E-Mobilität: VW glaubt, dass man mit „Volumen-Prognosen total daneben liegen“ wird

VW glaubt, dass man mit "Volumen-Prognosen total daneben liegen" wird

Copyright Abbildung(en): VW AG

Eine starke Ansage, die Silke Bagschik, die bei der Kernmarke VW Pkw den Vertrieb und das Marketing der Elektro-Modelle verantwortet, getroffen hat: „Ich glaube, es wird passieren, dass wir mit unseren Volumen-Prognosen total daneben liegen.“ Dabei meint sie es gar nicht so negativ, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Vielmehr sei es so, dass man die Nachfrage nach den reinen E-Modellen, wie beispielsweise den ID.3 oder auch den ID.4 total unterschätzt hat.

Anfang September war noch die Rede von 7.000 ID.3-Besteller, welche auf die Auslieferung ihres MEB-Stromers warten. Ende Oktober sind es gar 14.000 VW ID.3 die bereits an ihre neuen Besitzer übergeben wurden. Somit fällt die Bilanz von Volkswagen durchweg positiv aus. Denn gerade einmal sechs Wochen nach Auslieferungsbeginn blickt man auf „bisher rund 38.000 Bestellungen“ sowie „mehr als 14.000 Fahrzeuge“ die bereits ausgeliefert wurden. VW zeigt sich zuversichtlich: „Zukunft des Autofahrens ist elektrisch“.

Erst vor kurzem erklärte Konzernchef Herbert Diess, E-Autos würden Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren bereits 2026 ökologisch und ökonomisch davonfahren. Dies wurde erneut durch die eingangs zitierte Aussage von Bagschik untermauert. Allerdings handelt es sich daher bisher „nur“ um eine Einschätzung des Marktes. Denn Diess gab auch zu verstehen: „Wir haben unsere Absatzziele bei den Elektrofahrzeugen bisher nicht in dem Maße erreicht, in dem wir uns das vorgenommen hatten.“ Unabhängig davon welche Signale der Markt aktuell sendet teilt Bagschik mit: „wir haben jetzt entschieden, da lang zu gehen und wir machen das jetzt“, eine Ansage. VW geht damit das klassische und immer wieder schwierige „Henne-Ei-Prinzip“ an und will dies durchbrechen.

„Jetzt kommen die Autos und ich vertraue darauf, dass auch mit dem neuen, riesigen Förderpaket der Bundesregierung ordentlich die Post abgeht. Ich rechne damit, dass auch alle unsere Tankstellenbetreiber in kurzer Zeit verstanden haben werden, dass Elektrofahrer die besseren Kunden sind, weil sie länger bleiben.“ – Silke Bagschik, Vertrieb- und Marketing der Elektro-Modelle von VW PKW

Weiterhin scheint aber auch für VW zu gelten, wenn die Produktion von E-Autos auf die Überholspur wechselt, wird die Ladeinfrastruktur nicht Schritt halten können. Es gilt zu handeln. Dies macht VW eigener Aussage nach, indem man beginnt die Vielzahl der Lade-Provider zusammenzuführen und den Angebots-Dschungel für E-Auto-Fahrer an öffentlichen Ladepunkten zu entwirren. Schlussendlich wolle Volkswagen „in jedes Segment ein Elektroauto setzen, was immer den Regeln folgt, dass es Spaß macht, dass es keinen Grund gibt, es nicht zu lieben“, erklärte Bagschik. Sie zeigte sich überzeugt, dass der Hersteller davon nur profitieren könne. „Ich glaube gerade mit der Vergangenheit, die wir hinter uns haben, tut das unserer Marke verdammt gut.“

Quelle: kfz-betrieb – E-Mobilität bei VW: „Werden mit unseren Volumen-Prognosen total daneben liegen“

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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ohne Anhängelast kommt ein Elektroauto nicht in Frage!

87% der Neuwagenkäufer sehen das anders.
Die anderen müssen halt ein Modell mit AHK nehmen, auch die gibt es.

