur AC Laden wäre das ja nicht so schlecht tagsüber. Aber wenn man nachts sich an AC hängt, ist der Akku auch voll. Aber leider: nix genaues weiß man nicht.

Man hätte Mal eine eine Strecke durch Europa oder noch weiter fahren sollen und nicht nur durch Deutschland. Dass das wenig Probleme verursacht, war ja klar.

Ich frage mich ehrlich gesagt eher wieso man 652 Ladestationen braucht – das sind im Schnitt 10 Ladestationen pro Tag. Aber gibt vielleicht einen tieferen Sinn, der sich mir aus der Meldung so nicht erschließt…

Denke, dass so gut wie jede Station zur Promotion angefahren wurde. Das würde auch erklären, warum man nicht 1000 km am Tag abgespult hat, was kein großes Problem gewesen wäre mit mehreren Fahrern.

28.200 km und 652 Ladestopps. Das macht dann im Schnitt einmal laden alle 43 km !!!!!
Wirklich seeeehhtttt alttagstauglich.

20.000km waren geplant 28.000km sinds geworden. Da waren wohl einige Ladestellen zu, und man wusste woanders hinfahren… Danach hat man halt die Zusatzkilometer dazuaddiert… Und alle 40km einen Ladestop, das entweder eine reine Promotiontour oder Angst pur.

Ökologischer Wahnsinn in Reinstform.
Nur mal so aus Spass 28k km runtergerissen. An die Umwelt denkt ja niemand mehr.
Herzlichen Glückwunsch VW und allen Beteiligten zu einer solch sinnbefreiten Aktion. Umweltschutz fängt beim eigenen Verhalten an.

Hat vorher keinen gejuckt, warum ist also plötzlich jeder Meter Promofahrt zuviel?
Ist das selbe hysterische aufschreien wie bei der Rohstoffgewinnung, war und ist den meisten Menschen egal, aber beim E-Auto muss plötzlich alles Öko und 100% fair sein. Und solang fahren die halt Diesel….

Czeche, hast du das Rechnen in der Neckermannschule gelernt?

Dieses Auto hat laut anderen neuen Test s beste Vergleichswerte bezüglich Verbrauch und stets hohen LADELEISTUNGEN.19 KWh heisst bei diesem Werten, dass man während den ganzen Fahrten ganz schön auf den Knebel gedrückt hatte.In der normalen Praxis wird jeder den so um 13 KWh/ 100 Km fahren können.
Bei rund 400 Km pro Tag hätte man so also nur einmal täglich laden müssen, und käme man auch auf die rund 28 000 KM.
Wer fährt täglich schon 1200 Km? Dies geht aber auch mit 3x laden täglich.
Also informiere Dich doch erst mal wie schnell ein E Auto heute geladen werden kann.

Von Klimawandel und Treibstoffsparen hast du wohl auch noch nie was gehört.

Fragen Sie doch mal die Formel 1, ob die unbedingt den ganzen Tag im Kreis rum fahren müssen und nicht lieber an den Umweltschutz denken sollten!

Sie kaufen also lieber Produkte die nicht getestet werden. Hut ab vor soviel Vertrauen in unsere so ehrliche Industrie

Interessant find ich hier die schönen vollausgeschriebenen deutschen vor und Nachnamen „Peter.W“ Wilfried“ will VW das so wenn sie Kommentare kaufen echte deutsche vollausgeschriebene Namen, oder sind die Kommentarschreiber hier nur zu alt um zu wissen das man im Internet in der Regel mit Synonymen schreibt:) Und so schnell sind die gekauften fake Kommentare entlarvt peinlich.

Dieselben können eben in der Regel fachlich was dazu beitragen und sind ehrlich. Sie brauchen keine Angst zu haben entlarvt zu werden wie Du, offenbar.

Vor was bitte angst? Denkst du ernsthaft ein vollausgeschriebener Name verifiziert hier irgendjemand als echten Kommentareschreiber, wenn du keine angst hast schreibt deine komplette Wohnanschrift dazu, ansonsten finden sich hier einfach so viele Vollnamen wie nirgends sonst im Internet außer bei Gewinnspiel Fake Webseiten wo „Ralf.M“ schreibt wie viel er gewonnen hat. Das ist halt auffällig und typisch für Fake Kommentare kannst du deinen Chef ja weiter geben das Niemand der sich hier her verirrt solche Kommentare für voll nehmen wird.

