Initiative macht sich für bidirektionales Laden stark

Copyright Abbildung(en): shutterstock / 1463745005

Die im Herbst 2021 gegründete „Initiative Bidirektionales Laden“ hat sich mit einem Positionspapier zu Wort gemeldet. Die insgesamt 17 Mitglieder wollen sich dafür einsetzen, die notwendigen Rahmenbedingungen voranzubringen, um das System für Unternehmen wie Verbraucher wirtschaftlich interessant zu machen. Die Initiative ist nach eigenen Angaben ein Zusammenschluss von Unternehmen der Automobil-, Energie- und Ladeinfrastrukturbranche, die von einer Parkhausgesellschaft, einem Software-Spezialisten sowie zwei Beratungshäusern flankiert werden.

Es geht uns darum, das bidirektionale Laden als einen wichtigen und entscheidenden Baustein der Energie- und Verkehrswende in Politik und Gesellschaft zu verankern und dann auch unternehmerisch umzusetzen„, sagt Marcus Fendt, Geschäftsführer von The Mobility House. Beim bidirektionalen Laden können Batterien von Elektrofahrzeugen sowohl be- als auch entladen werden. Im Verbund werden sie damit zu flexiblen Speichern für das Stromnetz und halten dieses bei den unterschiedlichen Anforderungen stabil.

Die Bundesregierung geht derzeit von mindestens 15 Millionen vollelektrischen Pkw bis 2030 aus. „Das ist ein immenses Potenzial für bidirektionales Laden“, sagt Ralf Klöpfer, Vorstandsmitglied der MVV Energie AG und einer der Mitinitiatoren der Initiative. Bei entsprechender Nutzung lasse sich die Dekarbonisierung von Wirtschaft und Gesellschaft weiter vorantreiben. Die Technologie befinde sich in einem fortgeschrittenem Entwicklungsstadium, so Martin Roemheld von der VW-Tochter elli, die sich ebenfalls an der Initiative beteiligt. Noch aber fehlten entsprechende Rahmenbedingungen, um das bidirektionale Laden für alle Beteiligten interessant zu machen.

Die Initiative spricht sich deshalb dafür aus, eine einheitliche Legaldefinition zu schaffen. Daneben müssten zeitlich befristete Förderprogramme für eine bidirektionale Ladeinfrastruktur aufgelegt werden. Diese sollten die zeitnahe Schaffung wettbewerbsfähiger Konditionen auf dem Markt zum Ziel haben. Des weiteren fordern die Beteiligten, die Steuerung von Verbrauchseinrichtungen weiterzuentwickeln sowie die Mindestgebotsgröße von fünf auf ein MW zu senken, um so Eintrittsbarrieren für mobile Speicher zu reduzieren. Dies müssten zudem mit stationären gleichgestellt werden, um eine drohende Doppelbelastung von als Speicher genutzten Elektrofahrzeugen zu verhindern.

Quelle: Initiative Bidirektionales Laden

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Initiative macht sich für bidirektionales Laden stark“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
5 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Soso eine Initiative? Das klingt eher nach einer schmierigen Lobbygruppe. Ich weiß nicht was genau die vorhaben aber es stinkt zum Himmel nach einem Konzept wie der normale Verbraucher wieder nur abhängiger Diener des ganzen werden soll. Schon die Forderung von 5MWh auf 1MWh zu senken ist Unsinn, das muss auf 1Wh runter, dass der Bürger mit seinem BEV mit bieten kann.

„… Das klingt eher nach einer schmierigen Lobbygruppe.“

+1

„Ich weiß nicht, was genau die vorhaben aber es stinkt zum Himmel …“

Hier gern das Papier nachlesen:
conenergy-unternehmensberatung.com/wp-content/uploads/2022/03/Initiative-Bidirektionales-Laden-Positionspapier-Maerz-2022.pdf

Und schon wieder der Ruf nach dem Staat, der das fördern soll. Wieso können diese gescheiten Initiatoren nicht selber ein Finanzierungskonzept auf die Beine stellen? Warum soll für alles, was sich wirtschaftlich betreiben lässt der Staat mit unseren Steuergelden aufkommen? Sollen doch die bezahlen, die den Nutzen davon haben.

Die Grossen müssen mal einsehen das sie nicht immer nur in ihren eigenen Sack einstecken Können sondern es auch dem Verbraucher zu GLEICHEN Teilen zurück geben müssen Nur so wird es interessant für mich in die Elektromobilität zu investieren. Da lacht sich ja die Verbrenner Lobby ins Fäustchen, wenn sich das Karussell nur dreht aber nie eine Lösung einhergeht.

Diese News könnten dich auch interessieren:

Volkswagen bestätigt Elektro-Pick-up und SUV für US-Markenikone Scout
Shell-Studie: Fahrspaß beschleunigt Umstieg auf E-Autos
BMW will mit runden Batterie-Zellen Kostensenkungen um 30 Prozent erreichen

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).