Ich habe mich bewusst für den ID.3 entschieden. Jetzt ist der Kofferraum deutlich kleiner UND ich habe keine AHK (großes Haus, 3000 m2 Garten… Da fällt etwas an).
Aaaber: an 360 Tagen im Jahr reicht mir der ID.3. Weshalb überdimensioniert durch die Gegend fahren, wenn ich doch im Baumarkt für Einkäufe einen Transporter leihen kann? Für die Gartenabfälle gibt es dann eben statt 10 Fahrten mit dem Hänger eine Mulde. Dafür spare ich TÜV und Versicherung für den Anhänger…
Wenn ich Rindenmulch benötige, bestelle ich ein paar Kubikmeter. Ich freue mich bei jeder Fahrt über den ID.3 und habe es nicht bereut.

Blöd halt, wenn man so arrogant ist auf die 13% einfach zu verzichten, nur weil man vor einigen Jahren z.B. BMW i3 Fahrzeuge mit einer „homöopathischen-Reichweite“ von 120 km gebaut hat – da macht bei 30-40% Reichweitenverlust durch die AHK eine solche wirklich gar keinen Sinn.
Falls unsere Autoindustrie bei heutigen Erwartungen an Reichweite von 400+ Km
bei E Autos, die meist von Eigenheimbesitzern mit entsprechender Lademöglichkeit gekauft werden sollen …….. wieder schläft …….
Ich habe als Eigenheimbesitzer immer wieder Bedarf für einen Anhänger (Grünschnitt, Baumaterial etc)
Solchen Bedarf bedenken Autobosse leider nicht!
Warum nicht?
Ach ja klar……..die lassen einfach den Gärtner oder den Handwerker kommen – typisch deutsche Auto-Arroganz eben.

Der ID.4 zieht nen Hänger.. ne Yacht habe ich nicht und will ich nicht.. es wird immer weniger geben was dagegen spricht ein e Auto zu fahren.. Wichtig ist die Wirtschaftlichkeit in der Breite. Das mit der Ladeinfrastruktur bekommt man auch hin.

Ich frage mich echt, wo die ganzen, vielen E-Autos rumfahren. Hab im letzten halben Jahr weder in unserer Gegend, noch im Urlaub in MC POMM ein einziges gesehen.
Wenn ich Auto fahre, will ich fahren und nicht sinnlos rumstehen und Ladesäulen suchen. Bei 1 Euro Dieselkosten, spart man eh nix, zumal der Strom immer teurer wird. Ein Produkt, das nur wegen staatlicher Stütze gekauft wird, ist nur eine Übergangslösung, um CO2 – Besteuerung zeitweise zu umgehen. In absehbarer Zeit werden E-
Fahrer genauso abgezogen, wie Verbrennerfahrer. Verkaufspreismäßig ja jetzt schon. Eine häßlich ID3-Plastebilligkiste a la Trabbi für 45000! Wo will der Staat denn die fehlenden Milliarden hernehmen? Der E-Hype ist bald vorbei, wenn Wasserstoff und alternative Treibstoffe großserienreif sind. Die ID-Serie wird dann bald zum Ladenhüter und Geldgrab.
Und wo bleiben dann die anfallenden Gebrauchten mit schwachen Batterien? Wer kauft sowas?

Wenn endlich Mal ein ordentlicher Aufschlag auf den Spritpreis kommt dreht sich das Blatt wieder. Um Idealfall wird damit die EEG Umlage gesenkt und der Strom günstiger. Mit meiner PV Anlage auf dem Dach kann ich sowieso deutlich günstiger laden…
Für Wasserstoff und alternative Kraftstoffe wird so viel Energie benötigt, das wird sich für den PKW nie lohnen. Batterien werden immer billiger und der e Antrieb ist sowieso viel günstiger.
Gemäß den Berichten älterer Teslas fahren auch diese Autos einiges an km ohne dass die Batterie sonderlich schlapp macht.

