VW verdreifacht Auslieferungen vollelektrischer Fahrzeuge in 2020

VW verdreifacht Auslieferungen vollelektrischer Fahrzeuge in 2020

Copyright Abbildung(en): Volkswagen

VW hat volle Fahrt bei der Transformation in Richtung Elektromobilität aufgenommen – nicht viel anders lässt es sich deuten, wenn man einen Blick auf die Absatzzahlen im vergangenen Jahr riskiert. Die Marke lieferte im zurückliegenden Jahr weltweit mehr Elektrofahrzeuge aus als je zuvor. Konkret bedeutet dies, dass VW mehr als 212.000 E-Autos (+158 Prozent versus 2019) davon rund knapp 134.000 (+197 Prozent versus 2019) rein batteriebetriebene Fahrzeuge in 2020 ausliefern konnte.

Möglich war dies der Marke trotz des herausfordernden Markumfeldes im vergangenen Jahr. Geht es nach Klaus Zellmer, Vertriebsvorstand der Marke Volkswagen Pkw, habe VW 2020 Stärke bewiesen. „Trotz aller durch die Pandemie verursachten Einschränkungen im Autohandel, konnten wir unseren Weltmarktanteil halten und in einigen Regionen sogar leicht ausbauen“, so der Vertriebsvorstand der Marke Volkswagen Pkw, weiter.

„Das Jahr 2020 war für Volkswagen ein Wendepunkt und der Durchbruch für das Thema Elektromobilität. Wir sind auf einem guten Weg unseren Anspruch zu erreichen, Marktführer bei batterieelektrischen Fahrzeugen zu werden. Wir stehen wie kein anderes Unternehmen für attraktive und bezahlbare E-Mobilität.“ – Ralf Brandstätter, CEO der Marke Volkswagen

Im Detail betrachtet zeigt sich, dass die Einführung von neun neue Elektro- und Plug-In-Hybridmodelle in 2020 dazu geführt hat, dass der Absatzanteil von elektrifizierten Fahrzeugen deutlich gestiegen ist. Dieser kletterte dadurch in Europa auf 12,4 Prozent der gesamten Auslieferungen der Marke – nach 2,3 Prozent in 2019. Ausschlaggebend war hierbei vor allem der Erfolg des ID.3, welcher 56.500 Einheiten absetzen konnte. Obwohl dieser erst ab September in die Märkte kam. Insgesamt wurden 2020 rund 68.800 ID.3 bestellt und bereits mehr als 56.500 an Kunden ausgeliefert – darunter an rund 14.400 Kunden in Deutschland.

„Mit dem ID.3 haben wir einen echten Volltreffer gelandet. Erst in der zweiten Hälfte des Jahres eingeführt, hat er fast aus dem Stand in vielen Ländern die Spitze der Verkaufscharts erreicht.“ – Klaus Zellmer, Vertriebsvorstand der Marke Volkswagen Pkw

Nach Aussage der Marke war der ID.3 in Finnland, Slowenien und Norwegen im Dezember jeweils das am häufigsten ausgelieferte E-Auto in den jeweiligen Märkten. In Schweden war der ID.3 im Dezember 2020 sogar absolut das meistverkaufte Auto – unabhängig von der Antriebsart. In den Niederlanden und Deutschland schaffte die Marke Volkswagen im Gesamtjahr 2020 den Sprung auf Platz eins unter den vollelektrischen Fahrzeugen – mit einem Anteil in Deutschland von 23,8 Prozent am BEV-Markt und 23 Prozent in den Niederlanden.

Für 2021 verspricht man sich weiteres Wachstum durch den ID.4. Dieser sei das erste vollelektrische Weltauto der Marke und liegt zudem als SUV voll im Trend bei den Kunden: Der Anteil der SUVs an den gesamten Auslieferungen stieg bei Volkswagen weltweit von 29,8 Prozent in 2019 auf 34,8 Prozent in 2020. Klaus Zellmer: „Für 2021 haben wir uns vorgenommen, unseren weltweiten Marktanteil zu steigern.“ Einen Schub wird dabei neben den neuen Elektro-Modellen auch die in 2020 begonnene Hybrid-Offensive verleihen, so VW abschließend.

Quelle: Volkswagen AG – Pressemitteilung vom 12. Januar 2021

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Man muss ja jedes zusätzliches E-Auto von VW dankbar begrüssen, sonst besteht die Gefahr, dass die „Altherrenriege“ bei VW die E-Auto-Begeisterung nicht mehr unterstützt – wie einst bei Kodak die Digitalfotografie.