Sehr geehrte Damen und Herren,
bei 28.198 km hätte ich etwas konstruktive Kritik erwartet. Wie sieht es beim VW ID3 aus ? Probleme beim Bordsystem ? Ladekapazität und Reichweite bei niedrigen Temperaturen.
Bezahlsystem an den Ladesäulen. Warum gibt es Ladesäulen die 79 ct/kWh verlangen.
Ich selbst fahre seit August 2018 ein E-Auto. Das Laden im öffentlichen Raum ist stets ein Abendteuer. Gruss Matthias Geiger

Also, der Artikel ist schon ein bisschen verschönernd. Wenn ich in 65 Tagen 28.198 km, also knapp 434 pro Tag fahre, und dabei sage und schreibe 652 Ladestationen, also 10 pro Tag und damit jede 43 km im Schnitte anfahre, ist das dann ein Langstreckentest?

434 km pro Tag ist sicher nicht schlecht, aber ganz sicher hätten die beiden Herren mehr geschafft, wenn sie nicht so viele Ladestationen angefahren hätten.

Und wenn man schon 652 Ladestationen anfährt, kann man auch mal beleuchten, wieviele davon super liefen, und wie viele nicht. Ich fahre erst seit drei Monaten rein elektrisch und dabei waren erst zwei „längere“ Reisen mit notwendigen Ladestopps.

Was man da erlebt, ist teils super (Ionity hat bei mir immer super geklappt), teils ernüchternd (350 kW Ladesäule, die mein Auto mit knapp 14 kW lud – und mein EQC verträgt 110), teils surreal: Ladestation in Tiefgarage in Freiburg, bei der man zum Laden einen QR Code scannen soll – aber in der Tiefgarage gibt es keinen Funkempfang. Da hat mich die Mercedes Me Charge Karte gerettet.

Hinzu kommt, dass das Prozedere schlicht noch zu unterschiedlich ist – bei manchen Anbietern braucht man zwingend die eigene App, bei anderen soll man einen Station-Nummer eingeben, die nirgends sichtbar ist, und wieder andere funktionieren nicht. Einige muss man vor dem Zahl-Prozess einstecken, andere wenn 50€ reserviert sind, einige rechnen nach Zeit, andere nach Verbrauch, mit oder ohne Preis für Inbetriebnahme, und ein paar machen sogar noch Flatrate (7,95 €!), wo man als Neuling dann denkt, man setzt sich nach dem Kaffee wieder ins Auto und wartet dort noch ein bisschen – nur damit der Ladeprozess bei Öffnen des Wagen abgebrochen wird.

Es gibt noch verdammt viel zu tun, und die EU sollte bitte mal klare Vorgaben machen, damit meinetwegen erst ab 2022 zumindest dann alle Anbieter einen einheitlichen Prozess haben, denn wie im Artikel erwähnt: 69 verschiedene Betreiber wurden dort angefahren… da will man sicherlich nicht bei jedem zweiten eine App laden müssen. Und die Preise sollten auch Transparent ausgeschildert sein, sowie die Ladesäulen selbst: eine Tankstelle sieht man aus 200 Meter Distanz und die Preise sind klipp und klar, die Ladesäulen findet man teils selbst mit dem Navi nur sehr schwer und für die Tarife darf man meist erst auf dem Handy suchen.

Ich denke nicht, dass ich jemals wieder ein nicht reines e-auto fahren werde, trotz allem – vor allem aber, weil ich halt zuhause mit Wallbox autonom bin, und das reicht in 95% der Fälle. Für Langstrecken ohne Zwangszwischenstopps nehmen wir halt den Hybrid meiner Frau – unserer Tochter zu liebe kann man Stopps damit besser planen, und wird nicht gezwungen.

Gerade eine Statistik zu den Ladestationen in dem Artikel aber wäre doch der Mehrwert: wenn 99.5% gelaufen sind, ist das super und dann tatsächlich „mit Bravour bestanden“ – aber so ist es nur Werbetrommel von und für VW, weil rein garnichts ausser längste Fahrt ohne Stopp und ein paar Eckdaten in den Artikel geworfen wurden.

