Sono Motors bringt SION-Prototypen auf die Zielgerade

Sono Motors bringt SION-Prototypen auf die Zielgerade

Copyright Abbildung(en): Sono Motors

Sono Motors scheint Wort zu halten und bringt die SION-Prototypen auf die Zielgerade. „Noch Ende diesen Jahres werden wir der Welt eine neue Prototypen-Generation des Sion vorstellen“, so das Münchner Start-Up Mitte August, beim Ausblick auf die künftigen Pläne des Start-Ups. Mit noch 30 Tagen über auf dem Kalender bis zum Ende des Jahres erhalten die Prototypen derzeit die volle Aufmerksamkeit des Unternehmens, dass man „wie versprochen, noch dieses Jahr die Fertigung abschließen könne“, so das Start-Up in einer aktuellen Mitteilung.

Ende Oktober gab es diesbezüglich das letzte Update. Grund genug, um weitere Einblicke zu veröffentlichen. Mittlerweile habe man mit der Montage der Räder den Bau des Fahrwerks abgeschlossen. Zudem sei das Hochvoltsystem im Fahrzeug montiert und anschließend in Betrieb genommen worden. Ein zentraler Bestandteil davon ist der sogenannte Onboard-Charger, also das Gerät, an dem alle Hochvoltkomponenten des Fahrzeugs hängen. Hierzu zählt man zum Beispiel die Hochvoltbatterie, die das Fahrzeug antreibt, sowie der Hochvoltklimakompressor der das Kältemittel für den Klimakreislauf verdichtet.

Sono Motors

Laut Sono Motors habe das eigene Team, sowie das Team des Partnerunternehmens Roding, die MPPT Central Unit (MCU) verbaut. Die MCU ermöglicht es, die Traktionsbatterie mit der Energie zu laden, die der Sion durch die Sonne erzeugt. So kann beispielsweise auch während der Fahrt das Hochvoltsystem für den Antrieb mit Strom versorgt werden. Das Start-Up weiß ebenfalls zu berichten, dass der Motor von deren Partner Continental in das Fahrzeug integriert werden konnte. Dabei handelt es sich bereits um dieselben Bauteile wie in der Serie. Continental hat das Fahrzeugsteuergerät (VCU) mit der nötigen Software versorgt und zum ersten Mal in Betrieb genommen. Die Vehicle Control Unit spielt eine zentrale Rolle, da es den Antriebsstrang des Fahrzeugs betreibt und die Aufgaben der verschiedenen Steuereinheiten koordiniert.

Mit dem Einbau der wichtigsten Komponenten für Antrieb, Lenkung sowie Elektrik und Elektronik des Prototypen, konnte der neue Sion-Prototyp erstmalig auf dem Testgelände von Roding Fahrt aufnehmen.

„Für das gesamte Team war das wirklich ein besonderer Moment. Im Prototypenbau ist das der besondere Zeitpunkt, an dem wir die Planung, sowie die Entwicklung und theoretischen Tests der letzten Wochen und Monate das erste Mal in der Umsetzung des zukünftigen Fahrzeugs sehen konnten.“ – Philipp Oberberger, verantwortlich für das Management der Prototypenentwicklung

Das bei der Fertigung des Sion auch die äußeren Werte zählen, zeigen die Fortschritte im Bereich Karosserie und Solar-Integration. Mittlerweile habe man die Heckklappe, Türen und Motorhaube am Fahrzeug montiert. Seit letzter Woche arbeite man zudem am Interieur der Fahrzeuge. Die Armaturen sowie die sonstige Innenausstattung werden aktuell verbaut, um auch für zukünftige Probefahrten alle nötigen Sicherheitsrichtlinien sicherzustellen und einen guten Fahrkomfort zu ermöglichen. „Die neuen Generation der Prototypen nimmt also Tag für Tag mehr die Form an, die wir euch bald präsentieren dürfen“, so die Münchner zum Abschluss der aktuellen Mitteilung.

Quelle: Sono Motors – Pressemitteilung vom 01. Dezember 2020

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Alles egal, dass Teil müsste schon längst auf der Straße sein. Macht hin, euch rennt die Zeit davon.

Ja – mindestens 3 Jahre zu spät – ob Käufer überhaupt noch die Subvention mitnehmen können?

Sion kann noch auf den „Öko-Bonus“ bei Kunden hoffen und sich damit evtl. eine Nische sichern.

Der Bau eines Prototyps ist der einfache Teil, und es ist um ein Vielfaches schwieriger, ihn in die Produktion zu bringen. Zumal sich diese Prototypen auf das Erscheinungsbild konzentrieren, nicht auf den Antrieb, der nicht produktionsbereit ist. „Top-down-Prototyp“, wie Sono Motors es nennt.

[…] Prototypen konzentrieren [sich] nicht auf den Antrieb, der nicht produktionsbereit ist.

Falsch: Der im SVC2 vewendete Antrieb-/Steuerungs-Kombination ist ein bereits in größerer Serie gebautes Conti-Teil.
Der Akku-Zusammenbau im SVC2 kann noch kein Serienteil sein – der vorgesehene ElringKlinger-Akku wird ja nur für die Serie des Sion gebaut – es handelt sich wohl eher ein „Handmuster“, z.B. mit den auch künftig verwendeten speziellen Samsung-Zellen. Der Conti-Antrieb-/Steuerungs-Kombi und der wichtigen Erprobung der Fahreigenschaften des SVC2 ist es übrigens egal, „wer genau“ die notwendige Spannungs-/Strom-Leistung liefert, wenn die Nenndaten ausreichend übereinstimmen!

