Verkehrsminister Scheuer will mehr Wasserstoff-Autos

Verkehrsminister Scheuer will mehr Wasserstoff-Autos

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockillustrations-Nummer: 1743890945

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will den Einsatz von Wasserstoff in Autos vorantreiben. Für ein neues Innovations- und Technologiezentrum Wasserstofftechnologie (ITZ) sind drei Standorte in der engeren Auswahl – Chemnitz (Sachsen), Pfeffenhausen (Bayern) und Duisburg (Nordrhein-Westfalen). Die Entscheidung soll nach einer Machbarkeitsstudie fallen. Am Ende winkt laut Scheuer eine Förderung im dreistelligen Millionenbereich.

In Chemnitz geht es laut einer Mitteilung des Ministeriums um Brennstoffzellen für Fahrzeuganwendungen. In Pfeffenhausen liege ein Schwerpunkt auf Flüssigwasserstoff, in Duisburg gehe es um Entwicklung, Testung und Prüfung von Wasserstoff-Antrieben. Insgesamt hatte es laut Scheuer 15 Bewerbungen gegeben. Für ein Projekt in Bremerhaven, Hamburg und Stade solle eine Untersuchung mit Fokus auf Luft- und Schifffahrt gefördert werden.

Wie die Nachrichtenagntur dpa meldet, sprach sich Scheuer einmal mehr für Technologie-Offenheit aus – und bekräftigte seine Position, bei den Antrieben der Zukunft nicht alleine auf Batterien zu setzen, sondern eben auch auf Wasserstoff und sogenannte E-Fuels. Zu Kritik an hohen Kosten wird Scheuer mit den Worten zitiert: „Wasserstoff ist nicht der Champagner der Energiewende, sondern das Tafelwasser, daran arbeiten wir.“ Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm sagte, es sei wichtig, eine Vielzahl von Technologien zu entwickeln. Es gehe nicht um die Frage Batterie oder Brennstoffzelle. Was zunächst ineffizient scheine, könne langfristig große Vorteile haben.

Die Autoindustrie forscht seit langem an der Brennstoffzelle. Dazu kommt ein Einsatz von E-Fuels – synthetische Kraftstoffe, die mittels Strom aus Wasser und Kohlendioxid erzeugt werden. Dieser Strom soll aus ökologischer Sicht vor allem aus erneuerbaren Energien gewonnen worden. Mit E-Fuels könnten Verbrennungsmotoren weiter genutzt werden – nur eben nicht mit fossiler Energie. Viele kleine und mittlere Zulieferer in Deutschland mit Tausenden von Jobs hängen noch am Verbrenner.

Der Leiter Verkehrspolitik beim Umweltverband BUND, Jens Hilgenberg, sagte: „Gerade im Verkehrssektor dürfen jetzt keine kostspieligen Fehlinvestitionen getätigt werden.“ Im Hinblick auf Energieeffizienz seien reine E-Autos klar im Vorteil gegenüber Fahrzeugen mit Brennstoffzelle oder gar Verbrennern mit E-Fuels. Eine effektive Klimaschutz-Strategie müsse auf die jeweils effizienteste Technik setzen – damit scheide Wasserstoff im Pkw eindeutig aus.

Quelle: BMVI – Pressemitteilung vom 28. April 2021

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Verkehrsminister Scheuer will mehr Wasserstoff-Autos“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
50 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Jepp, sponsored by BMW…? Hobbys können sehr teuer sein, besonders bei extrem uneffizienter und komplizierter Technik. Nun denn…

Wenn Scheuer es für gut hält wissen wir mit absoluter Sicherheit, es taugt nix.

Bescheuert halt…

Man muss sich da auch die Frage stellen, warum der Verkehrsminister, der die „Technologieoffenheit“ predigt, der Autoindustrie jetzt vorschreiben will was sie zu entwicklen hat? Der sollte sich mal überlegen, auch wenn es ihm schwer fällt, warum sich die meisten Hersteller auf das Batterieauto festgelegt haben. Ich denke die haben durchaus einen „technologieoffenen“ Grund BEVs zu bauen. Die wollen auch was verkaufen!

