VW will mit dem VW ID.4 die E-Mobilität aus der Nische holen

VW will mit dem VW ID.4 die E-Mobilität aus der Nische holen
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Volkswagen AG

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Viel wurde bisher geschrieben über den ID.4, welcher als zweiter MEB-Stromer von Volkswagen selbst auf den VW ID.3 folgen soll. Zuletzt haben wir einen umfassenden Überblick über den zweiten MEB-Stromer von Volkswagen gegeben. Mit allerhand Fotos, Fakten und Details. Mitte September geben Ralf Brandstätter, CEO der Marke, und Thomas Ulbrich, Vorstandsmitglied für E-Mobilität, einen Ausblick darauf, was der ID.4 für VW für eine Rolle spielt. Denn diese ist nicht gerade klein.

Der CEO von VW gibt direkt zu verstehen: „Mit dem ID.4 holen wir die E-Mobilität in unseren drei großen Schlüsselregionen aus ihrer Nische heraus. Das Auto wird in Europa, in China und später auch in den USA gebaut und verkauft werden. Damit wird der ID.4 nach und nach zum Elektroauto der Welt.“ Des Weiteren soll der Stromer genutzt werden, um die eigenen MEB-Plattform zu skalieren und dadurch einen wirtschaftliche Basis für den Erfolg der ID.-Familie zu schaffen. Zudem sei es so dass der ID.4 zwei wichtige Elemente in sich vereint, welche derzeit den Automobilmarkt prägen: Die e-Offensive und die SUV-Offensive.

Vonseiten Thomas Ulbrich wird das Ganze ein wenig eingeordnet. Er gibt zu verstehen, dass SUVs von einer immer größeren Zahl von Kunden nachgefragt werden. „Sie bieten Übersicht, Sicherheit und Komfort. In den USA und in China sind SUVs das beliebteste Fahrzeugsegment. Auch in Europa und Deutschland nehmen die Marktanteile stetig zu, wobei vor allem kompakte Modelle boomen“, so der Vorstand E-Mobilität weiter. Mit dem ID.4 wolle man im Volumenmarkt durchstarten. Deutlich wird dies, wen man die nachfolgende Aussage von Brandstätter in absoluten Zahlen einordnet:

„Wir gehen deshalb davon aus, dass die Marke Volkswagen bis 2025 insgesamt 1,5 Millionen E-Autos pro Jahr produzieren wird. Und davon wird der ID.4 voraussichtlich rund ein Drittel ausmachen. Damit wird der ID.4 hunderttausendfach zur treibenden Kraft unserer Neuausrichtung.“ – Ralf Brandstätter, CEO der Marke

Sprich, Brandstätter geht stark davon aus, dass der VW ID.4 nicht weniger als 500.000 Mal pro Jahr vom Band laufen wird. Eine Ansage. Trotz dessen stehe der ID.4 steht für saubere, bilanzielle CO2-freie Mobilität. „Wie der ID.3 verlässt er das Werk Zwickau ohne CO2-Rucksack. Dies wird unseren Kunden durch ein TÜV-Zertifikat für jedes Fahrzeug nachgewiesen“, so Brandstätter weiter.

Ulbrich gibt noch einen Ausblick auf die Zukunft von VW: So markiere der ID.4 den Beginn der weltweiten Einführung der MEB-Plattform, die speziell auf die Anforderungen von Elektrofahrzeugen zugeschnitten ist. Damit wird Volkswagen seinen Wettbewerbsvorteil durch wachsende Skaleneffekte und Synergien in der Produktion ausbauen können. Bis 2029 plant der gesamte Konzern den Bau von rund 20 Millionen E-Fahrzeugen allein auf Basis der MEB. Die ersten Modelle wie ID.3, ID.4, ŠKODA ENYAQ, Audi Q4 e-tron und Cupra el-Born kommen nun nach und nach auf den Markt.

Quelle: Volkswagen AG – Pressemitteilung vom 17. September 2020

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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