Silke Bagschik, VW: „Laden muss noch einfacher werden!“

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V.l.n.r.: Dr. Herbert Diess,
Dr. Silke Bagschik, Jochen Sengpiehl und Klaus Bischoff | Volkswagen

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 4 min

Dr. Silke Bagschik, Head of Marketing & Sales, Product Line e-Mobility bei VW, hat sich die Zeit genommen, um in dieser Podcast-Folge von Elektroauto-News.net das Thema Laden, gemeinsam mit mir, ein wenig genauer zu betrachten. Festhalten lässt sich „Laden muss noch einfacher und alltagstauglicher werden“, wie sie bereits bei einem Event im Dezember 2021 zu verstehen gab. Welchen Teil Volkswagen dazu beiträgt, dass erfährst du nachfolgend.

Zunächst einmal haben wir uns mit der Frage beschäftigt, welche Stellschrauben es gibt, um die E-Mobilität in die Masse zu bringen. Frau Bagschik hat hierbei die vier Barrieren der E-Mobilität ins Spiel gebracht: Preis der E-Fahrzeuge, Reichweite, Fahrgefühl und die aktuell noch vorherrschende Herausforderung mit dem Thema Laden. Das Lade-Thema sei dabei sowohl in der Phase vor dem Kauf des E-Autos, als auch bei der späteren Nutzung extrem relevant. „Wo kann ich laden, kann ich zu Hause laden, bleib ich etwa liegen?“, sind aus Sicht von Frau Bagschik Fragen, welche E-Autofahrer oder solche die es werden wollen beschäftigen. Aus diesem Grund müsse Laden so einfach gestaltet werden, dass es eher nebenherläuft, ohne, dass man sich im Detail damit auseinandersetzen muss.

Hier setzt Volkswagen zu einem mit der eigenen We Charge-Ladekarte an, welche Zugang zu mittlerweile über 280.000 Ladepunkten ermöglicht. Als auch an dem Punkt, dass das Laden von E-Autos durch simples Plug & Charge (ISO 15118) einfacher als je zuvor wird. Denn der E-Autofahrer wird aus der Gleichung des Ladevorgangs herausgenommen. Er dient an sich nur noch, um den Ladestecker ans Auto anzuschließen. Die restliche Kommunikation erfolgt dann zwischen E-Auto und Ladestation selbst. Keine nerviges Ladekarten suchen mehr in der eigenen Geldbörse oder das Auswählen der passenden App. E-Auto laden wird ein Stück einfacher.

Reichweite sei dann auch eher zweitrangig. Dies sei jedoch kein Grund für VW das Thema aus den Augen zu verlieren. So stellt sie, als der Head of Marketing & Sales, Product Line e-Mobility bei VW, bis zu 700 km Reichweite für kommende Stromer in Aussicht. Entscheidender sei jedoch die Ladegeschwindigkeit. Daher konzentriere man sich auch darauf, E-Fahrzeuge, welche bereits auf der Straße sind im Nachgang zu verbessern. Die MEB-Stromer mit großer Batterie (77 kWh) konnte man bereits in der jüngsten Vergangenheit von 125 kW auf 135 kW Ladeleistung, beim ID.5 GTX gar auf 150 kW upgraden. Auch künftig wird hier weiter optimiert. So wirke man vor allem auf eine Optimierung der Ladekurve hin, um E-Autofahrer in den ersten zehn bis fünfzehn Minuten nach dem Anstöpseln viel Ladeleistung zum Zwischenladen zur Verfügung zu stellen.

Durch die Over-the-Air-Updatefähigkeit bekommt Volkswagen eine Vielzahl von Möglichkeiten auf E-Autos am Markt einzuwirken. Hierzu hole man sich auch immer wieder Rückmeldungen aus der eigenen Community ein, um die Fahrzeuge noch weiter zu entwickeln. Aber nicht nur aus diesem Grund sieht Frau Bagschik die Kunden mit E-Autos auf der sicheren Seite. Denn Entwicklungen finden auf vielen Ebenen statt. Stichwort digitaler Schlüssel, welcher in Zukunft kommen soll und dadurch auch Sharing in unterschiedlichsten Formen ermöglicht. Dies wird neben dem Wandel zu alternativen Antrieben auch zu einem generellen Wandel in der E-Mobilität beitragen.

Die Integration der Vehicle-to-Grid-Fähigkeit über Software-Update soll ebenso folgen. Hierdurch möchte man das eigene E-Fahrzeug noch stärker mit dem Umfeld der Fahrer vernetzen. Die technische Basis hierfür sei vorhanden, die Software dazu folge. Dann könne man die MEB-Stromer auch als mobile Powerbank nutzen, um dies aktiv in ein Energie-Ökosystem einzubinden. So groß oder klein gedacht, wie es eben die Regulatorik und Gesetze ermöglichen. Wenn man dies umfassend genug umsetzen könnte, wäre auch ein entsprechend großer Beitrag zur Energiewende gegeben.

Ein, zwei weitere Themen haben wir noch angeschnitten. Unter anderem Nachhaltigkeit im Produktionsprozess. Aber ganz ehrlich, hör doch selbst rein in die Folge mit Silke Bagschik von Volkswagen. Es lohnt sich. Versprochen!

Gerne kannst du mir auch Fragen zur E-Mobilität per Mail zukommen lassen, welche dich im Alltag beschäftigen. Die Antwort darauf könnte auch für andere Hörer des Podcasts von Interesse sein. Wie immer gilt: Über Kritik, Kommentare und Co. freue ich mich natürlich. Also gerne melden, auch für die bereits erwähnten Themenvorschläge. Und über eine positive Bewertung, beim Podcast-Anbieter deiner Wahl, freue ich mich natürlich auch sehr! Danke.

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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