Neuer 75-kWh-Akku: Nio liefert erste Fahrzeuge aus

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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Demnächst beginnt der chinesische Autohersteller Nio damit, seine Fahrzeuge des Modelljahrs 2024 mit dem kleineren 75-kWh-Akku – alternativ zur Auswahl steht auch einer mit 100 kWh – in einer neuen Ausführung auszuliefern. Wie CnEVpost berichtet, werden dafür nun ausschließlich LFP-Zellen (Lithium-Eisen-Phosphat) des Herstellers CATL verwendet. Der Vorgänger-Akku hatte zusätzlich auch einen Anteil an NCM-Zellen (Nickel, Kobalt und Mangan) integriert.

Dem Bericht zufolge verringern sich mit den neuen Batterien die Herstellungskosten, dennoch sei die Performance besser als bislang. So soll künftig ein Laden mit bis zu 170 kW statt bislang 140 kW maximal Ladeleistung möglich sein. Dadurch reduziere sich die Ladezeit von 10 bis 80 Prozent um drei auf 27 Minuten. Zudem seien verschiedene Faktoren der Batterie weiter optimiert worden. Die Genauigkeit der Restakku-Anzeige soll sich durch die neuen Batterien indes durch die Verbesserungen nicht verändern, obwohl LFP-Zellen hier zu Problemen neigen. Offenbar war dies ein Grund dafür, dass zuvor die Batterien mit gemischter Zellstruktur verwendet worden waren. Doch das Risiko für Fehleinschätzungen mit der Gefahr des Liegenbleibens trotz Restakkus konnte nun offenbar softwareseitig minimiert werden.

Nio: Nachteile der LFP-Zellen deutlich minimiert

„Um die Beschleunigungsleistung bei niedrigen Temperaturen zu verbessern, wurde der Innenwiderstand des Akkus für eine direktere Rückmeldung bei Überholvorgängen optimiert“, schreibt CnEVpost zudem unter Bezugnahme auf eine Erklärung des chinesischen Automobilbauers. Auch die Effizienz des Wärmemanegements sei verbessert worden. „LFP-Batterien haben niedrigere Kosten, eine längere Lebensdauer und höhere Sicherheit, aber eine geringere Energiedichte und eine schlechtere Leistung bei niedrigen Temperaturen“, führt das Portal aus. Letztgenannter Nachteil soll aber offenbar durch Optimierungen verbessert worden sein.

Nio bietet seine Fahrzeuge nicht nur mit der Option an, die Akkus an Ladestationen aufzuladen. In China gibt es inzwischen eine Vielzahl an Wechselstationen, an denen Kunden binnen weniger Minuten den fast leeren Akku durch einen fast vollen Akku automatisiert ersetzen können. Auch in Deutschland bietet Nio seit einiger Zeit seine Fahrzeuge an – und hat auch in Europa mit dem Aufbau eines Netzes an Akkutausch-Stationen begonnen. Zum Beispiel ist dies in Zusmarshausen bei Augsburg auf den Gelände des futuristisch anmutenden Sortimo-Ladeparks möglich.

Quelle: CnEVpost – „Nio begins deliveries of 2024 models“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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