@Gast
„Ich frage mich echt, wo die ganzen, vielen E-Autos rumfahren. Hab im letzten halben Jahr weder in unserer Gegend, noch im Urlaub in MC POMM ein einziges gesehen.“
Es sind gar nicht so viele und in McPomm extra wenig.
Bislang war der Anteil an den Neuzulassungen nur wenige % – das geht jetzt gerade mal auf 5.
Wenn man bedenkt, dass pkw im Schnitt 20 Jahre genutzt werden und 6 jahre alte Wagen noch wie neu aussehen .. dann fallen die wenigen neue BEv kaum auf. Vor allem erkennt man sie meist nicht denn zoe und e-golf, e-upmigo usw sehen aus wie ganz normale Verbrenner. Die einzigen, die ins Auge springen sind i3 und die Teslas.

@günter Hammer
„ohne Anhängelast kommt ein Elektroauto nicht in Frage!“
dann kauf dir eins .. ich habe mir eines bestellt und das hat 1000 kg Anhängelast. Deshalb habe ich meine ID.3-Reservierung storniert und einen enyaq bestellt.
Wo ist das Problem. Ausstattungsbereinigt ist er nur minimal teurer.

Ich höre immer nur E- Subventionen! Schon mal was von Subvention beim Diesel gehört! Und das seit Jahrzehnten (in diesem Jahr in Höhe von ca. 10 Milliarden). Und ich fahre keines von Beiden.

@Gast
also ich sehe hier in Augburg nahezu jeden Tag E-Autos rumfahren, und so ziemlich viele verschiedene z.B. Tesla Model S,X,3, BMW I3, E-Golf, ID3, Renault Zoe, Mercedes EQC, Nissan Leaf II, Peugeot 2008, Kia E-Soul, Hyundai Ionic & Kona, Opel Corsa E.

@Gast: Das mit dem Spritpreis ist eine aktuelle Moment aufnahme geschuldet durch COVID-19. Wenn ich mal das Gedächtnis auffrischen darf: Anfang 2020 (DIESES JAHR) for COVID-19 ging der Diesel Preis so langsam in Richtung 1,30€. Unter 1,20€ konnte man eigentlich nicht mehr tanken. Das sind mal locker flockige 20% mehr wie aktuell. Sogar mehr. Habe gestern für 0,97€ getankt (wir haben noch einen 1 Jahr alten eGolf als Zweitwagen). Super lag Anfang des Jahres bei knapp 1,40€. Man sollte sich also mal überlegen, wo die Spritpreise ohne Corona-Krise heute wären. Meine Vermutung: Diesel bei rund 1,30€ und Super über 1,40€. Dann sieht die Rechnung wieder anders aus. Auf der anderen ist der Strom in Deutschland auch schlicht zu teuer. Das DC laden mehr kostet, alles gut, solange es nicht in Abzocke endet. Es kommt zwar derselbe Strom aus der Steckdose, aber die Technik dahinter kostet auch.

Dann kommt das Thema Anhänger ja immer wieder und wieder und wieder. Scheint für viele Leute wohl wichtig zu sein. Und dann kommt aber auch sofort die Behauptung Elektroautos hätten keine Anhängelast. Das ist schlicht falsch. Klar gibt es Elektroautos mit Anhängelast. etron, EQC, iPace, Model S(?), Model X, Model 3. Demnächst: Model Y, ID4, Enyag, iX3, Audi Q4 etron. Wahrscheinlich habe ich noch welche vergessen. Meist sind das halt aktuell noch SUVs und nicht für 30.000€ zu haben. Stimmt. Aber es gibt solche Autos. Und für Gartenabfälle & Co kann es mir auch völlig egal sein, ob die Reichweite dann in die Knie geht. Wie weit fährt man denn mit dem Grünschnitt hinten drauf? Bis zur nächsten Deponie, die sicherlich keine 300km weit weg ist. Wenn ich jetzt ne Yacht durch die Gegend ziehen, dann kauf man sicht halt nen Verbrenner. Meine Güte.

Und vielleicht fahren noch nicht so viele e-Autos rum. Aber selbst mir hier in Südniedersachsen begegnen regelmäßig doch einige: eGolf, eUp, Telsa, Kona. Die typischen Modelle halt. Wie schon ein Vorredner geschrieben hat: manchen Fallen nicht auf. Der eGolf und eUp sind von den Verbrenner nur durch das Tagfahrlicht zu unterschieden. Der Kona vom Verbrenner nur durch den geschlossenen Kühlergrill.

