Japanische Automobilhersteller gehen gemeinsam Batterie-Recycling an

Japanische Automobilhersteller gehen Recycling an

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Ein Thema, welches uns so schnell nicht mehr verlassen wird, ist das Batterie-Recycling. Im Gegenteil mit immer mehr E-Autos und PHEV auf den Straßen wird dies ein ernstes Thema. Erst kürzlich haben wir darauf hingewiesen, dass Dr. Doris Schüler die Europäische Union in Verantwortung für Forschung und Entwicklung für Batterie-Recycling sieht. In Japan scheint man hierzu eine andere Meinung zu haben.

Denn japanische Automobilhersteller haben sich zusammengeschlossen, um im Oktober ein gemeinsames Projekt zur Sammlung von Lithium-Ionen-Batterien aus ausgemusterten Elektrofahrzeugen zu starten.

Da davon auszugehen ist, dass elektrisch betriebene Fahrzeuge immer beliebter werden, streben die Automobilhersteller eine Zusammenarbeit an, um die Kosten für die Batteriesammlung zu senken und ein effektives Recyclingsystem für gebrauchte Batterien zu schaffen. Das Projekt wird im Rahmen der Japan Auto Recycling Partnership durchgeführt, einer von der Automobilindustrie gegründeten Organisation mit Sitz in Tokio.

Die Automobilhersteller zahlen Outsourcing-Gebühren an das Unternehmen. Das Projekt ist offen für die Teilnahme von importierten Automobilverkäufern und Startups von Elektrofahrzeugen. Aus den Gebühren werden zunächst sieben Recyclinganlagen in Hokkaido, Akita, Ibaraki, Aichi, Okayama, Hiroshima und Yamaguchi errichtet. Weitere Einrichtungen werden folgen.

Einzelne Autohersteller wie Toyota haben bereits vorab reagiert. Diese haben mit dem Stromversorger Chubu Electric Power eine grundlegende Vereinbarung mit dem Ziel geschlossen, ein gemeinsames Batterie-Projekt zu starten. Dabei geht es um ein stationäres Speicherbatteriesystem für ausgediente Elektroauto-Akkus im Second-Life sowie im Anschluss daran eine Untersuchung des Recyclings von endgültig verbrauchten Batterien.

Auch Nissan wird künftig Lithium-Ionen-Batterien von Elektroautos in einem eigenen Recycling-Werk wiederverwerten und aufbereiten. Damit wird das Unternehmen eine Anlage in Betrieb nehmen, die erster ihrer Art ist und gezielt die Wiederverwendung von gebrauchten Lithium-Ionen-Batterien angeht. In der Präfektur Fukushima kommen künftig formschöne Straßenlaternen zum Einsatz, die mit einer Kombination aus Sonnenkollektoren und recycelten Batterien aus dem Elektroauto Nissan Leaf betrieben werden.

Quelle: The Japan News – Automakers to jointly collect used EV batteries

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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American Manganese Inc. hat bereits die 100% Recycling Lösung und auch schon patentiert mal anrufen die helfen bestimmt weiter.

Was hier völlig unerwähnt bleibt, ist die Nutzung gebrauchter Akkus als Speicher hinter Solarzellen. Hier können die Akkus noch 20 Jahre ihren Dienst tun (TESLA hat da eine eigene Sparte und auch einige kleinere Betriebe z.B. im bay. Rosenheim). Und eines der Hauptargumente der Energieversorger gegen Solar- und Windkraft ist doch immer „kann man nicht speichern“. Wenn man so etwas verwendet, ist man von den Versorgern allerdings unabhängig und die machen kein Geschäft mehr…

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