BASF und Umicore starten Wissensaustausch für bessere Batterietechnologien

BASF-Umicore-Batterie-Elektroauto-Forschung-Entwicklung

Copyright Abbildung(en): BASF

Der Chemiekonzern BASF und der belgische Materialtechnologie- und Recyclingkonzern Umicore haben eine nicht-exklusive Patent-Kreuzlizenzvereinbarung abgeschlossen, die ein breites Spektrum von Kathodenmaterialien (CAM) und deren Vorprodukte (PCAM) abdeckt, einschließlich chemischer Zusammensetzungen wie Nickel-Kobalt-Mangan (NCM), Nickel-Kobalt-Aluminium (NCA), Nickel-Kobalt-Mangan-Aluminium (NCMA) und Lithium-reiches hoch-Manganhaltiges Hochenergie-NCM (HE NCM).

Kathodenmaterialien sind entscheidend für die Leistung, Sicherheit und Kosten von Lithium-Ionen-Batterien, die in der modernen Elektromobilität und anderen Anwendungen eingesetzt werden. Das Zusammenspiel zwischen PCAM und CAM und die Entwicklung dieser Materialien seien entscheidend, um die Leistung der Batteriezellen zu maximieren, wie BASF mitteilt. Seit vielen Jahren investieren BASF und Umicore intensiv in Produktinnovationen für PCAM und CAM mit niedrigem, mittlerem und hohem Nickelgehalt, sodass beide Unternehmen heute über ein umfangreiches und weitgehend komplementäres Patentportfolio verfügen.

„Die Vereinbarung mit Umicore ermöglicht eine noch schnellere, nachhaltigere und innovative Entwicklung von Batteriematerialien für unsere Kunden, darunter Hersteller von Batterien und OEM. Die kontinuierliche Entwicklung von Batteriematerialien wird den Wandel hin zur vollständigen Elektrifizierung beschleunigen und damit die weltweiten Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel unterstützen.“ – Dr. Peter Schuhmacher, Präsident des Unternehmensbereich Catalysts der BASF

Aufbauend auf der starken produkttechnologischen Kompetenz des jeweils anderen, haben BASF und Umicore ihre laut eigener Aussage „richtungsweisende“ Lizenzvereinbarung geschlossen, um die technologischen Bedürfnisse ihrer Kunden besser erfüllen zu können. Beide Unternehmen können demnach nun eine breitere Palette von IP-geschützten Technologien in Bezug auf Merkmale wie chemische Zusammensetzung, morphologische Eigenschaften der Pulver und chemische Stabilität kombinieren.

Darüber hinaus wollen beide Parteien dank dieser Vereinbarung ihre Produktentwicklungsgeschwindigkeit weiter erhöhen und damit ihr Engagement demonstrieren, die wichtigsten Herausforderungen der Elektromobilität wie Energiedichte, Sicherheit und Kosten anzugehen. Gleichzeitig können sie dadurch die Transparenz erhöhen und IP-Risiken für Batteriezellenhersteller und deren Kunden reduzieren.

„Diese Vereinbarung mit BASF ist ein wichtiger Schritt, um die Innovation von Kathodenmaterialien voranzutreiben. Sie stärkt unsere technologische Positionierung und erhöht weiter unsere Fähigkeit, maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln, die den strengsten Leistungs- und Qualitätsstandards unserer Batterie- und Automobilkunden entsprechen.“ – Marc Grynberg, CEO Umicore

Die Vereinbarung umfasse mehr als 100 Patentfamilien, die in Europa, den USA, China, Korea und Japan angemeldet wurden. Beide Parteien behalten sich das Recht vor, ihre eigenen IP-Rechte auch in Zukunft gegenüber Dritten geltend zu machen.

Quelle: BASF – Pressemitteilung vom 04.05.2021

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Ist das jetzt eine gute oder schlechte Nachricht?

2 Konzerne mit doppelter Patentmacht gegen den Rest der Welt?

Wenn günstigere Batterien dabei herauskommen, dann soll es mir recht sein.

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