Habe jahrelang nur Diesel in Form von BMW X5 oder X6 gefahren. Habe seit einem Jahr einen BMW i3 als Zweitwagen … und was soll ich sagen: Bin mittlerweile in eineinhalb Jahren über 33.000 km elektrisch gefahren und bin begeistert. Der X5 steht nur noch rum und wird nur benötigt, wenn ich die AHK brauche. So kostengünstig bin ich noch nie Auto gefahren: für die 33.000 km hab ich nur ca. 450 € Stromkosten bezahlt, den Rest habe ich kostenlos bei ALDI und Co. oder über die eigene Photovoltaik geladen. Keine Kfz-Steuer, günstige Vollkasko-Versicherung. Habe damit schon Strecken wie München-Hannover oder Nürnberg-Prag zurückgelegt – ohne Probleme und völlig entspannt … beim X5 fahre ich immer volles Rohr und bin am Ende ziemlich gestresst. Habe aufgrund der guten Erfahrungen mit dem i3 nun einen BMW iX3 bestellt (mit AHK für den Fahrradträger). Ab Januar gibt es laut meinem Energierversorger bei uns ab Steckdose nur noch Ökostrom, dann wird auch die Ökobilanz automatisch besser. Bin gespannt, wie das alles weiter geht – freu mich drauf.

Ja Du hast Polestar 2 und Volvo XC 40 Electric vergessen, die ziehen beide 1600kg.

„In absehbarer Zeit werden E-Fahrer genauso abgezogen, wie Verbrennerfahrer“
– Anwohnerparken (10 m²) in knapper Innenstadtlage: 20€ im Jahr
– Atmosphäre als Müllhalde benutzen: kostenlos (noch!)
– Anwohner mit Lärm terrorisieren: kostenlos
– Zu schnell fahren: Strafen auf Portokasseniveau

Fahren sie bitte mit 2 kleinen Kindern und Wohnwagen von Deutschland mit einem E-Auto an die Mittelmeerküste. Mich würde es interessieren was ihre Kinder machen, wie lange haben sie gebraucht und wie hoch waren die Stromkosten. Dann noch wieviel umweltfreundliche Kilometer Umweg sie gefahren sind.
Bis jetzt hat sich noch keiner getraut einen solchen Test zu machen.

Hab auch mal einen Tesla getestet. War gar nicht so übel eigentlich sogar richtig gut und VW wird mit dem ID3 sich viel Erfolg haben.
Denke wenn man (junge Leute) damit aufwächst ist das schon die Zukunft.
Na und alle die nur von A nach B fahren weil es sein muss, für die ist so ein E-Auto ne tolle Sache.
Aber für mich (55) nicht.
Als ich den Tesla abgegeben hatte bin ich in meinen Z4 hab das Dach geöffnet den 6-Zylinder gestartet und wußte, ich will kein E-Auto.

In Österreich bewegt sich in Sachen Elektromobilität überhaupt nichts. Fahrzeuge in Privatbesitz gibt es kaum.
Ein Trauerspiel.

Ich bin jetzt 5000km mit unserem VW ID.3 gefahren und wir sind immer noch begeistert.

Wolfsburg Hamm ging an einem Stück.

Dennoch, wenn man auch mal öfter 160 fährt und die geniale Beschleunigung öfter nutzt dann ist die Reichweite ab 80 Prozent nur noch 200km.

Bei gemischter Nutzung sind es aber 250 bis 300km.

Fakt ist ich habe immer ein volles Auto weil ich zuhause laden kann. Aber auch auf Langstrecke ist es kein Problem.

Dennoch: Statt 58kWh wären wohl ca 100kWh die ideale Größe – wenn es gelingt dies bei ähnlichem Gewicht zu bauen ist man endgültig am Ziel – besonders wenn man mit 350kW laden könnte.

Auch in Österreich steigen die Zulassungszahlen, ich sehe immer mehr BEVs.
Ich glaube die Zahlen werden mit dem ID.3 weiter steigen, Österreich ist Golf Land.