„Was zunächst ineffizient scheine, könne langfristig große Vorteile“ und welche Vorteile sollen das denn sein!!!!
sogar die Politik weiß das Wasserstoff PKWs ineffizient sind und wollen trotzdem daran festhalten?? das ist doch Be“scheuer“t und wie im letzen Absatz richtigerweise zu lesen ist „dürfen jetzt keine kostspieligen Fehlinvestitionen getätigt werden.“ das gilt selbstverständlich nicht nur im Verkehrssektor sondern generell

Angenommen, in ein paar Jahren zeigt sich klar, dass Wasserstoff doch sehr wichtig ist für die Energiewende und auch die CO2-freie Mobilität. Nur mal angenommen. Werden Sie sich dann bei all denen entschuldigen, die Sie hier schon als bescheuert, korrupt oder sonstwie beleidigend tituliert haben?

Last edited 7 Tage zuvor by Captain Ahab

Angenommen, in ein paar Jahren zeigt sich klar, dass …

der Mond doch aus grünem Käse ist …

Angenommen, die Bibel und der Koran haben nicht recht, und seine Heiligkeit E.M. auch nicht?
Ist schlimm für alle Gläubigen, aber trotzdem möglich.
Ausser natürlich in Bibel-Foren. Da lässt man sich seinen gemeinsamen Glauben nicht vermiesen. Bis zum bitteren Ende.

Last edited 7 Tage zuvor by Captain Ahab

… in Bibel-Foren […] lässt man sich seinen gemeinsamen Glauben nicht vermiesen …

Solche Stöckchen brauchst Du mir nicht hinzuhalten:

Ich glaube an den Urknall, die Physik 1.0 und die Expansion des Weltalls!

Nur weil man selbst nicht in der Lage ist die Physik zu verstehen und glaubt, dass Wasserstoff die bessere Lösung ist, braucht man andere, die in Physik aufgepasst haben und in der Lage sind zu berechnen, warum es nicht so ist nicht zu unterstellen, sie würden Anhänger einer Religion sein.

Wasserstoff kann evtl. im Haus sinnvoll sein, um Überschussstrom im Sommer zu speichern und im Winter rückzuverstromen und die Abwärme zum Heizen des Hauses zu nutzen. Das verbessert den Wirkungsgrad. Dabei kostet eine Brennstoffzellenheizung aktuell um die 30.000 Euro ohne Elektrolyseur und Speicher. Ob sich das lohnt ist noch eine ganz andere Frage.

Farnsworth

Nunja wenn man bedenkt das Batteriespeicher immer mehr mit Altbatterien gebaut werden können und auch hier die Preise in 10 Jahre sehr weit unten sein werden, was nützt mir dann noch ein teurer Wasserstoffspeicher…

Der Punkt ist, dass man sehr große Energiemengen vom Sommer in den Winter mitnehmen muss. Da reichen je nach Heizbedarf auch keine 5.000kWh. Ein Akku in der Größe dürfte ein paar Euro kosten, auch aus Gebrauchtbatterien. Bei Wasserstoff kostet der Speicher an sich recht wenig. Das sind ja „nur“ ein paar Gasflaschen. Was die Wartung von so einer Anlage kostet, weiß ich allerdings nicht.

Wie Du siehst argumentiere ich hier auch sehr vorsichtig pro Wasserstoff im Haus. Ich weiß nicht, wie toll ich es finde, wenn neben dem Haus ein Bündel Gasflaschen mit hochexplosivem Gas stehen würden. Ich vermute, dass ich mich in Richtung Wärmepumpe bewegen werde und die Speicherung zum größten Teil dem Netz überlasse. (Z.B. Lavasteinspeicher) Man muss ja nicht alles selber machen, sondern kann ja für den Service „speichern“ durchaus Geld bezahlen. Autarkie ist eine schöne Vision, aber mit einem Altbau wohl nicht zu realisieren.

