Ford zieht mit wachsendem E-Auto-Absatz eigene Zell-Produktion in Betracht

Ford zieht mit wachsendem E-Auto-Absatz eigene Zell-Produktion in Betracht

Copyright Abbildung(en): Floopin Photography / Shutterstock.com

Abseits der reinen Elektroautos teilt sich der Elektrifizierungsansatz von Ford in milde Hybride mit den kleineren Fahrzeugen Fiesta, Focus und Puma, konventionelle Hybride mit dem großen Familienauto Mondeo und dem Galaxy und S-Max sowie den Plug-in-Hybrid mit dem neuen Kuga auf, der auch mit den beiden anderen Hybridantrieben erhältlich sein wird. Die dafür notwendigen Batterien und -zellen kauft man bisher zu. Eine eigene Fertigung könnte künftig aber auch in Betracht kommen.

Dies gab zumindest der Chef des Autoherstellers zu verstehen. Ausschlaggebend hierfür sei jedoch der steigende Absatz von E-Fahrzeugen, wie Ford-CEO Jim Farley im Rahmen einer Telefonkonferenz mit Reuters erläuterte: „Wir diskutieren über die Herstellung von (Batterie-)Zellen. Ich denke, das ist ganz natürlich, da das (EV)-Volumen wächst.“ Sein Vorgänger Jim Hackett verfolgte hierbei noch eine andere Strategie und gab im vergangenen Jahr zu verstehen, dass es „keinen Vorteil“ für Ford gebe, seine eigenen Batteriezellen herzustellen.

In Hinblick auf den Mach-E und dessen Akku gab es im vergangenen Jahr ein Einblick auf die Batterie-Strategie und wie man möglichst geringe Kosten erzielt. Möglich wird dies nur durch die gemeinsame Nutzung der Batteriezellen im Mach-E, als auch im Ford Transit. Denn dies führt zur Batteriezellenproduktion mit maximaler Kapazität und somit zu geringsten Herstellungskosten. Die Strategie sei unerlässlich, um die Batteriekosten zu kontrollieren, gab Lisa Drake, Leiterin des globalen Antriebsstrang-Einkaufs bei Ford, damals zu verstehen. Die Batteriezellen für den Mach-E und den elektrifizierten Transit werden von LG in deren Werk in Polen hergestellt, wo LG für Ford eine spezielle Batterielinien geschaffen hat. Drake gab zu verstehen, dass man den niedrigsten Preis für Batteriezellen erhalte, wenn diese am Anschlag der Produktion gefertigt werden. Man wolle daher nie und nimmer, dass die Produktion still steht.

Während die bisher öffentlich angekündigten Produktionspläne von Ford für Elektrofahrzeuge relativ bescheiden geblieben sind, haben GM und Hyundai Motor erklärt, bis 2025 jährlich eine Million Elektrofahrzeuge bauen und verkaufen zu wollen, und Volkswagen hat für alle ihre globalen Marken einen Jahresabsatz von drei Millionen E-Autos anvisiert. Nur verständlich, dass sich diese Hersteller vermehrt mit der eigenen Produktion von Batterien und -zellen beschäftigt.

Quelle: Reuters – Ford CEO says carmaker now eyes making own EV batteries

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Zum letzten Satz. Ja hoffentlich auch endlich, und zwar die Batterieproduktion vor Ort mit verbundener Pflicht diese auch entsprechend an Ort und Stelle nach deren Lebensende weiter zu verwenden , wiederaufzubereiten, oder aber fachlich zu entsorgen. Zur Zeit kostet ein Ausbau mit Transport eines Akkus, der als Gefahrengut taxiert ist, gegen 10 000 Euro.

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