Nun, bin Besitzer eines solchen E-Autos seit 4 Wochen. Noch der Euphorie die Ernüchterung. Ähnlich wie bei den Verbrauchsangaben beim Diesel/Benziner, schöngemalt und leider nicht korrekt wiedergegeben, Herbst 6°C laut Auto 19,8kWh/100km verbraucht, nachgeladen und ab Steckdose gemessen wären das dann 24kWh/100km mit Ladeverlusten, 24kWh*0,30€->7,20€ für 100km. Da sind Diesel/Benziner derzeit billiger.
Ander der Ladsäule wirds dann richtig teuer. Und ich bin wesentlich zurückhaltener gefahren als mit Diesel/Benziner.

Die sollte es nach und nach für alle eAutos geben. Verstehe auch nicht, warum man sich so ziert. Beim ID3 ist es, denke ich, ne Strategie, um einen Bereich für den id4 zu reservieren. Bei Tesla war es ja dann auch irgendwann so weit, ein Drittanbieter hat sich ein Herz gefasst und nen Haken nebst ABE in den Markt gebracht.

Mich wird man zwingen müssen. 2 x 250D, Bj 88 (AHK) bzw 91 (ATM) und rostfrei. Dazu fahre ich grad mal 12.000 km/a am Land. Später einmal gern!

Der ID 3 liegt qualitätsmäßig etwa auf Golf 1 Niveau. Billiges Plastik, minderwertige Verkleidungen und Bezugsstoffe, stellenweise dürftige Lackierung. Dazu ein m. E. fragwürdiges new-age design (natürlich Geschmacksache). Ausgerechnet bei den bisherigen Stärken patzt VW hier an einer Stelle, an der man Tesla locker hätte überholen können.
Bin erstaunt, dass so viele sich für dieses Playmobil begeistern. Da gefällt mir der Opel-Weg besser. Corsa und jetzt Mokka werden in guter Qualität und ansprechendem Design auch als E-Alternative angeboten.

Man kann die Wirtschaftlichkeitsberechnung sehr kompliziert machen. Die vereinfachte Variante sieht so aus: Die Brutto-Gesamtinvestition in PV-Anlage mit Speicher und Mehrkosten eines E-Autos im Verleich zu einem ähnlichen Verbrenner reduziert sich durch staatliche Förderung, Erstattung der Mehrwertsteuer und Abschreibung auf ca. 60%. Diesen Nett-Betrag dievidiert man durch 80% seiner aktuellen Strom- und Spritkosten und erhält die Amortisationszeit. Bei durchschnittlichen Haushalten liegt sie bei 6-8 Jahren. Im Grunde ist Elektromobilität in Verbindung mit einer PV-Analage überhaupt nicht mehr auf Subventionen angewiesen. Ein E-Auto verursacht kaum noch laufende Kosten. Das E-Auto ist der Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit im doppelten Sinne. Man erhöht den solaren Eigenverbrauch und braucht kein Benzin mehr kaufen. Wie geil ist das eigentlich?

Und was hier in den Diskussionen nie erwähnt wird ist der Umweltfaktor!Daran sieht man,dass die meisten Leute noch immer in ihrer deutschen „Autoblase“ leben.Naja,die Umweltzerstörung durch Rohölförderung und dem Prozess bis zur Tankstelle wird ja auch nirgendwo berichtet.Dann könnte die Verbrennerindustrie nämlich sofort ihre Tür verriegeln und weinend nach Hause gehen!Die Zukunft ist elektrisch und in 5-10 Jahren werden wir auch autonom fahren,da dies heute schon möglich und durch den technischen Fortschritt dann auch wesentlich sicherer und effizienter sein wird!
Ein Elektroauto mit Ökostrom betrieben ist neunmal die sauberste und effizienteste Lösung!Damit unsere Kinder und Enkel auch noch etwas von diesem schönen Planeten haben