Farnsworth

Beim Auto kann man das doch schon heute durchrechnen. Ich habe den Eindruck, dass Wasserstoff keinen Sinn in dem Bereich macht. Mal ein Gedankenexperiment: Man würde allen Ökostrom erst mal in Wasserstoff umwandeln – wäre es dann sinnvoll, den Wasserstoff in Millionen Autos in Strom und dann in Antrieb umzuwandeln? Oder wäre es sinnvoll, den Wasserstoff in wenigen großen Einheiten in Strom zu wandeln und den in E-Auto-Batterien zu speisen? Wenn letzteres sinnvoller ist, gibt es keinen Grund für Wasserstoffautos. Die grundlegenden Probleme von Verbrennern (technologisch anspruchsvoller und damit dauerhaft in der Produktion teurer, höherer Anteil Verschleissteile und dadurch in der Wartung dauerhaft teurer) werden ohnehin nicht behoben. Wenn dann auch die Betriebskosten höher sind – was soll das bringen?

„Was zunächst ineffizient scheine, könne langfristig große Vorteile haben.“ – Ja, kann es. Aber man sollte vorab eine Plausibilisierung machen. Wenn man nicht weiß, wie es langfristig die Vorteile bringen kann, sollte man nicht investieren. Ohne Plan könnte man in alles mögliche investieren. Wie wäre es mit Mini-Atomkraftwerken in Autos oder Furzenergie von Kühen als Antrieb? Was zunächst ineffizient scheint, kann langfristig große Vorteile haben. Vielleicht sollte ich im Sinne der Technologieoffenheit von Guttenberg bitten, Scheuer anzurufen.

Angenommen, in ein paar Jahren zeigt sich klar, dass Wasserstoff doch sehr wichtig ist für die Energiewende und auch die CO2-freie Mobilität.

Dann frage ich mich, woher die Energie stammen wird, um damit letztlich Fahrzeuge zu betreiben. Da bei der Verbrennung von H2 pro kg rund 40 kWh Energie frei werden, lässt sich an diesem Prozess nichts ändern. Entweder wir erfinden eine neue Physik oder wir leben mit den bekannten, eher schlechten Werten, die wir nur marginal ändern können. Egal, ob wir es wollen oder nicht.

An der Stelle können wir zwar alles irgendwie grün denken, es wird es aber nicht werden. Was denkbar ist, sind Erzeugungsplattformen auf hoher See, die eine höhere und zuverlässigere Ausbeute an Wind haben, die aber wegen ihrer Lage keine technisch und kaufmännisch vertretbare Anbindung an ein Stromnetz erhalten können. In etwa so als Idee: https://www.bdew.de/online-magazin-zweitausend50/schwerpunkt-europa/windkraft-umgeben-von-wasser/

Dass wir heute die Individualmobilität mit PKW nicht mit H2 unter Einsatz von Strom ermöglichen können, ist eine einfache Rechenaufgabe, das wird sich in den nächsten 100 Jahren auch nicht ändern, denn dagegen stehen die naturgegebene Gesetzmäßigkeiten.

Fairerweise muss ich sagen, dass es gänzlich andere Ansätze gibt, über die ich bisher nur wenig gefunden habe: https://www.automobil-industrie.vogel.de/strombedarf-zur-herstellung-von-wasserstoff-halbieren-a-739320/ Dort möchte man als Vision mit 2,5 kWh 1 kg H2 herstellen, den Löwenanteil holt man sich aus Biomasse.

Zitat daraus:

Diese Power-to-X-Verfahren denken Wissenschaftler des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) jetzt neu: Sie wollen eine Hochtemperatur-Biomasseverbrennung mit einer Hochtemperatur-Elektrolyse kombinieren. Das Ziel ist ein geringerer Strombedarf bei der Herstellung von erneuerbarem Wasserstoff.

