„Get Charge“: Das Telekom Ladestrom-Angebot wird spürbar ausgebaut

„Get Charge“: Das Telekom Ladestrom-Angebot wird spürbar ausgebaut
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Ende vergangenen Jahres hatten wir bereits darüber berichtet, dass die Telekom ins Ladestrom-Angebot-Spiel einsteigt.  Denn in puncto E-Mobilität machte das Unternehmen nicht nur mit dem eigenen Ladenetzwerk von sich reden, sondern nun auch mit einem Ladetarif für E-Autos, welcher übergreifend über alle Hubject-Roamingplattform angebundenen Stationen gelten soll. Nun gibt es weitere Informationen.

Ab dem kommenden Monat erhält das Ladestrom-Angebot nicht nur seinen neuen Namen „Get Charge“, sondern weitet auch das Angebot an Ladepunkten auf rund 13.400 Stück aus. Des Weiteren gibt es auch hinsichtlich der Abrechnung eine Veränderung. Statt nach Minuten wird nun nach Verbrauch in kWh abgerechnet.

Telekom nutzt Umstellung der Abrechnung nach Ladezeit auf Verbrauch für Preiserhöhung

Die Umstellung der Abrechnung nach Ladezeit auf Verbrauch hat man genutzt um die eigenen Preise zu erhöhen. Begründet wird dies vonseiten der Telekom mit einer Anpassung an reguläre Marktpreise sowie den Hinweis, dass es sich bei dem bisherigen Tarif (2 Cent/Minute) um ein Einführungsangebot gehandelt hatte.

Hinsichtlich der Preise unterscheidet man zwischen „bevorzugten“ und gewöhnlichen Partnern. Der Preis bei bevorzugten Partnern beträgt 29 Cent für Wechselstrom (AC) bzw. 39 Cent für Gleichstrom/Schnell-Ladepunkte (DC) pro Kilowattstunde. Bei allen normalen Partnern beträgt der Preis für AC wie DC einheitlich 89 Cent pro kWh.

Bevorzugte Partner

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  • Allego
  • Fastned (später im April)
  • Innogy
  • Ionity
  • ComfortCharge
  • ChargeCloud
  • Bosch
  • Digital Energy Solutions (DES)
  • LastMileSolutions
  • Stadtwerke Lindau
  • Enio
  • EVH

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Gewöhnliche Partner (nur ein Auszug)

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  • chargeIT
  • DB Energie
  • EnBW
  • has.to.be
  • inno2grid
  • Ladenetz
  • Plug’n Charge

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Grund für die Klassifizierung in zwei Gruppen sind laut Telekom einerseits höhere Preise, zum anderen aber auch unterschiedliche Servicequalitäten (Zuverlässigkeit, Wartung etc.) der Partner.  Dennoch habe man sich entschieden, um eine größtmögliche Abdeckung an Ladepunkten anbieten zu können,  auch Partner zu berücksichtigen, die den hohen Ansprüchen der Telekom (noch) nicht genügen.

Abrechnung, Bedienung, usw… über „Get Charge“-App

Details zu den Ladevorgängen wie Zeitpunkt, Ort und Dauer der Ladung sowie die Anzahl der geladenen Kilowattstunden können die Kunden jederzeit auch weiterhin in ihrer App einsehen. Abrechnung und Zahlung erfolgen monatlich.  Zum Start des Projekts betrug die Abdeckung etwa 80 Prozent der öffentlichen Ladeangebote in Deutschland. Ein weiterer Ausbau wird nun umgesetzt.

„Elektromobilität wird künftig eine feste Größe. Deshalb erweitern wir mit Telekom Ladestrom erneut unser Portfolio und schließen so für unsere Kunden die Lücke zwischen Elektroauto und öffentlichen Ladesäulen.“ – Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden Telekom Deutschland GmbH

Keine Neuigkeiten beim eigenen Ladestrom-Netz

Kommen wir noch einmal kurz auf das Telekom eigene Ladenetz zurück. Anfang August vergangenen Jahres haben wir darüber berichtet, dass das Telekom Ladenetz-Großprojekt wohl ein wenig zu stocken scheint. Nachdem im Februar diesen Jahres die Rede von rund 380.000 Kabelverzweiger deutschlandweit war, die zur Ladestation umgerüstet werden können. Dann folgte relativ zügig die Information, dass der Ausbau nicht lahmt und noch im Herbst 2018 mit dem weiteren Ausbau begonnen wird.

Im November ging es dann auch los, wie es weitergeht, werden wir beobachten. Zunächst scheint der Fokus jedoch auf dem Ausbau des eigenen Ladestrom-Angebotes „Get Charge“ zu liegen.

Quelle: emobly.com – “Get Charge” – Deutsche Telekom baut Ladestrom-Angebot aus

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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