Liebe Leute, lasst euch nicht durch die derzeit noch billigen Spritpreise das Hirn vernebeln. Bereits im kommenden Jahr wird sich die – vollkommen richtige und notwendige- CO2-Bepreisung spürbar bemerkbar machen. In den Folgejahren geht es mit den Spritpreisen dann im Galopp nach oben. Hinzu kommt die Verteuerung durch die im Zuge der Bewältigung der Corona-Krise wieder anziehende Nachfrage. Noch mehr als immer schon werden die Autofahrer, insbesondere aber die, die noch auf Verbrennungstechnik setzen, zum Melk-Esel! Ja, auch das Stromladen wird teurer werden, deshalb lieber ein etwas günstigeres E-Fahrzeug wählen und gleichzeitig PV aufs Dach! Das empfiehlt sich zumindest für alle Eigenheimbesitzer mit eigener Lademöglichkeit. Für alle anderen ist es notwendig, die öffentliche Ladeinfrastruktur so auszubauen, dass jeder unkompliziert und zu transparenten Konditionen laden kann. Der derzeitige Tarifdschungel und Abzockerpreise wie bspw. Beim IONITY-Ladenetzwerk sind ebenso wenig geeignet, die E-Mobilität nach vorne zu bringen wie die Novelle des EEG, mit dem Herr Altmeier entgegen dem Tenor seiner Sonntagsreden die Erneuerbaren ausbremst wo er nur kann (als kleines Bsp. sei nur das VERBOT der Eigennutzung selbst erzeugten PV-STROMS genannt).

@Gast:
„Ich frage mich echt, wo die ganzen, vielen E-Autos rumfahren.“ Senden Sie aus dem 20. Jahrhundert oder wie ich aus dem Jahr 2020?
Ich fahre seit 9 Jahren nur noch rein elektrisch und nehme jedes Jahr mindestens eine Verdoppelung der in Verkehr gesetzten Elektromobile war. Also heute sind das Tag für Tag sicher schon 1 Dutzend. Selbst in der Strasse wo ich wohne sind wir schon zu Dritt und im Office zu Zweit. Irgendwie scheint bei Ihnen doch die Zeit stehen geblieben zu sein.

Ich bin zwar grad mal 50 und nicht schon 55, aber ich habe mich nach der Tesla-Probefahrt in unseren Roadster gesetzt, und dann in unseren 6-Zylinder gesetzt.

Bei beiden dachte ich nur noch „Ist der kaputt? Warum geht der nicht voran?“
Und es war klar: Tesla Model 3 muss her!

Ohne Scheiß, wer einmal elektrisch gefahren ist und danach noch in einem Verbrenner denkt „ich will Verbrenner fahren!“, der muss mental und geistig doch nicht nur verholzt sonder nachgerade zubetoniert sein.

Übrigens: auch für die Zoe gibt’s eine AHK mit der man einen Hänger ziehen kann. Kostet ~1500€ Aufpreis inkl. Montage.

Haben e Golf in der Familie, super. Radau haben wir genug um uns herum . Wenn wir über 1000 km fahren, muss ich für uns sowieso ein bis zwei Pausen einlegen. Wollte schon vor über 2 Jahren ein bequemes 4-5 sitziges e- Fahrzeug erwerben , warte auf Modelle unter 2 Tonnen Leergewicht und einem Preis der 40.000€ nicht überschreitet.

Witzig wenn ich Kommentare höre man sähe keine E-Autos. Selbst hier bei uns auf dem Land im Spessart sehe ich auf jeder Fahrt mehrere E-Autos. Tesla Model 3, X und S, E-Golf, Zoe sowieso, Kia Niro, Hyundai Kona, Ioniq. Außer einem Ampera-e habe ich hier schon praktisch jedes Modell gesehen. Gestern sogar einen Polestar 2, und der ist ja noch ziemlich neu am Markt.
Vielleicht fallen mir E-Autos einfach auch nur mehr auf, weil ich selbst eines fahre.