Naja, aber zaubern ist das ja auch nicht. Man steckt zwar weniger Strom rein, aber man braucht ja Biomasse. Das funktioniert im kleinen Massstab, aber wofür man überall Wasserstoff benutzen will, dafür bräuchte man ja dann Unmengen von Biomasse. Und wenn man Wasserstoff und kein Methan oder sowas erstellt, bleibt auch noch CO2 über.

Farnsworth

Danke, du sprichst auch die Gedanken aus, die ich im Hinterkopf habe. Von daher vermute ich, dass da nicht mehr viel geforscht wird, denn mehr als diesen kurzen Bericht könnte ich nicht finden.

Ganz richtig! Bereits heute kämpfen Abfallverwerter um die Bioabfälle. Bereits heute gibt es immer weniger davon, Stichwort Food Waste. Ganz generell ist es höchst unmoralisch, potentielle Lebensmittel für die Produktion von Energie zu missbrauchen! Nur um sie anschliessend im Privatverkehr in reichen Ländern als angeblich grüne Energie zu verschleudern. Während es Menschen auf diesem Planeten gibt die hungern müssen.

Das Problem ist, dass sich Scheuer hier mit der Physik anlegt.
Gegen BEV ist Wirkungsgrad Katastrophe.
in der Schwerindustrie mag es sein, dass es sinnvoll ist. Das ist aber kein Thema für das Verkehrsministerium.

Nur mal angenommen: es gibt keinen onthropogenen Klimawandel, keine Dürreschäden, kein steigender Meeresspiegel usw., ist die Energie- und Mobilitätswende dann noch erforderlich? Wie realistisch ist aber diese Annahme?
Beim Wasserstoff geht es nicht darum ob es eine Anwendung gibt, sondern für welche Anwendung H2 sinnvoll ist. Derzeit wird die Diskussion so verstanden: entweder H2 oder BEV.
Viele Autofahrer*innen sind verunsichert und kaufen sich im Zweifel noch mal einen Benziner oder Diesel. Für den Klimaschutz ist das nicht hilfreich. Und auch nicht für die Industrie!
Wasserstoff ist für viele Anwendungen erforderlich und wichtig! Das darf aber nicht so verstanden werden, dass dadurch die Batteriebasierte-Elektromobilität ersetzt werden kann.

 „Wasserstoff ist nicht der Champagner der Energiewende, sondern das Tafelwasser, daran arbeiten wir.

Cool, die arbeiten an Physik 2.0. Viel Erfolg!

Farnsworth

Man gut, dass das Ende seiner Zeit als Verkehrsminister in Sicht ist. Dann müssen wir uns den Blödsinn nicht mehr anhören. Nicht ein deutscher Autohersteller setzt ernsthaft noch auf Wasserstoff für PKWs. Alle haben erkannt, dass im PKW das BEV die Zukunft ist. Nur beim Verkehrsminister ist das wohl noch nicht so richtig angekommen.
Wasserstoff ist zwar etwas, was für die Energiewende benötigt werden wird, aber eben nicht im PKW. Industriell wird er dagegen eine große Rolle spielen, also investieren muss man da schon.

Jeder Hersteller sagt, dass das was er jetzt verkauft auch die Zukunft ist. Sonst würde Otto Normalverbraucher verunsichert und nicht kaufen.
Trotzdem ist Wasserstoff für nicht rein lokale Busse und Nutzfahrzeuge inzwischen bei allen Herstellern gesetzt. Und fast alle arbeiten auch an Wasserstoff-Lösungen für Langstrecken-PKW. Wenn Wasserstoff in ein paar Jahren allgegenwärtig ist und Brennstoffzellen industriell gefertigt werden, ist 200kg Batterie mit 200kg Wasserstoff-REX-System einfach besser und günstiger als 1’000kg Batterie.
Je nach Funktion muss man eben ein bisschen langfristiger denken und planen.

