Übernimmt Luca de Meo bei Stellantis statt Carlos Tavares?

Übernimmt Luca de Meo bei Stellantis statt Carlos Tavares?
Copyright:

MikeDotta / Shutterstock / 1955260831

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Im Fußball würde man wohl von einem Transferknaller sprechen: In der Branche wird spekuliert, dass der aktuelle Renault-Chef Luca de Meo bald Nachfolger von Stellantis-Boss Carlos Tavares werden könnte. Wie die Automobilwoche berichtet, läuft dessen Vertrag bis März 2026 – und einiges soll für den Italiener als Nachfolger des Portugiesen sprechen.

So seien Tavares und de Meo in vielen wichtigen grundsätzlichen Dingen einer Meinung. „Auch für de Meo zählt Performance, Ertrag kommt bei ihm vor Absatz und Umsatz und auch de Meo weiß, dass die Autowelt nicht mehr allein um Europa kreist“, schreibt die Automobilwoche. Auch die italienische Staatsbürgerschaft könnte für de Meo sprechen, schließlich spielen die italienischen Marken Fiat mit Abarth und Alfa Romeo, aber zuletzt auch wieder Lancia und Maserati innerhalb der Stellantis-Gruppe eine bedeutende Rolle.

„Vor allem aber kennt de Meo genau die Stärken und Schwächen von Stellantis – und zwar auch deshalb, weil er bei Renault zum Teil dieselben Herausforderungen hat“, stellt die Automobilwoche fest. Intern werde bei Stellantis diese Option ernsthaft geprüft, heißt es in dem Artikel. Wichtig sei es, dass der neue Stellantis-Chef die 14 Marken unter einem Dach auch politisch zusammenhalten könne.

Allerdings kursieren noch weitere Namen für eine mögliche Tavares-Nachfolge, darunter Alfa-Romeo-Chef Jean-Philippe Imparato. Auch ein Franzose wäre mit Blick auf die Stellantis-Marken Peugeot, Citroen (deren beider Vertrieb er in der Vergangenheit bereits leitete) und DS eine naheliegende Wahl – zumal Frankreich mit sechs Prozent am Konzern beteiligt ist. „Imparato könnte deshalb ein guter Interims-CEO sein, bis der nächste, jüngere Vorstandschef antritt“, spekuliert laut Automobilwoche ein Insider. Doch mit Software-Chef Yves Bonnefont ist ein weiterer Landsmann im Kreis der potentiellen Nachfolger aus Stellantis-Reihen zu finden.

Allerdings ist noch nicht ausgemacht, dass Tavares 2026 mit dann 66 Jahren tatsächlich aufhören möchte. So kann es durchaus sein, dass der Portugiese seinen Vertrag noch einmal verlängert, sofern Stellantis dem zustimmt.

Quelle: Automobilwoche – „Wird Luca de Meo Nachfolger von Tavares?“

worthy pixel img
Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Renault Elektroautos

Renault-Chef Cambolive: „Elektromobilität ist die Zukunft“

Renault-Chef Cambolive: „Elektromobilität ist die Zukunft“

Sebastian Henßler  —  

Von Indien bis zum Twingo: Renault-Chef Cambolive erklärt, wie der Automobilhersteller globaler werden und zugleich bezahlbare E-Autos liefern will.

Düsseldorf setzt auf E-Lkw für die Altpapiersammlung

Düsseldorf setzt auf E-Lkw für die Altpapiersammlung

Sebastian Henßler  —  

In Düsseldorf sind neuerdings zwei elektrische Sammelfahrzeuge unterwegs. Die Elektro-Lkw ersetzen Diesel-Lkw und sparen 60 Tonnen CO₂ pro Jahr ein.

Renault Twingo E-Tech im Test: Ibiza mit einer Akkuladung

Renault Twingo E-Tech im Test: Ibiza mit einer Akkuladung

Sebastian Henßler  —  

Der Renault Twingo E-Tech startet unter 20.000 Euro. Im ersten Test auf Ibiza zeigt sich, wo Renault gespart hat – und wo nicht.

Renault ruft R4 und R5 wegen Batterieproblemen zurück

Renault ruft R4 und R5 wegen Batterieproblemen zurück

Laura Horst  —  

Renault ruft wegen möglicher Batterieprobleme einige R4 und R5 zurück, da es zu Ladefehlern und Überhitzung kommen könnte, was einen Brand auslösen könnte.

Renault plant Range-Extender für Scenic und Rafale

Renault plant Range-Extender für Scenic und Rafale

Sebastian Henßler  —  

Die nächste Generation von Scenic und Rafale könnte mit Range-Extender-Technik kommen. Renault setzt dafür auf eine neue, flexible Elektro-Plattform.

So sieht Renaults globale Modelloffensive aus

So sieht Renaults globale Modelloffensive aus

Michael Neißendorfer  —  

In Europa will Renault bis 2030 mit zwölf neuen Fahrzeugen seine Marktposition weiter stärken und dabei die Modellpalette elektrifizieren.

„futuREady“: Renault-Konzern plant 36 neue Modelle bis 2030

„futuREady“: Renault-Konzern plant 36 neue Modelle bis 2030

Michael Neißendorfer  —  

Renault hat eine neue Strategie festgelegt: Sie umfasst eine breite Elektrifizierung des Portfolios – auch für Dacia und Alpine – und 36 neue Modelle.