BASF und Umicore starten Wissensaustausch für bessere Batterietechnologien

BASF und Umicore starten Wissensaustausch für bessere Batterietechnologien
Copyright:

BASF

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Der Chemiekonzern BASF und der belgische Materialtechnologie- und Recyclingkonzern Umicore haben eine nicht-exklusive Patent-Kreuzlizenzvereinbarung abgeschlossen, die ein breites Spektrum von Kathodenmaterialien (CAM) und deren Vorprodukte (PCAM) abdeckt, einschließlich chemischer Zusammensetzungen wie Nickel-Kobalt-Mangan (NCM), Nickel-Kobalt-Aluminium (NCA), Nickel-Kobalt-Mangan-Aluminium (NCMA) und Lithium-reiches hoch-Manganhaltiges Hochenergie-NCM (HE NCM).

Kathodenmaterialien sind entscheidend für die Leistung, Sicherheit und Kosten von Lithium-Ionen-Batterien, die in der modernen Elektromobilität und anderen Anwendungen eingesetzt werden. Das Zusammenspiel zwischen PCAM und CAM und die Entwicklung dieser Materialien seien entscheidend, um die Leistung der Batteriezellen zu maximieren, wie BASF mitteilt. Seit vielen Jahren investieren BASF und Umicore intensiv in Produktinnovationen für PCAM und CAM mit niedrigem, mittlerem und hohem Nickelgehalt, sodass beide Unternehmen heute über ein umfangreiches und weitgehend komplementäres Patentportfolio verfügen.

„Die Vereinbarung mit Umicore ermöglicht eine noch schnellere, nachhaltigere und innovative Entwicklung von Batteriematerialien für unsere Kunden, darunter Hersteller von Batterien und OEM. Die kontinuierliche Entwicklung von Batteriematerialien wird den Wandel hin zur vollständigen Elektrifizierung beschleunigen und damit die weltweiten Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel unterstützen.“ – Dr. Peter Schuhmacher, Präsident des Unternehmensbereich Catalysts der BASF

Aufbauend auf der starken produkttechnologischen Kompetenz des jeweils anderen, haben BASF und Umicore ihre laut eigener Aussage „richtungsweisende“ Lizenzvereinbarung geschlossen, um die technologischen Bedürfnisse ihrer Kunden besser erfüllen zu können. Beide Unternehmen können demnach nun eine breitere Palette von IP-geschützten Technologien in Bezug auf Merkmale wie chemische Zusammensetzung, morphologische Eigenschaften der Pulver und chemische Stabilität kombinieren.

Darüber hinaus wollen beide Parteien dank dieser Vereinbarung ihre Produktentwicklungsgeschwindigkeit weiter erhöhen und damit ihr Engagement demonstrieren, die wichtigsten Herausforderungen der Elektromobilität wie Energiedichte, Sicherheit und Kosten anzugehen. Gleichzeitig können sie dadurch die Transparenz erhöhen und IP-Risiken für Batteriezellenhersteller und deren Kunden reduzieren.

„Diese Vereinbarung mit BASF ist ein wichtiger Schritt, um die Innovation von Kathodenmaterialien voranzutreiben. Sie stärkt unsere technologische Positionierung und erhöht weiter unsere Fähigkeit, maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln, die den strengsten Leistungs- und Qualitätsstandards unserer Batterie- und Automobilkunden entsprechen.“ – Marc Grynberg, CEO Umicore

Die Vereinbarung umfasse mehr als 100 Patentfamilien, die in Europa, den USA, China, Korea und Japan angemeldet wurden. Beide Parteien behalten sich das Recht vor, ihre eigenen IP-Rechte auch in Zukunft gegenüber Dritten geltend zu machen.

Quelle: BASF – Pressemitteilung vom 04.05.2021

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in News

Range Rover Sport EV: Sportlich und überraschend agil

Range Rover Sport EV: Sportlich und überraschend agil

Zaid Hamid  —  

Steifere Karosserie, tieferer Schwerpunkt, schneller Drehmomentaufbau: Der Range Rover Sport EV 550 fährt sich deutlich dynamischer als der Range Rover.

Stellantis: Viele E-Autos bekommen ab 2027 günstigere LFP-Akkus

Stellantis: Viele E-Autos bekommen ab 2027 günstigere LFP-Akkus

Arun Niemann  —  

Stellantis will ab 2027 zahlreiche E-Autos auf günstigere LFP-Batterien umstellen. Der Konzern hofft damit vor allem in Europa auf niedrigere Kosten und bessere Margen.

CATL sucht weitere Standorte für Gigafactories in Europa

CATL sucht weitere Standorte für Gigafactories in Europa

Arun Niemann  —  

164 GWh reichen CATL in Europa nicht: Der Batterieriese prüft weitere Gigafactory-Standorte und sieht beim Fachkräfteaufbau große Herausforderungen.

Jeep plant ein E-Auto im Willys-Stil für die Stadt

Jeep plant ein E-Auto im Willys-Stil für die Stadt

Arun Niemann  —  

Jeep will sein Europa-Portfolio bis 2030 deutlich ausbauen. Für die Zeit danach prüft die Marke sogar einen vom Willys inspirierten Stadt-Jeep.

Volkswagen testet fahrerlose Fahrzeuglogistik im Hafen Emden

Volkswagen testet fahrerlose Fahrzeuglogistik im Hafen Emden

Daniel Krenzer  —  

VW erprobt mit Telekom und Partnern automatisierte Fahrzeugtransporte im Hafen Emden. Auch das fahrerlose Verladen auf Züge wurde getestet.

Slowenien: Mercedes-Benz eCitaro im öffentlichen Nahverkehr

Slowenien: Mercedes-Benz eCitaro im öffentlichen Nahverkehr

Maria Glaser  —  

In Ljubljana wurden innerhalb eines Jahres 35 CO2-freie Busse, batterie- sowie wasserstoffbetrieben, von Mercedes-Benz in Betrieb genommen.

Handelsriese Amazon setzt in Indien auf E-Lkw

Handelsriese Amazon setzt in Indien auf E-Lkw

Daniel Krenzer  —  

Amazon elektrifiziert seine Logistik in Indien: Gemeinsam mit Tata Motors sollen 3000 Elektro-Lkw eingesetzt und neue Ladehöfe aufgebaut werden.