Vielleicht sollten Sie sich lieber in einem Wasserstoff für PKW Forum begeben – in diesem Forum haben die meisten den Unsinn für Wasserstoff im PKW schon unzählige Male durchgekaut – übrigens immer mit dem selben Konsens.
Wasserstoff ja – aber nicht im PKW

… und Sie sich nach Nordkorea. Hier herrscht immer noch Meinungsfreiheit und nicht die Meinung der Mehrheit. Der Moderator dieser Webseite hat mehrfach geschrieben, dass er Wasserstoff-Meldungen publiziert, da es sich bei Wasserstoff-Fahrzeugen auch um elektrische Fahrzeuge handelt. Also dürfen auch positive Kommentare geschrieben werden.

[Sie sollten sich lieber] nach Nordkorea [begeben].

Witzig … sooo also geht „Meinungsfreiheit“ mit der Meinungsfreiheit von P.T. um … indem er ihn nach Nordkorea wünscht –> wirklich witzig [NOT!]

Ja, Daimler und Traton arbeiten an Wasserstoff LKWs. Gleichzeitig aber auch an elektrischen LKWs.

Der Traton CEO zu Wasserstoff LKWs „Besonders unsere Kunden im Schwerlastsegment fahren regelmäßig lange Strecken. Sie müssten daher erhebliche Mehrkosten gegenüber einem vollelektrischen Truck in Kauf nehmen – die entsprechende Infrastruktur jeweils vorausgesetzt.

In Europa macht der LKW sowie gesetzlich nach 4,5 Stunden (=360km) Pause. Da kann der dann auch laden. Und 400kg für ein Brennstoffzellensystem im LKW?; Träum weiter. Wasserstoff LKWs haben eine 44t Sonderzulassung. Komisch, ich dachte die wären so leicht?

Farnsworth

Bei H2-Lkws kann man grob rechnen mit:

  • 500 kg für Brennstoffzellenanlage
  • 600 kg für H2-Tanks
  • 450 kg für Mehrganggetriebe beim Hyundai H2-Truck (E-Lkw: 1-Ganggetriebe)
  • 400 kg für Zwischenspeicherbatterie

Für 1.950 kg (Hyundai H2-Lkw, geschätztes H2-Systemgewicht) gibts eine 355-kWh-Batterie (Akasol, ca. 5.5 kg pro kWh) mit einer Reichweite von ca. 200 km. Bis zur Serienreife von H2-Lkws Ende des Jahrzehnts dürfte es die doppelte Reichweite bei gleichem Batteriegewicht sein.

Fahrstrecken bis zur gesetzlichen Pause in Europa sind dann rein batterie-elektrisch möglich.

Soweit habe ich Infos dazu gesammelt – vielleicht hat jemand weitere Angaben.

„Man gut, dass das Ende seiner Zeit als Verkehrsminister in Sicht ist.“
+1

Sollte die CSU wieder einen Verkehrsminister stellen dürfen, dann werden sie sicher wieder einen unfähigen Selbstdarsteller ins Verkehrsministerium entsenden – von der Sorte haben sie offenbar genug.

Nicht zu früh freuen. Im neuen Kabinett braucht man sicher auch Experten mit Regierungserfahrung.

Aber von VDU und CSU??

Also zumindest in NRW haben wir mehr als genug Regierungserfahrung mit Herrn Laschet. Das reicht mir.

Farnsworth

Wasserstoff ist viel zu teuer werde keine 10 € für 100 km zahlen . Herr Scheuer kann sich das ja leisten wir normale Bürger nicht . Er soll sich das schleunigst verabschieden von seinem Plan .

10€ / 100km – das ist doch heute nicht mehr teuer – gleich mit welchem Antrieb!…und wer sich das nicht leisten kann, der sollte aufs Fahrrad umsteigen und damit den Wahnsinnsverkehr (z.B. mit Gelände-Stadt-SUVs) positiv vermindern. Autofahren sollte viel teurer werden.

Ich zahle (noch) ohne eigener PV ca. 3,70€ pro 100km mit einem BEV. Warum sollte ich freiwillig mehr bezahlen?