Und damit ist dieser so ziemlich belanglos.

Klar. Aber das ist, als wenn ich mir 20 e-Autos anschaue – aber nur 2 Probegefahren bin.

Da der Herr Zietlow laut Google ja fast exklusiv für VW solche Projekte macht, wird er sicherlich bei jeder Station zumindest geschaut haben, welche Ladeleistung es gab, ob sie in Betrieb war, Anschlüsse, Tarife… zumindest wäre das meine Vorgabe gewesen. Nicht nur „und fahren sie bei so vielen vorbei wie möglich“.

Also gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Grossteil der Ladestationen sind nur angefahren worden, ohne Daten zu erheben
  2. Diese Daten gibt es, aber sie sind nicht soooo rosig
  3. Diese Daten gibt es, aber VW will sie aus irgendeinem anderen Grund nicht rausgeben

Ich komme aus dem Qualitätsumfeld beruflich und Herr Zietlow verdient wahrscheinlich (hoffentlich) gut für seine Fahrten. Ich habe nach 3 Monaten und nicht 4000 km schon über ein Dutzend Rückmeldungen zum Fahrzeug (wegen meist kleinen Mängeln) an Mercedes geschickt. Das ist nunmal so wenn sich ein Qualitäts-Profi mit einem neuen Produkt auseinandersetzt – leider reagiert Mercedes viel zu wenig oder garnicht auf Feedback.

Auch Fehler werden ja aber bei ID3 nicht erwähnt – und damit kommt der Artikel schlicht übertrieben positiv rüber. Das soll keine Kritik an Ihnen, Sebastian, sein – einfach am Inhalt, den VW da rausgibt, weil er sehr mager ist.

Was kommt denn besser an: Offen ein paar Probleme eingestehen und dann zusammenfassend aber sagen können, dass vieles schon sehr gut läuft, oder pauschal „mit Bravour bestanden“ sagen, ohne die Kriterien dafür, was das denn heissen soll, anzugeben?

Wir e-Fahrer wissen doch um die Probleme, die man antrifft. Die erlebt man doch schon in kurzer Zeit, wenn man unterwegs laden will: meine ersten 5 Ladeversuche ausser Haus klappten nicht. Beim Zeil zwar Ladestation, aber falscher Stecker (1). Doppelte Ladestation, eine belegt, die andere ausser Betrieb (2). Navi meldet Ladestation… diese ist privat auf dem Hinterhof eines Laden (3). Navi schickt mich mit meinem Mercedes zu… VW (4). Navi schickt mich auf Ladestation beim Edeka. 2 Stunden für Kunden. Und schnorren ist nicht so mein Ding. (5).

Ist natürlich auch Pech und sicherlich übertrieben schlecht gelaufen, aber… 652 Ladestationen und keine Statistik, sondern nur „alles prima“… glaube ich schlecht nicht.

😉

Mit Blick auf den aktuellen Energiemix sind wir, von „Klimaneutraler Mobilität“, auch mit E-Autos weit entfernt und Herr Zietlow hätte einen Großteil der 28000km schiebend zurücklegen müssen.
Ansonsten natürlich eine tolle Leistung!

es gibt wirklich keine Probleme zumindest wer im Alltag zu Hause laden kann und auf Langstrecke unterwegs ist mit einem ID3 oder noch besser Tesla wird keine Probleme haben.

und wer unbedingt 500 km am Stück fahren möchte und danach 5 min Tankpause und dann wieder 500 km kann ja weiterhin seinen spassfreien stinke Diesel fahren

Hallo zusammen, ich weis gerade nicht ob ich lachen soll oder vor Wut platzen… Ich habe vor einigen Wochen mit ein eCrafter von VW in 18 Tagen 7500km zurück gelegt und das im Urlaub (Nordkapp hin und Lofoten zurück) Mit dem ID3 kann man locker über 1000km am Tag machen, da frage ich mich was zum Teufel haben die gemacht?Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. Hier ein kleiner Einblick meiner Nordkapptour https://www.youtube.com/playlist?list=PLfGkiz8Mb6KomcXbL0ebi1xfnSBDMMYRc

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