T-Systems möchte seine Dienstwagenflotte bis 2025 komplett elektrifizieren

T-Systems möchte seine Dienstwagenflotte bis 2025 komplett elektrifizieren
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T-Systems

Felix Katz
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T-Systems, ein Dienstleistungsunternehmen der Telekom, möchte seine Geschäftsfahrzeugflotte von Verbrennungsmotoren auf rein elektrische Antriebstechnologien umstellen. Die Transformation habe bereits begonnen und soll bis zum Jahr 2025 abgeschlossen sein. Es geht um 1.400 Dienstwagen.

Die Deutsche Telekom AG verkauft entgegen der landläufigen Meinung nicht nur Festnetz- und Mobilfunkverträge. Das dazugehörige Unternehmen T-Systems hat sich auf die Digitalisierung, Netzwerk-, Cloud-, Salesforce und SAP-Lösungen spezialisiert. Hierfür sind tagtäglich 1.400 Dienstwagen auf unseren Straßen unterwegs, die nach und nach alle durch Elektroautos ersetzt werden sollen – und zwar binnen drei Jahren, also bis 2025. Unter der Prämisse „100 Prozent E-Mobilität für mehr Nachhaltigkeit“ hat sich der Geschäftszweig der Telekom für eine rein elektrische Zukunft entschieden, um seine Co2-Emissionen nach eigenen Angaben um mehr als 1.000 Tonnen pro Jahr zu verringern. Dieser Wert entspreche 36 Prozent der aktuell verbleibenden Emissionen durch selbst erzeugte oder zugekaufte Energie.

Die Umstellung auf E-Autos ist nur ein Teil der Nachhaltigkeitsstrategie

Nachhaltigkeit sei nach eigenen Angaben des Unternehmens ein Kernbereich der T-Systems-Zukunftsstrategie. Mit dem Wechsel auf reine Elektro-Autos treibe T-Systems auch den Ausbau der Ladeinfrastruktur an allen Standorten voran. Die Stromtankstellen sollen sowohl für Mitarbeitende als auch Kunden bereit stehen. Zudem: T-Systems strebe die Netto-Null für den direkten und indirekten Energieverbrauch bis zum Jahr 2025 an. Ein wichtiger Meilenstein sei bereits erreicht: Seit 2021 werde der Stromverbrauch des Unternehmens ausschließlich aus nachhaltigen, erneuerbaren Energien gespeist. „Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil unserer Strategie. Unsere elektrischen Geschäftsfahrzeuge werden eine der größten gemanagten Elektroflotten in Deutschland bilden. So zeigen wir täglich auch auf den Straßen, dass wir es mit der Reduktion von CO2 Emissionen wirklich ernst meinen“, erklärt Adel Al-Saleh, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom und Geschäftsführer von T-Systems (siehe Bild, links).

Die Telekom mischt auch bei der Ladeinfrastruktur mit. So werden im magentafarbenen Branding nicht nur Wallboxen, sondern auch AC- und Schnellladesäulen vertrieben. Zudem sorge der Ladenetzbetreiber „Comfort Charge“ mit dem SAP-Know-how von T-Systems laut Webseite für „transparente Abrechnungsprozesse“. So habe Comfort-Charge gemeinsam mit T-Systems eine SAP-basierte Plattformlösung für das B2B-Geschäft realisiert. Das plattformbasierte und vollautomatisierte B2B-System dient zur Abrechnung von Ladedaten zwischen Comfort Charge und den verschiedenen E-Mobility-Providern (EMPs) – und schaffe durch die Harmonisierung der oft heterogenen Daten aus den Systemen der kooperierenden EMPs stringente Finanzprozesse.

Mit 160 Schnellladestationen biete Comfort Charge aktuell bereits eines der größten Schnellladenetzwerke in Deutschland und könne bei Bedarf auch Teile der bereits vorhandenen Telekommunikations-Infrastruktur der Deutschen Telekom zu Ladestationen aufrüsten. Damit auch die E-Mobilität nicht ins Stocken gerät, braucht es laut T-Systems nicht nur einen flächendeckenden Verbund von mehr als 400.000 weiteren Ladestationen. Zum Jahresbeginn meldete die Bundesnetzagentur über 52.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge, davon rund 44.500 Normal- (AC) und mehr als 7700 Schnellladepunkte (DC) – es gibt also noch viel zu tun. Dazu bedarf es auch intelligenter Prozesse und Anwendungen, die im Hintergrund gleichermaßen für eine reibungslose Zusammenarbeit sowie transparente Abrechnungsprozesse der beteiligten Player sorgen.

Quelle: T-Systems, Telekom.de, comfortcharge.de

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Felix Katz

Felix Katz

Felix Katz liebt alles, was vier Räder und einen oder gleich mehrere Motoren hat. Nicht nur Verbrenner, sondern vor allem Elektroautos haben es ihm angetan. Als freiberuflicher Autojournalist stromert er nicht nur fast jeden Tag umher, sondern arbeitet seit über zehn Jahren für viele renommierte (Fach-)Medien und begleitet den Mobilitätswandel seit Tag eins mit.

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