Farnsworth

Kurzstreckenfahrer könnten ein halbes Jahr umsonst E-Auto fahren, wenn es Solarzellenkarosserien schon in Serienfertigung gäbe und kämen im Jahresschnitt auf 1,80 Euro/100 km.

Wie haben im Winter aktuell einen Verbrauch von 20 kWh pro 100 km, bei rund 0,31 Euro die kWh macht das rund 6 Euro. Wie kommst du auf deinen Preis?

E-Up Jahresdurchschnitt 13,5kWh/100km bei 0,2755€/kWh. E-Mobiltarif von Naturstrom.

Klar verbraucht der Wagen im Winter auch mal 17,5kWh/100km. Neulich sind wir aber auf einem Tagesausflug dafür mit 8,2kWh/100km ausgekommen.

Farnsworth

Selbst für Busse und LKW ist Wasserstoff-Antrieb ineffizient. Da gibt es schon lange bessere E-Antriebe. Es ist schon erstaunlich mit welcher Borniertheit diese Technologie im KFZ-Sektor betrieben wird, obwohl schon lange der Nachweis erbracht ist, dass diese Technologie dafür ungeeignet ist. Eigentlich müssten doch die dafür Verantwortlichen wissen, dass sie mit dieser Strategie der ganzen Branche schaden abgesehen von der Umwelt.

Die Verantwortlichen wissen das sehr wohl, aber die Wasserstoff-Lobby ist groß und die Konzerne dahinter hoffen mit aufwändiger H2-Technik ihren alten Technologie-Vorteil auch in Zukunft zu behalten.

Politiker und Parteien leben von Zuwendungen und Pöstchen der Industrie und sind deshalb leicht steuerbar, sie lassen sich von den Lobbyisten sogar die Gesetze diktieren – zum Schaden für Bürger und Umwelt.

Umweltschutz muss von unten kommen – von oben wird im Grunde nur gebremst – ohne die Grünen und die vielen Umweltschützer der vergangenen Jahrzehnte hätte wir noch garnichts erreicht. Es braucht Millionen von Bürgern, die zeigen wie Umweltschutz geht und ihr Kreuzchen an der richtigen Stelle machen.

Ideal zum Verbrennen von Staatsgeldern:
sowohl H2 als auch Strom > efuels > VERBRENNER hat einen katastrophalen Gesamtwirkungsgrad.
aberim Gegensatz zum BEV ist das Betanken zu Hause ausgeschlossen, und darum geht es ja.

„… aber im Gegensatz zum BEV ist das [H2-]Betanken zu Hause [praktisch] ausgeschlossen, und darum geht es ja.“

Richtig:

Eine (fast) monopollstische Öl-/Energie-Industrie mit bisherigen Multimilliarden-Gewinnen sieht weltweit

  1. mit den steigenden Zahlen von reinen eAutos und
  2. den immer öfter installierten Wärmepumpen sowie
  3. immer häufiger möglicher solarer (Teil-)Selbstverorgung


künftige Gewinne (+Macht/+Einfluß) »im Sande« verrinnen!

Last edited 7 Tage zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Sie haben es exakt auf den Punkt gebracht. Wenn ein BMW Fahrer nicht mehr seine Tankstelle anfahren kann, dann fehlt ihm einfach etwas im Leben.

So einfach ist die Sache nicht. Viele sind verunsichert durch die massive Propoganda einflussreicher Lobbys gegen die Elektromobilität. Diese Lobbys werden niemals freiwillig aufgeben und sich ihr Milliardengeschäft von einem südafrikanischen Spinner kaputtmachen lassen.

Gerade gestern wurde im Schweizer Fernsehen ein Beitrag gesendet von einem Wissenschaftsmagazin über die Elektromobilität. Als erstes wurde gezeigt wie Kinder im Kongo in ein Erdloch steigen müssen um angeblich für die bösen Elektroautos Kobalt zu schürfen. Anschliessend ein Interview mit einem Bauern in Chile dem die bösen Minen? Gesellschaften angeblich das Wasser abgraben. Selbstverständlich nur für die Elektromobilität.