Zugegeben, die Steigerung der voll elektrischen VW Fahrzeuge hat sich nicht von drei auf neun verdreifacht, sondern immerhin auf die oben genannten 127.000 Fahrzeuge – dafür erst einmal vollen Respekt.
Abzuwarten bleibt, wie diese Steigerung im Jahr 2021 aussieht.
Wenn das Ziel der von Tesla 2021 ausgeliefert und Fahrzeuge so um die 1 Millionen sein soll, müsste Vw ja lediglich verzehnfachen, um Marktführer zu werden viel Glück dabei.
Es bleibt spannend, Hauptsache elektrisch

Bei VW heisst doch „vollelektrisch“ mit Zigarettenanzünder, elektronischen Fensterhebern und elektronischen Scheibenwischern. Der Rest ist dann reines PR Gewusel wie immer.

Musk weiß schon seit einiger Zeit, dass VW bei den BEV in den nächsten Jahren weltweit den Ton angeben wird. Daher auch seine Zweckallianz mit Diess. Man kann schon Angst bekommen, wie locker VW hochskaliert. 35% Marktanteil bei den BEV in Deutschland. Sie haben Kunden, Vertrieb, Service. Und ein Elektroauto ist am Ende nicht Disruption, sondern ganz klassischer Automobilbau, wo der Kunde durch den totenstillen E-Antrieb jedes Knarzen, Pfeifen und Klappern hört, wenn man nicht Fugen-Ferdl als Hausgeist hat.

Oh Mann … ein Top SW Engineer arbeitet von daheim, ob der in Wolfsburg oder in Mountain View oder auf Mallorca oder wo auch immer wohnt ist wurscht.

Eine Herstellung und massenweise Verbreitung von BEVs muss generell beglückwünscht werden, und zwar die Produkte von jedem Hersteller, der mit in der Spur des Klimaschutzes läuft. Einen Vergleich von VW und Tesla sehe ich nicht unbedingt passend, es würde sich hierbei um David gegen Goliath handeln, wobei ich in Tesla noch nie einen Gegner von VW entdecken konnte. Allein schon die Fahrzeugklassen und das angesprochene Klientel passen so gar nicht zusammen. Nehmen wir dagegen einmal an, Tesla hätte Porsche als Konkurrent betrachtet, so könnte eher ein Schuh draus werden. Alle Fahrzeuge von Tesla sind leistungsstark und sportlich, im Design von Sportlimousinen geprägt, mit einem aus dem Mainstream abgesetzten Wiedererkennungsmerkmal eines polarisierenden Äußerem. Wenn jetzt Umsatz, Leistungsfähigkeit und Produktionszahlen verglichen werden, so ist Porsche kein Konkurrent mehr, sondern nur noch Verfolger mit vielen Produkten aus einer langsam verbleichenden Technikzeit.
Insofern ist es mehr als zu befürworten, wenn VW den BEV Markt von unten aufrollt und in diesem Jahr hoffentlich den Bedarf von 10 bis 20 Prozent der BEVs an seinen Fahrzeugauslieferungen decken kann.
Andernfalls lauern bereits sehr gute Hersteller in Asien, welche bereits in den Startlöchern stehen.

Tesla ist immer noch ein Synonym für Musk. Wärend Musk seine Ziele, E-Fahrzeugbau weltweit nachhaltig anzustoßen, binnen 10 Jahre, erreicht hat, sichert er inzwischen nebenbei den wirtschaftlichen Erfolg dieses Projekts, um u.A. sein Hauptprojekt zu finanzieren – und dies selbstverständlich, wie immer, um Welten besser als jedes Vorstandsmitglied /-vorsitzender, egal welcher Firma auf diesem Planeten. Musk hat und hatte nie die Motivation zu konkurieren (wär ja auch wirklich keine Herausforderung), sondern die unsäglich unfähigen, großen Automobilfirmen dieser Welt in eine umweltbewußte Richtung zu schieben. Ohne Musk gäbe es heute kein einziges Serien-BEV in Europa oder USA. Bei derzeitiger Marktkapitalisierung wäre eine feindliche Übernahme großer Autofirmen, zwar unsinnig, aber finaziell doch kein Problem mehr. Also ihr „Autobauer“, brav drann bleiben und Gas geben, dann könnt ihr vielleicht gar mit Unterstützung von Herrn Musk rechnen – Angst solltet ihr vor China haben !

Ich frage mich schon, inwieweit man hier informiert ist. Der größte Automobilmarkt der Welt hat sich gerade von BEVs ab 2025 verabschiedet, setzt ab dann voll auf Efuels und Wasserstoff. MERCEDES geht mit der Verbrennerproduktion und der Efuelforschung nach China. Die lachen sich schon jetzt einen Ast, von dem wir dann abstürzen. Hier versucht man Derweilen, dies möglichst unter der Decke zu halten.

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