Aha – in welchem Österreich leben Sie?
Förderung wurde erhöht (Stichwort Mobilitätsoffensive),
bei e-PKWs von EUR 3000,- auf EUR 5000,-,
bei eLadestationen von EUR 200,- auf EUR 600,-

Ich warte schon auf die neuen Zulassungszahlen aber eines ist klar, der Trend ist weiterhin exponentiell…
(siehe https://www.beoe.at/)

Ich sehe auch immer relativ viele BEV unterwegs und weise meine Frau stets freundlich drauf hin „schau, wieder ein Tesla!“ (oder eine Zoé etc.).
Weil ich’s „sehen will“ und mich drüber freue, dass sich was tut (und ich meine Frau vielleicht in 10+ Jahren auch mal für einen BEV gewinnen kann ). Im Ernst: Ganz objektiv sind’s natürlich im Gesamtbestand noch sehr wenige, die Zahlen sind ja nachzulesen. Aber es werden mehr, wenngleich auch nicht so schnell, wie sich das manch einer erhofft. In einigen Bundesländern geht’s zudem wesentlich schneller diesbezüglich voran als in anderen, auch kein Wunder. Meckpom ist eben z. B. kein B.-W. in dieser und jener Hinsicht.

Das machen Sie einmal im Jahr. Und dafür richten Sie die Spezifikationen Ihres Fahrzeuges aus. Ein wenig komisch???

@Friedhelm Zarda: was das Thema Frauen überzeugen angeht, kann ich nur sagen, das geht manchmal schneller als man glaubt. Meine Frau war auch immer der Meinung „lass mich doch in Ruhe mit Deiner E-Auto Spinnerei“. Ich hab ihr einen E-Golf gekauft, der unseren Touran TDI ersetzt hat, und nach nur etwa zwei Monaten kam von meiner Frau die Aussage „Ich will nie wieder Verbrenner fahren“. So einfach kann es sein. Denn es zeigt sich bei jedem, den ich kenne. Wer einmal tatsächlich umgestiegen ist, erkennt sehr schnell die Vorteile und merkt, dass die vorherigen Zweifel ganz umsonst waren.

Vielleicht bin ich dafür sensibilisiert, weil ich selber E-Auto fahre. Aber mir fallen immer mehr E-Autos auf. Wenn ich durch die Stadt fahre oder über die Autobahn.
Auf unserem Firmenparkplatz stehen auch schon 8 Stück rum (von ca. 300)
Heute erst beim Nachbarn gegenüber gesehen, dass er einen Zoë in die Garage eingeparkt hat. Scheint der auch neu zu haben. Während einige rumlamentieren, dass das ja eh nichts werden kann, kaufen sich die anderen einfach still und heimlich ein E-Auto. Ich habe mich für den E-Up entschieden, weil er für die meisten Stecken reicht. Evtl. wird mal ein Auto angeschafft, was auch größere Strecken als 250km ohne nachladen schafft, aber aktuell komme ich damit hin. Ich hatte auch noch nie ein Auto mit Anhängerkupplung, trotz Eigenheim. Geschweige denn einen Wohnwagen, den ich irgendwo hin schleifen müsste. Da Miete ich mir doch lieber ein Wohnmobil falls ich es brauche. Oder eine Ferienwohnung oder mal zelten. Aber 99% der Zeit mit einem zu großen Auto rumfahren? Die Zeiten sind bei mir vorbei. Kinderwagen muss auch nicht mehr ins Auto, also lieber kleiner als zu groß. Aber so ein ID.4/Enyiaq könnte trotzdem Mal interessant werden.

Farnsworth

Wer eine AHK braucht um den Grünschntt ein paar Kilometer zu brigen oder beim nächsten bauhaus einzukaufen der kann sich ja mal den ID4 anschauen…

Ist dieser Tread echt???
Ich kanns nicht glauben, dass hier eine vernünftige Diskussion ohne Beleidigungen usw., zusammen kommt- erst Recht nicht, wenn es ums Auto geht!! Wunschdenken des Autors..