Genau die Beiträge die bereits tausendfach als unseriös kritisiert worden sind. Danach wurde dann doch noch einiges richtiggestellt. Aber der Schaden war da bereits angerichtet. Der Laie und Gegner der Elektromobilität hat nach den ersten beiden Beiträgen bereits seine Meinung bestätigte gesehen. Daran haben auch die nachfolgenden Beiträge nichts mehr geändert.

Ja Sie haben natürlich schon recht. Ich war ein wenig zu schlagzeilenmässig 🙂 Habe mich auch nur auf das Laden bezogen.

Überall wo ich mit meinem BEV bin und mit Leuten ohne ins Gespräch komme, steht halt eben das Thema tanken/laden stets im Vordergrund. Ich bemerke einfach, dass es wirklich vielen grosse Schwierigkeiten macht, ihren gewohnten Gang zur Tankstelle aufgeben zu müssen. Wir Menschen sind nun mal Gewohnheitswesen.

Wie kann sich die Deutsche Regierung einen Scheuer noch leisten? Alles was er anfasst geht bachab oder dient seinen eigenen Vorteilen. Ist er die personifizierte Fehlerquelle? Ist das in seinem Stellenprofil so beschrieben? Wenn ja, dann ist er top.

naja, KFW440 ist doch auch von ihm? – ohne dieses Programm kenne ich 8 Leute die sich keine Wallbox gekauft hätten.

Die Interessen der Fossilindustrie vertritt er wirklich gut, der Andi. Einfach nochmal das Stöckchen „Wasserstoff“ hinwerfen und schon sagen wieder ein paar Tausend Leute „och ich hol mir nochmal nen Diesel bis Wasserstoff kommt“

„Mathe 5 setzten, Herr Scheuer!“

Last edited 6 Tage zuvor by steinpilz

Das beweist, dass der Verkehrsminister weiter an die Verbrenner glaubt und sein Portemonnaie damit gefüllt wird.
Wie kann man nur bei dem derzeitigen Klimawandel soooo viel Schaden dem deutschen Volk zufügen?
Haben unsere Politiker nicht die Pflicht Schaden vom deutschen Volk abzuwenden ?
Dieser Verkehrsminister muss zur Rechenschaft gezogen werden.
Meiner Meinung sind nicht die dreckigsten der Verbrenner, die Plug-in-Hybride, die Übergangstechnologie, sondern die reinen BEV´s.
Danach kann es nur noch den Weg hin zur BSZ-Wasserstoff-Technologie geben.
Und diese kann man nur mit Hilfe der erneuerbaren Energien, ohne Schaden an Flora und Fauna zu hinterlassen, herstellen.
Leider besitzt Deutschland nicht mehr das Ingenieurswissen und zu viel Gier nach Reichtum und Macht um dieses auch ohne gierige Vorstände und Aktionäre in kostengünstige Produkte umzusetzen, die in Deutschland mit Arbeitskräften, die auch in unsere Sozialsysteme einbezahlen, hergestellt werden.
Zu viel Geld hat man jetzt in die Förderung der dreckigsten Verbrenner, Plug-in-Hybride, gesteckt.
Wurden unsere Nachkommen, die nicht nur diese dreckige Luft atmen müssen sondern auch die Staatsschuldenlast dieser dreckigen Förderung bezahlen müssen, gefragt ?
Wir haben unseren Nachkommen die Verpflichtung saubere Luft und einen bewohnbaren Planeten zu hinterlassen.
Und das geht auch nicht mit E-Fuels die aus fossilen Stoffen hergestellt werden

Diese News könnten dich auch interessieren:

„eLoaded“ sorgt für Strom im ADAC Opel e-Rally Cup
Polestar nutzt verstärkt Blockchain für Lieferketten-Nachweis
Ex-VW-Manager: „Das Land läuft von Kompromiss zu Kompromiss“
50
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).