Super, ich freue mich für Euch. Ich warte schon und hoffe das mein kleiner Hyundai solange noch durchhält.
Macht weiter so.

Ingo, bestell nur gleich jetzt einen Neuen. Auch wenn die schon die Heckklappe am Montieren sind, heisst das nicht dass der neue Prototyp besser wird als ihr erster.

Auch wenn die schon die Heckklappe am Montieren sind, heisst das nicht dass der neue Prototyp besser wird als ihr erster.

Sinnentnehmendes Lesen zum SVC2 ist nicht Deine Sache, gell?

Aus Sebastians Artikel:

[…] der neue Sion-Prototyp [konnte] erstmalig auf dem Testgelände von Roding Fahrt aufnehmen.

Ich denke die Enterprise B mit Warp 5 und Beamfunktion ist vorher in Serie. 🙂

Eine neue Prototypengeneration? Sono festigt seinen Ruf als führender Prototypenproduzent.

Hoffentlich wird es kein zweiter Loremo

Ich freue mich schon auf meine Beiden Sions

Das kann aber noch dauern, wenn die 3 Spezies auf dem Bild die E-Motoren fertiggewickelt haben.

Dass es immer solche sinnfreien Kommentare von Leuten gibt, die anscheinend mehr freie Zeit als Ahnung von der Materie haben…
Das Integrieren von PV in die Karosserie ist ein Thema, das ich schon lange von den Herstellen vermisse. Wie bei der Entwicklung des PC vor ca 50 Jahren muss das von kleinen innovativen Firmen vorangetrieben werden … da die grossen sich in Ihrem Grössenwahn um „Wichtigeres“ kümmern müssen …
Auch den Streetscooter der Post, der eine grosse Dachfläche hat – ideal um ca 2 kWp zu liefern – hätte ich als Entwicklungsing. schon von Anfang an damit ausgerüstet …

Mit dem ersten Prototyp habe ich schon vor ca 3 Jahren Fahrt aufgenommen. Wer will den solange warten für etwas was der dann mal haben sollte. PV gehört auf das Hausdach. Und eine Anhängevorrichtung bei einem so kleinen Auto dient höchstens den Nachbarn zu
Eseln man könne sich auch Wohnanhänger und einen solchen fürs Boot leisten……Bidirektional aufladen würden die anderen schon lange anbieten , wenn es einen Markt gäbe. Das macht keiner. Wir laden die Autobatterie zum Fahren. Jedes Auto ist ein Speicher aber nicht für solchen Unfug zum Beispiel im Wald eine Kettensäge per Kabelsalat anzutreiben oder Aenliches. Solche Strombezüger haben heute eigene handliche Li Yonen Akkus.

PV gehört auf das Hausdach

Ja, zusätzlich. Auch wenn im Vergleich zum Hausdach die PV am Auto weniger effizent ist, würde Sie dazu beitragen die Reichweiten zu erhöhen. Nicht für jeden Käufer aber es gibt durchaus Anwendungsbereiche wo das sinnvoll ist.
Als Option sollte das angeboten werden.

…eine Anhängevorrichtung bei einem so kleinen Auto dient höchstens den Nachbarn zu Eseln…

Eine Anhängerkupplung muss nicht immer einen Wohnwagen oder Bootstrailer ziehen. Im Gegenteil, der überwiegende Teil zieht damit kleine bis mittlere Nutzanhänger um mal Gartenabfälle weg zu bringen oder sperrige Lasten zu transportieren.

Bidirektional aufladen würden die anderen schon lange anbieten , wenn es einen Markt gäbe.

Den gibt es, nur wollen es die Energieversorger nicht und bremsen, durch erfolgreiche Lobbyarbeit, die Politik aus entsprechende Richtliinien und Gesetzt zu formulieren.

Last edited 4 Monate zuvor by Andreas E.

Servus,
ich bin bescheiden genug, mir einen SION ab 2023 auf willhaben.at auszusuchen und zu kaufen. Bis dahin sollen 2 W124/250D von 1988 (Schalter) und von 1991 (Automatik) die Stellung halten. Der SION darf kommen!

Hallo Werner, auch eine Ansicht.
Schon vor Deinen zwei Benz Diesel hatte ich den 200 D . Damals das Mass aller Dinge für Vielfahrer betreffend Unterhalt , Verbrauch und vor allem Wiederverkaufswert. Nach 3 weiteren Nachfolgediesel, vorerst als 6 Zylinder Saugmotor, anschliessen 4 er Turbos immer selber in Sindelfingen abgeholt war dann aber 2010 Schluss. Ab da gings dann ebenso preiswert aber viel oekologischer weiter.
Der Tesla S war zu teuer und zu sperrig in engen Parkhäusern. Und der Prius von Toyota sparte mir
zu wenig Sprit. So machte man halt sehr gute Erfahrung mit dem 1. Ampera welcher zu den PHEV s gehört. 5 Jahre später kam die PV Anlage auf s Dach, was der Startschuss zu einem reinen E bedeutete. Hätte ich da auf einen Sono warten sollen wie du ? Wie lange willst Du noch Diesel verbrennen? Ich habe unterdessen schon den 2. BEV mit Trend zu grösserer Batterie.

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