VW-Designchef: „Das Design des ID.4 spart den Kunden bares Geld“

VW-Designchef: "Das Design des ID.4 spart den Kunden bares Geld"

Copyright Abbildung(en): Volkswagen AG

Viel wurde bisher geschrieben über den ID.4, welcher als zweiter MEB-Stromer von Volkswagen selbst auf den VW ID.3 folgen und nicht weniger erreichen soll, als die E-Mobilität aus der Nische zu holen. Kurz vor der Weltpremiere des Stromers gab Klaus Zyciora, Leiter Design Volkswagen Konzern und ehemaliger Leiter des Designs der Marke Volkswagen, zu verstehen, dass  in der Ära der E-Mobilität nicht mehr der Einsatz von Chrom ein Stilelement sei. Sondern vielmehr das gekonnte Spiel mit dem Licht. Zudem gibt Zyciora zu verstehen, dass das Design des ID.4 dem Kunden bares Geld spare.

Mit dem ID.4 will Volkswagen im Volumenmarkt durchstarten. Ralf Brandstätter, CEO der Marke, geht davon aus, dass der VW ID.4 nicht weniger als 500.000 Mal pro Jahr vom Band laufen wird. Damit man dies erreichen kann wird das Auto in Europa, in China und später auch in den USA gebaut und verkauft. Das Fahrzeug muss somit für unterschiedliche Märkte gestaltet und umgesetzt werden. Eine Herausforderung.

Im Fall des ID.4 profitiert VW davon, dass die ID.-Familie für den Beginn einer neuen Mobilität steht. Eine Tatsache, welche sich daher durchaus auch im Design widerspiegeln sollte. Macht es auch. So kommen die ID.-Familienmitglieder klar, aerodynamisch, puristisch daher. Mit Ornamenten gehe man äußerst sparsam um, lässt Flächen Flächen sein und reduziert Öffnungen wo immer möglich, so der VW-Designchef. Kombiniert mit einer weitgehenden Front, bei VW nicht ungewöhnlich da als eine von ganz wenigen Marken ohne Kühlergrill geboren, entsteht so ein „modernes, zeitbeständiges Design, das den Geschmack sehr vieler Menschen trifft“.

Zyciora führt weiter aus, dass das Design wirkt wie vom Wind geformt. Zugleich zeigt sich die Modernität des ID.4 an den charakteristischen Scheinwerfern und der Lichtsignatur, die zwischen ihnen verläuft”, so der Leiter Design des VW Konzern. Zyciora gibt ebenfalls zu verstehen, dass eine gute Aerodynamik bei Elektroautos noch wichtiger als bei Verbrennern sei, damit die Fahrzeuge alltagstaugliche Reichweiten bieten. „Dabei geht es übrigens nicht nur um das Exterieur, sondern auch um das Interieur. Der Luftstrom im Innenraum bestimmt mit darüber, wie effizient die geladene Energie genutzt wird“, so der Designer weiter.

„Ungefähr ab 50 Stundenkilometern ist der Luftwiderstand der stärkste Widerstand, den es zu überwinden gilt. Jede Verbesserung erhöht die Energieeffizienz und die Reichweite.“ Für den ID.4 liegt der cw-Wert bei 0,28, innerhalb von Volkswagen wird dieser bei den Verbrennern mit dem Tiguan verglichen. Dieser wartet mit einem cw-Wert von 0,34 auf. Es lässt sich hierdurch erahnen, dass der ID.4 dem Fahrer somit bares Geld durch sein aerodynamisches Auftreten spart. Denn bessere Aerodynamik = mehr Reichweite, ohne für mehr Batterie Geld in die Hand nehmen zu müssen.

Aber auch anderweitig wirkt man dem Wertverlust entgegen: „Die Software bleibt nicht stehen, sondern verbessert sich über die Nutzungszeit. Kundinnen und Kunden können beispielsweise neue Assistenzsysteme oder zusätzliches Entertainment freischalten. Das alles wirkt dem Wertverlust entgegen – ein großer Vorteil für Kunden, die ihr Auto weiterverkaufen wollen, so der Designchef des VW-Konzerns abschließend.

Quelle: Volkswagen AG – Pressemitteilung vom 22. September 2020

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8 Antworten

  1. Der letzte Absatz hinterlässt bei mir einen Zwiespältigen Eindruck.
    Einerseits gut, dass man nicht angekreuzte Ausstattungsoptionen auch nachträglich hinzufügen kann, andererseits ist das auch eine sehr profitable Einnahmequelle. Es bleibt zu hoffen, dass OTA-Updates dennoch kostenlos sind. Nicht dass man auch dafür zur Kasse gebeten wird. Ich könnte mir ein Abo-System vorstellen: „5 Jahre Over-The-Air-Updates für nur einmalig 599 Euro“ – oder so …

    1. Ich würde mir mehr Sorgen um Funktions Abos machen wie es zb Porsche macht. Das generiert kontinuierlich Geld mit Sachen die rein theoretisch viel langer halten und sonst keine großen kosten wie Inspektionen mehr haben. Und wie es immer mehr Software Firmen vormachen.

    1. Ich glaube, VW hat sich nur das abgeguckt, was sie bleibt Tesla gut finden. So gibt es z.b. hinterm Lenkrad noch immer eine Anzeige und ein paar Tasten (wenn auch Touch), sowie ein HUD, keine extrem niedrige Bauweise, nicht besonders hohe Motorleistungen, immer noch Stoffpolster u.v.m.. Abgeguckt hat man dagegen OTA Updates, ein teilweise geändertes Vertriebsmodell, ein relativ reduziertes Cockpit und man versucht, das Ionity-System noch frei von Ladekarten zu bekommen. Also ich finde, man guckt insgesamt Vernünftiges ab.

  2. Wer Teslas nachmacht und verfälscht wird mit einem VW bestraft.
    Beim Design von VW fragt sich, von welchem Design die Rede ist. Die Karren sehen leider seit 20 Jahren immer gleich aus.

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