Hallo Memo, die echte Einsparung erfolgt beim Bremsen und das ist etwas, was erst mit der Zeit kommt..
Das man das Bremspedal nur noch unter 20 kmh benötigt.
Betreffend den Messwerten haben wir festgestellt, dass z. B. alte Dreheisenmessgeräte mit dem PFC nicht zurande kommen, also weniger messen als man tatsächlich lädt.
Somit sollte man bei Messungen extrem aufpassen wie das Gerät den Messwert ermittelt.
Es kommt mit der Zeit. Je nach Nutzungsprofil schaffst auch Du zwischen 20 und 40 % der Bremsenergie zurückzugewinnen. Da ist dann der etwaige reele Ladeverlust mehr wie ausgeglichen, Wiewohl so mancher Hersteller am Wirkungsgrad seiner Lader feilen könnte….
Du müsstest doppelt so viel Energie beim Laden verbrauchen um nur in den Bereich der Kosten eines Verbrenners zu kommen, Wiewohl, ich kenne Deine Strombezugstarife nicht.
Wir sind ca. 18.000 km mit 4.000 kw/H mehr Bezug gefahren…

Betreffend des Beitrages von Horst Franke und dem ID von VW stellt sich die Frage ob es überhaupt Sinnvoll ist, der Werbenlinie von VW zu folgen..
Warum elektrisch? Weil es jetzt einen von VW gibt…
Wäre nicht, warum einen VW, die haben uns Jahrelang betrogen und nun in die Leitindustriekriese katapultiert die bessere Ansicht?
Warum einen Konzern, der sich, z. B mit der Preisgestaltung bei Ionity, wo dieser Miteigentümer ist, noch immer gegen die Elektromobität stellt, sein Geld hintragen, wenn es andere, ehrliche Wegbereiter gibt, gegen welche dieser Konzern jahrelang wettert?
Und, so nebenbei die Elektromobität gegen den Widerstand, insbesondere der deutschen Automobilindustrie, trotzdem vorantreiben?
Siehe die Kia-Hyundaigruppe, Renault – Nissan Gruppe, sogar PSA mit Peugeot und Citroen war schneller, als alle deutschen, ausgenommen BMW mit dem I3 als Einzelgänger.
Ich höre das dumme Reden der Autoverkäufer noch heute, die das gar nicht verkaufen wollten, da DER Serviceumsatz flöten geht.. Etwas, was insbesondere VW sehr übertrieben hat, enden mit Motorschäden, Vergammelten Scheibenwischergestängen, Fensterheber welche abreisen müssen, Abgasrückführungen die verstopfen etc. etc.
Warum VW und nicht etwas ehrlicheres?
Wir schaffen gerade wieder eine Elekrrokutsche an, nur VW, den sehen wir uns nicht mal mehr an.
Der Betrug war genug und eine ehrliche Aufarbeitung sieht weiters anders aus.

Mit meinen bald 83 Jahren steige ich noch auf ein E-Auto um – in Verbindung mit einer geplanten PV-Anlage mit Speicher – und dies aus Überzeugung und um dem Umweltgedanken/der Energiewende eine Stimme zu geben.
VW hat mit seiner E-Auto-Plattform eine herausragende Grundlage geschaffen für zukünftige Batterieautos des Konzerns. Und der ID.4 (mit Skoda Enyaq) ist der erste formschöne und praxistaugliche E-Kompakt-SUV für Hausbesitzer – man glaubt es kaum, das Auto hat eine Anhängerkupplung!! (das haben (außer Tesla) Nissan Leaf, KIA e-Niro, Hyundai Kona-E und andere nicht auf die Reihe bekommen.
SCHADE: Die Preispolitik von VW ist alles andere als verbraucherfreundlich. Die Preisstrategen von VW stellen sich damit selbst ein Bein.
Warum liegt der Nettopreis in Deutschland zwischen 20% bis 29,5% über dem Nettopreis in USA (bei gleicher Ausstattung)? Der Elektrobonus für E-Autos, der zur Marktankurbelung und Forcierung der Energiewende als Bonbon für den Verbraucher gedacht ist, wird bei dieser Preisgestaltung in Deutschland im vollem Umfang von VW eingesackt. Die Fahrzeuge sind lt. Himmelmann im Schnitt um die Förderung teurer als in den USA.
Quelle: You Tube, dirk himmelmann: Ist der ID.4 zu teuer? Was kostet der ID.4 in den USA?
01.11.2020/giot

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